WINTERWISSEN

Schneeschuhtouren: Alles zum Winterwandern mit Schneeschuhen

Schneeschuhwandern ist eine besondere Art des Winterwanderns. Alles Wissenswerte zu Ausrüstung, Technik, Sicherheit und schönen Schneeschuhtouren erfährst Du hier.

Zwei Schneeschuhwanderer sind in einer verschneiten Landschaft unterwegs.
Alles Wissenswerte zum Schneeschuhwandern erfährst du in unserem Ratgeber.© Lukas Gojda - stock.adobe.com

Wandern liegt im Trend – auch im Winter. Das Winterwandern durch vereiste und verschneite Landschaften ist mindestens genauso schön und mit Schneeschuhen an den Füßen sogar im Tiefschnee, auf vereisten Passagen und in unebenem Gelände möglich.

In diesem Ratgeber erfährst du

Für wen sind Schneeschuhtouren geeignet?

Wintersport muss nicht immer rasant und aufwändig sein. Beim Schneeschuhwandern kannst du ganz intensiv und in deinem Tempo Landschaft und Natur entdecken. Und es ist weder schwer zu erlernen, noch musst du besonders sportlich sein.

Schneeschuhtouren eignen sich für fast jeden Wanderer.

Kurze Touren in einfachem Gelände können auch unerfahrene Wanderer gut bewältigen. Sogar für Kinder können solche Schneeausflüge ein tolles Erlebnis sein. Für längere Touren in schwierigem Gelände braucht es mehr Erfahrung und vor allem Kondition. Denn das Schneeschuhwandern macht zwar unheimlich Spaß, kann aber auch recht anstrengend sein. Belohnt wirst du durch wunderbare Erfahrungen, denn sonst kaum zugängliche Winterlandschaften lassen sich so auf ganz besondere Weise erkunden.

Ein Schneeschuhgeher ist in einer traumhaften Winterlandschaft unterwegs.
Schneeschuhwandern eignet sich für alle, die eine gewisse Grundfitness haben.© Lukas Gojda - stock.adobe.com

Welche Ausrüstung brauche ich für Schneeschuhtouren?

Das für Schneeschuhtouren nötige Equipment ist überschaubar und einfach zu handhaben. Du benötigst eine

  • winterfeste Wander- bzw. Trekkingausrüstung
  • Trekkingstöcke mit Tiefschnee-Tellern zur Stabilisierung beim Gehen
  • und natürlich Schneeschuhe.

Bei der Bekleidung ist das Zwiebelprinzip mit mehreren Lagen beim Winterwandern die beste Wahl. Funktionskleidung ist empfehlenswert. Das Marschgepäck sollte sich natürlich nach Länge und Schwierigkeit Deiner Route richten.

Grundsätzlich gehören zur Ausrüstung beim Schneeschuhwandern:

  • Schneeschuhe und geeignete Trekkingstöcke mit großen Tellern (z.B. Die TUBBS Flex ALP 22 Schneeschuhe*)
  • Winterwanderschuhe (z.B. Die Lowa Renegade EVO Ice GTX Winterwanderschuhe*)
  • wetterfeste, winterliche Funktionsbekleidung; ggf. Wechselwäsche und Wechselsocken
  • Mütze, Schal/Schlauchtuch und Handschuhe
  • Sonnenbrille und Sonnencreme
  • Wanderrucksack, es gibt aber auch spezielle Schneeschuhrucksäcke
  • Erste-Hilfe-Set und Wanderapotheke, Stirnlampe
  • aufgeladenes, funktionsfähiges Handy
  • Ausweis/Bargeld
  • Proviant (auch auf kurzen Touren sind beispielsweise Energieriegel empfehlenswert)
  • Getränke (hoher Flüssigkeitsverlust!), insbesondere Heißgetränke in Thermosflaschen
  • Kartenmaterial, sowie Kompass und/oder GPS-Gerät
  • in lawinengefährdeten Gebieten LVS-Ausrüstung (z.B. ein LVS-Set von Mammut*)
  • je nach Tour Outdoorausrüstung (Taschenmesser, Taschenlampe, Biwaksack/Schlafsack, Feuerzeug, etc.)
  • bei Schneefall kann ein Regenschutz für den Rucksack sinnvoll sein

Welche Schneeschuhe brauche ich?

Den entscheidenden Unterschied zum normalen Winterwandern machen beim Schneeschuhwandern natürlich die Schneeschuhe. Sie werden über normalen Wanderschuhen getragen, du brauchst also keine speziellen Schuhe dafür. Mit Riemen lassen sie sich an den Fuß anpassen und fixieren.

Die große Fläche der Sohle sorgt für eine bessere Gewichtsverteilung im Schnee. Die Füße sinken im tiefen Schnee nicht ein, wie bei einem normalen Schuh. Viele Modelle haben außerdem haarscheisenartige Eiskrallen für sicheren Halt auf rutschigem und/oder geneigtem Untergrund.

