WINTERWISSEN

Snowboard-Bindungen: Alle Infos kompakt

Die Snowboard-Bindung ist viel mehr als nur die Verbindung zwischen Board und Boots. Hier erfährst du, wie du mit der passenden Bindung das Optimum an Fahrspaß für dich herausholst.

Titelbild Snowboard Bindung
Mit der richtigen Snowboard Bindung holst du ein Maximum an Fahrspaß aus deinem Board heraus - wir zeigen dir, worauf du dabei achten musst.© alfa27 - stock.adobe.com

Dass Boots und das Board beim Snowboarden für die Performance essentiell sind, ist allgemein bekannt. Die Bindung trägt jedoch ebenfalls entscheidend zum Fahrspaß bei. Bei uns erfährst du alles, was du rund um das Thema Snowboard-Bindung wissen musst.

Snowboard-Bindung: Alle Infos im Überblick

In diesem Ratgeber verraten wir dir:

Wie ist eine Snowboard-Bindung aufgebaut?

Werfen wir zunächst einen Blick auf den Aufbau einer Bindung. Sie enthält folgende Bestandteile:

  • Baseplate oder Chassis mit Footbed: Das ist die eigentliche Verbindung zwischen Dir und dem Board, der Teil der Bindung, auf dem Dein Fuß aufliegt.
  • Highback: Hierbei handelt es sich um die senkrechte Platte, an der Deine Wade anliegt.
  • Straps: Darunter versteht man die Riemen der Bindung, die den Fuß festhalten. Meistens gibt es zwei, den Zehen-Strap und den Spann-Strap.
  • Buckles: Das sind die Schnallen, mit denen die Straps festgezogen werden.
  • Heelcup: Dieses Teil umschließt Deine Ferse und verbindet das Highback mit der Baseplate.
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Welche Snowboard-Bindungen gibt es?

Möchtest du ein Snowboard kaufen, werden Dir vier Arten von Bindungen begegnen. Wir erklären dir die wichtigsten Eigenschaften und Unterschiede.

Strap-in Bindungen

Strap-in Bindungen gehören zu den Klassikern der Snowboard-Ausrüstung. Sie halten die Füße mit einem Zehen-Strap und einem Spann-Strap auf dem Board. Möchtest du diese Snowboard Bindung einstellen, hast du mit den beiden Straps die Möglichkeit der individuellen Anpassung an deine Bedürfnisse.

Andererseits brauchst du mit Strap-in Bindungen mehr Zeit als bei anderen Systemen, um dich vom Board zu lösen und wieder damit zu verbinden, weil du jedes Mal zwei Schnallen öffnen und schließen musst.

Rear-Entry Bindungen

Rear-Entry Bindungen verbinden dich besonders schnell mit dem Board. Das Highback ist bei ihnen umklappbar, sodass du ganz einfach von hinten in die Bindung hineingleiten kannst, ähnlich wie bei einem Pantoffel. Anschließend klappst du das Highback wieder nach oben und verriegelst es - fertig! Diese Art der Bindung geht auf den Hersteller Flow zurück. Deshalb werden sie auch häufig als Flow Bindungen bezeichnet.

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Step-On Bindung

Step-Ons wurden erstmals 2017 von Burton entwickelt und erfreuen sich seitdem großer Beliebtheit. Sie kommen gänzlich ohne Straps aus, stattdessen wird der Boot seitlich und auf der Rückseite in die Bindung eingeklickt. Step-Ons sindbesonders komfortabel, da die häufigste Ursache für Druckstellen, die Straps, gestrichen wurden. Selbstverständlich ist dein Fuß dennoch genauso sicher mit dem Board verbunden.

Step-in-Bindungen

Step-in-Bindungen kombinieren häufig ein Klicksystem mit Straps. Einige Modelle sind nur mit dem passenden Boot kompatibel, andere können universell verwendet werden.

Snowboard Bindung 2
Möchtest du deine Snowboard Bindung anpassen lassen, solltest du dich unbedingt an ein Fachgeschäft wenden.© LIGHTFLIELD STUDIOS - stock.adobe.com

Snowboard-Bindung: Wie viel Flex ist für mich richtig?

Flex ist ein Begriff, der bei der Snowboard-Ausrüstung für Geschmeidigkeit und Flexibilität steht. Bindungen werden in drei Kategorien unterteilt.

Weich: Bei weichen Bindungen ist das Highback flexibler. Dadurch verzeiht das Board den einen oder anderen Fehler, ohne von der Piste abzuschmieren. Daher eignen sie sich besonders für Anfänger oder Freestyler bei der Einübung neuer Sprünge.

Medium: Mittlere Bindungen eignen sich für die meisten Boarder. Zur Flexibilität kommt ein höheres Maß an Kontrolle dazu, Bewegungen werden direkter übertragen.

Hart: Harte Bindungen übertragen deine Bewegungen direkt, präzise und kompromisslos. Du bekommst dadurch maximale Kontrolle, musst aber auch für jede unerwünschte Bewegung bezahlen.

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Wie finde ich die passende Snowboard-Bindungs-Größe?

Jeder Hersteller gibt üblicherweise eine Größentabelle an, mit der Du Deine individuelle Snowboard-Bindungs-Größe ermitteln kannst. Für Flow Bindungen gilt beispielsweise:

  • XS = 29,5 - 32
  • S = 31,5 - 36
  • M = 36 - 41
  • L = 40 - 44,5
  • XL = 44 - 49,5

Welche Snowboard-Bindung passt zu welchem Board?

Um zu überprüfen, ob deine Wunsch-Bindung zum Board passt, musst du nicht auf die Snowboard-Länge, sondern auf das verarbeitete Verbindungssystem achten. Es gibt zwei grundlegende Arten:

Traditionelle Inserts: Dabei wird die Bindung mit vier Schrauben und einer Disk am Board befestigt. Hierfür stehen in der Regel pro Fuß 6 bis 12 Löcher auf dem Brett zur Verfügung. Dadurch kannst du die Snowboard Bindung einstellen, und zwar so, wie dein Fuß später auf dem Board stehen soll.

Channel-System: Beim Channel-System aus dem Hause Burton findest du keine Löcher zur Befestigung der Bindung, sondern eine lange Fuge. Die EST-Bindung stammt ebenso von Burton und benötigt dreieckig angeordnetete Löcher auf dem Board.

Wenn du also eine Wunsch-Bindung im Blick hast, solltest du schon beim Snowboard kaufen darauf achten, dass das Board das kompatible Verbindungssystem aufweist.

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Fazit

Während die meisten Boarder vor dem Kauf viel über die passende Snowboard-Länge nachdenken, wird die Bindung leider oft stiefmütterlich behandelt. Dabei bietet sie viel Optimierungspotenzial für Deine Abfahrten. Es lohnt sich also, die Snowboard-Bindung sorgfältig auszuwählen, um maximalen Fahrspaß herauszuholen.

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