Dolomiten

Das sind die 5 schönsten Wanderungen im Hochpustertal

Grandiose Wanderungen gibt es im Hochpusteral so viele, dass die Auswahl schwer fällt. Deshalb präsentieren wir hier fünf der schönsten Wanderungen in den Sextner Dolomiten.

Die Kirche im südtiroler Sexten, im Hintergrund die Rotwand
© Klaus Eppele - stock.adobe.com

Die Dolomiten rund um Sexten sind ein wahres Wanderparadies! Auf kleinem Raum bieten sie alles, was du für einen erlebnisreichen Wanderurlaub brauchst: Hohe Gipfel mit einer grandiosen Aussicht, urige Almen und alpine Berghütte mit fantastischem Essen und endlos viele Wandermöglichkeiten mit unterschiedlichsten Schwierigkeiten.

5 der schönsten Wanderungen in den Sextner Dolomiten stellen wir hier vor. Auf vielen der Touren wirst du Überreste aus dem ersten Weltkrieg finden. Jetzt kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass hier ein erbitteter Gebirgskrieg herrschte. Viele der damals für den Krieg angelegten Wege führen dich heute durch das Naturparadies, das zu recht auch Unesco Weltnaturerbe ist. Lass dich inspirieren und genieße die Aussicht und das leckere Hüttenessen.

1. Über den Burgstall zum Kreuzbergpass

Stark frequentiert ist es auf dem Burgstall nicht, obwohl du vom höchsten Punkt auf 2200 Metern einen perfekten Blick auf Sexten und den Karnischen Kamm hast.

Über eine schuttrige und Rinne geht es auf den Burgstall. Einen Helm brauchst du aber nur, wenn du von dort aus über den Klettersteig auf die Rotwand willst.
Über eine schuttrige und Rinne geht es auf den Burgstall. Einen Helm brauchst du aber nur, wenn du von dort aus über den Klettersteig auf die Rotwand willst.© TVB Sexten / wisthaler.com

Richtig schwer ist diese Tour nicht, dennoch heißt es im steilen und schuttrigen Aufstieg zum Burgstall gut aufpassen. Dort können auch mal die Hände anpacken. Außerdem sind verlässliche Bergschuhe auf der gesamten Wanderung nötig!

Wenn dir die Rinne auf den Burgstall zu steil ist, kannst du auch ganz entspannt und fast ohne Höhenmeter den unteren Weg nehmen, der den Burgstall umgeht. Später treffen sich die beiden Wege wieder und führen zum Kreuzbergpass hinunter. Dort wartet dann schon der Bus, der dich zurück nach Moos oder Sexten bringt

2. Am Karnischen Kamm

Der Karnische Kamm bietet gleich zwei Vorteile: Zum einen reichen vernünftige Wanderschuhe und du brauchst kein Klettergurt oder Seil, zum anderen hast du eine traumhafte Aussicht auf die Sextner Bergwelt.

Blick vom Kanrischen Kamm auf die Rotwand und den Zwölfer in Sexten, Südtirol.
Vom Kanrischen Kamm hast du einen perfekten Blick zur Rotwand.© TVB Sexten / Kottersteger

Nicht erst auf der Schöntalhöhe, mit 2620 Metern der höchste Punkt der Route, sondern vom gesamten Karnischen kamm hast du einen perfekten Blick auf die wilde Seite der Sextner Sonnenuhr: Achter, Neuner, Rotwand, Einser und ein bisschen versteckt auch den Zwölfer siehst du von hier aus in voller Pracht!

Unser Tipp: Kurz vor dem Ende der Tour kommst du an der Nemesalpe vorbei. Wenn du noch Zeit hast solltest du dort unbedingt etwas essen. Dort schmeckt es einfach super gut! 

3. Zur Drei-Zinnen-Hütte

Sie zählen zu den großen Nordwänden der Alpen: Die Drei Zinnen. Fast 3000 Meter hoch ist die Große Zinne, die auf ihrer wilden Seite unbezwingbar ausschaut. Der Wanderweg dahin ist zwar auch spannend, dafür aber auch für dich als Wanderer machbar.

Die Drei-Zinnen-Hütte im Morgenlicht, im Hintergrund die Drei Zinnen und der Paternkofel.
Die Drei-Zinnen-Hütte vor den namnesgebenden Drei Zinnen, links ragt der Paternkofel steil in den morgendlichen Himmel.© Frank Krautschick - stock.adobe.com

Von der Drei-Zinnen-Hütte hast du einen perfekten Blick auf die Nordwände der Drei Zinnen. Weiter links siehst du den Paternkofel, den du über einen Klettersteig (nur mit entsprechender Ausrüstung!) besteigen kannst.

Auf dem Zinnen-Plateau ist es durch die nahe gelegen Mautstraße niemals ruhig. Der Weg über das Rienztal ist zwar anstrengender, dafür aber umso schöner und wesentlich ruhiger. 

4. Die Sextner Hüttenrunde

Das Essen in Südtirol schmeckt sowieso schon gut, wenn man es sich aber selbst erarbeitet, dann ist es nochmal besser! Auf dieser Hüttenrunde kommst du an gleich vier Hütten vorbei, die super leckere Brotzeiten bieten.

Von der Büllelejochhütte hast du einen traumhaften Blick auf den 3064 Meter hohen Zwölfer.
Von der Büllelejochhütte hast du einen traumhaften Blick auf den 3094 Meter hohen Zwölfer.© Stefan - stock.adobe.com

Aber nicht nur das Essen ist an jeder der Hütten grandios, sondern auch der Ausblick. Mal schaust du auf die übermächtigen Nordwände der Drei Zinnen, an einer anderen Hütten ragt stolz der über 3000 Meter hohe Zwölfer hervor.

Die Tour ist in einem Tag machbar, aber es bietet sich natürlich an, auf einer der Hütten zu übernachten. Rechtzeitig reservieren nicht vergessen! 

5. Der Alpinisteig

Ohne Weltkrieg gäbe es diesen beeindruckenden Weg nicht: Der Höhenweg schlängelt sich luftig an Bändern entlang und bietet atemberaubende Tiefblicke und alpine Momente, wenn das Schneefeld des Äußeren Lochs überwunden werden muss.

Schattenspiel auf dem Alpinisteig bei Sexten.
Ein Foto vom berühmten Schattenspiel auf dem Alpinisteig darf natürlich nicht fehlen!© Hermann - stock.adobe.com

Auf dem Alpinisteig siehst du den über 3000 Meter hohen Zwölfer aus nächster Nähe und der Weitblick reicht bis zum Alpenhauptkamm und vergletscherten Gipfeln.

Achtung: Der Alpinisteig ist, wie der Name schon sagt, ein sehr langer, fordernder alpiner Steig und kein Wanderweg! Erfahrung, Klettersteig-Ausrüstung und ausreichend Trinken ist unerlässlich!