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Beim Material hast Du meist die Wahl zwischen Kunststoff und Aluminium. Kunststoff-Schneeschuhe sind etwas leichter und bieten durch geschärfte oder gezahnte Kanten in Hanglagen häufig etwas besseren Halt. Sie sind zudem in der Regel schmaler und kleiner als Aluminium-Schneeschuhe, was wendigere Bewegungen ermöglicht.

Beispiele für Kunststoff-Schneeschuhe sind:

Je kleiner der Schuh, desto mehr sinkst du in lockerem Schnee ein. Kleinere Kunststoff-Schneeschuhe eignen sich deshalb für festeren Schnee eignen.

In lockerem Neuschnee und Tiefschnee kann Aluminium die bessere Wahl sein. Alu-Modelle bieten durch den größeren Rahmen besseren Auftrieb und mehr Stabilität.

Beispiele für Alu-Schneeschuhe sind:

Ein Paar Schneeschuhe aus Kunststoff ist in den Pulverschnee gesteckt.
Schneeschuhe können aus Aluminium oder Kunststoff sein. Beide Materiale haben spezifischen Vor- und Nachteile.© petejau - stock.adobe.com

Wie gehe ich mit Schneeschuhen und was muss ich beachten?

Viel technisches Wissen erfordert das Schneeschuhwandern nicht. Die meisten Menschen setzen mit der Zeit intuitiv die richtigen Techniken und Bewegungsabläufe ein. Ein Einstieg ins Schneeschuhwandern ist deshalb prinzipiell ohne speziellen Unterricht möglich. Aber natürlich kann eine Einführung durch einen Profi nicht schaden.

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Geführte Schneeschuhtouren für Anfänger beinhalten das in der Regel ohnehin. Wer keine oder kaum Wintersporterfahrung hat, sollte entsprechende Angebote wahrnehmen, da dabei meist auch weitere grundlegende Kenntnisse, zum Beispiel zu Lawinensicherheit, Pisten und Gelände, vermittelt werden.

Auch beim Schneeschuhwandern ist die Sicherheit wichtig. Bleibe also auf ausgewiesenen Routen, beachte den Wetterbericht und die Lawinenwarnungen und überschätze deine Kondition und dein Können nicht. Beachte außerdem den Umweltschutz, indem Du Wildtiere respektvoll und mit Abstand beobachtest, nichts aus der Natur entnimmst und keinen Abfall zurücklässt.

Zwei Schneeschuhwanderer sind in verschneiter Winterlandschaft am Berg unterwegs.
Wenn du deine Schneeschuhe für einen Abschnitt doch nicht brauchst, kannst du sie meist an deinem Rucksack befestigen.© Andreas P. - stock.adobe.com

Wo kann ich im Winter am besten mit Schneeschuhen gehen?

Für eine gelungene Schneeschuhwanderung braucht es eigentlich nur Schnee und eine schöne Landschaft. Vor allem in den Alpenregionen, wo Wintersport in all seinen Ausprägungen betrieben wird, gehören natürlich auch Winterwanderungen zum Programm.

Schneeschuhwanderung in den Dolomiten: Zwischenkofel (2907 m)

Sehr empfehlenswert ist das Schneeschuhwandern im Allgäu. Die verschneite Winterlandschaft mit malerischen Tälern, zugefrorenen Seen und den zahlreichen Burgen und Schlössern wirkt oft wie die romantische Kulisse eines Märchenfilms.

Schneeschuhwanderung im Allgäu: Seekopf (2039 m)

Ein Highlight für Naturliebhaber kann das Schneeschuhwandern im Schwarzwald sein. Der stille, verschneite Winterwald ist ideal für alle, die abseits vom Wintersporttrubel nach Ruhe suchen. Das weitläufige Netz von Winterwanderwegen hält hier für jeden Schwierigkeitsgrad passende Strecken bereit.

Auch viele andere Regionen, wie der Bayerische Wald, der Harz oder die Sächsische Schweiz, bieten im Winter perfekte Bedingungen für Schneeschuhwanderer.

Egal ob Du Dich für das märchenhafte Schneeschuhwandern im Allgäu, für das naturnahe Schneeschuhwandern im Schwarzwald oder für eine andere sehenswerte Region entscheidest, es lohnt sich in jedem Fall diese Sportart einmal auszuprobieren.

Ein älteres Paar ist mit Schneeschuhen in den verschneiten Alpen in Bayern unterwegs.
Sowohl in den Alpen, als auch in den deutschen Mittelgebirgen gibt es gute Möglichkeiten, um mit Schneeschuhen durch den Pulverschnee zu gehen.© Drepicter - stock.adobe.com

Schneeschuhwander-Technik: Weitere Infos rund um den Winter

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