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5 Tipps zum Wandern im Herbst

Der Herbst ist für Manche die ideale Jahreszeit zum Wandern!  Wir erklären dir, was du beachten musst, damit dir im Herbst bei einem großartigen Outdoor-Erlebnis nichts im Weg steht.

Titelbild Wandertipps Herbst
Im Herbst kannst du ganz besondere Outdoor-Momente erleben - und solltest doch auf einige Dinge achten. Mit Planet Outdoor bist du auch im Herbst sicher in den Bergen unterwegs!© Thomas - stock.adobe.com

Der Herbst ist die beste Jahreszeit für all jene, die es nicht gleich ins Hochgebirge zieht. Im Gegensatz zum Hochsommer sind die Temperaturen deutlich angenehmer und durch die außergewöhnlichen Wetterverhältnisse erlebt man mit etwas Glück besonders klare Weitblicke - hoch über dem Nebel, der unten im Tal festzustecken scheint.

Doch das Wandern im Herbst ist nicht ganz ungefährlich. Wenn es früher dunkel wird und oben am Berg schon der erste Schnee fallen kann, dann gibt es ein paar Dinge, auf die man besonders achten muss. Aber keine Sorge: Mit unseren 5 Wandertipps für den Herbst startest du perfekt vorbereitet in die goldene Wandersaison!

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1. Die richtige Kleidung: Zwiebellook

Im Sommer war das mit der Kleidung noch eine einfache Sache. Da man in der Sonne leicht ins Schwitzen geriet, brauchte es vor allem atmungsaktive, kurze Wanderbekleidung. Nicht so im Herbst. Hier können die Temperaturunterschiede gewaltig sein: Beim frühen Start ist es noch eisig kalt. Während des Aufstiegs kommt man dann wiederum mächtig ins Schwitzen und fängt aber bei der ersten Pause gleich wieder an zu frieren.

Bewährt hat sich für solche Wetterverhältnisse der sogenannte Zwiebellook: Durch die Kombination vieler einzelner, übereinander gezogener Schichten kannst du deine Kleidung schnell den wechselnden Ansprüchen deiner Umgebung und deines Körpers anpassen. Thermounterwäsche, atmungsaktives T-Shirt, ein bis zwei Sweatshirts und eine Softshelljacke solltest du beim Wandern im Herbst also mindestens dabei haben. Ideal vor Kälte schützen zudem Isolationsjacken.

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2. Die richtige Verpflegung - auch bei geschlossener Hütte

Herbstzeit ist Wanderzeit mit Brotzeit! Da viele Hütten bereits im September die Sommersaison beenden und teilweise erst Anfang Dezember (wenn überhaupt) zur Wintersaison wieder aufsperren, heißt es bei Bergtouren im Herbst: Unbedingt die eigene Brotzeit mit einpacken.

In der Kälte steht der Körper stärker unter Druck. Besonders kraftspendene Müsliriegel oder auch ein warmer Tee aus der Thermoskanne können Wunder wirken. Ein weiterer Vorteil beim Wandern im Herbst: Durch die kühleren Temperaturen bleibt deine Brotzeit frisch. Die Ängste aus dem Sommer vor im Rucksack zerlaufender Butter oder übel riechendem Käse braucht man sich nicht mehr zu machen.

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3. Die richtige Ausrüstung - das muss alles mit!

Wer im Herbst einen Spaziergang in den nächsten Wald unternehmen will, braucht nicht gleich Steigeisen an seine Schuhe zu schnallen. Doch gerade wenn man im Herbst in den Bergen unterwegs ist, lohnt es sich, vorsorglich für winterliche Verhältnisse zu packen - die am Berg dann auch oft bereits vorherrschen.

Es wäre doch zu schade, die Tour abbrechen zu üssen, nur weil die Vorbereitung auf den Ausflug nicht auf die realen Verhältnisse eingehen konnte. Um die ersten Schneefelder sicher passieren zu können, sind Steigeisen oder zumindest Grödel empfehlenswert. Letztere nehmen im Rucksack auch nur wenig Platz in Anspruch.

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4. Die richtige Routenwahl: immer mit Bedacht!

Im Herbst ist es besonders wichtig, eine vorsichtige, oder auch: Defensive Art der Tourenplanung zu wählen. Oft können sich die Wetter- und Schneeverhältnisse über Nacht drastisch verändern (z.B. durch plötzlichen nächtlichen Schneefall). Auch passiert es oft, dass eine Tour, die im vergangenen Jahr Ende November noch Schneefrei war, im nächsten Jahr bereits ab Mitte Oktober unpassierbar ist.

Im Zweifel lohnt es sich also, sich für niedrig gelegene Ziele und südseitige Hänge zu entscheiden. Eine weitere, oft unterschätzte Begebenheit im Herbst: Die Tage werden immer kürzer. Besonders nach der Zeitumstellung sollte man seine Routen so wählen, dass man spätestens um 17 Uhr wieder im Tal ist - und für alle Fälle eine voll aufgeladene Stirnlampe mit im Gepäck haben.

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5. Schneelage online überprüfen mittels Webcams

Wer noch vor der Tour sichergehen möchte, nicht am Berg von übermäßigen Schneemassen überrascht zu werden, der kann auch einen kleinen Trick anwenden: Fast jede Alpenregion, gerade im Gebiet der Bayerischen Hausberge, lässt sich ganz bequem von zu Hause aus mittels einer Webcam virtuell bereisen. Mit dieser Methode kann man sich schon vom Wohnzimmer aus ein grobes Bild davon machen, wie die Schneelage in der jeweiligen Bergregion gerade aussieht.

Noch genauere Informationen zu Schneehöhe, Schneefallgrenze, Temperatur und Lawinengefahr bekommt man auf den Seiten des Deutschen Alpenvereins oder des Deutschen Wetterdienstes. Hier kann man die gelieferten Daten mit denen der geplanten Tour abgleichen, und sich eventuelle Alternativen heraussuchen. Da diese Daten oft recht technisch sind und von Laien nicht auf den ersten Blick verstanden werden können, hilft ein zusätzlicher Blick auf eine passende Webcam oft weiter.

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