Fahrrad-Wissen

Fahrradtour planen: So geht es richtig

Eine mehrtägige Radtour zu planen, kann eine Herausforderung sein. Wir verraten dir hier, auf welche Dinge du genau achten musst.

Zwei Fahrradfahrer auf einem Radweg
Insbesondere mehrtägige Fahrradtouren sollten gut geplant werden.© U. J. alexander - stock.adobe.com

Egal, ob Du Gelegenheitsradler oder ambitionierter Radsportler bist: Radfahren hält gesund, stärkt deine Ausdauer und dein Herz-Kreislaufsystem. Immer beliebter werden mehrtägige Radtouren. Das Schöne dabei: Du entdeckst mit dem Rad unbekanntes Terrain und bist in der Natur unterwegs. Wir verraten dir, worauf du achten musst, wenn du Fahrradtouren planst.

Fahrradtour planen: Die wichtigsten Informationen im Überblick

In diesem Ratgeber erklären wir dir:

Die Auswahl der geeigneten Tour

Für welche Tour du dich letztendlich entscheidest, ist sicher von deinen persönlichen Vorlieben abhängig. Allein in Deutschland gibt es unzählige Radfernwege, die allesamt empfehlenswert sind. Zu den schönsten zählen:

  • Elberadweg
  • Moselradweg
  • Bodenseeradweg
  • Donauradweg
  • Weserradweg
  • Rhein-Radweg

Wie du siehst, führen viele der Radwege in Deutschland unmittelbar an Flüssen entlang. Für Naturliebhaber sind diese daher bestens geeignet.

Bedenke bei der Planung deiner Fahrradtouren dein persönliches Fitnesslevel. Donau- und Bodenseeradweg sind zum Beispiel hervorragend für Anfänger geeignet, da sie keine nennenswerten Steigungen haben. Eine Alpenüberquerung mit dem Rad hingegen ist nur etwas für ambitionierte und trainierte Radler.

Das könnte dich auch interessieren
Zwei Fahrradfahrer
Ratgeber
Welches Fahrrad ist das Richtige für mich?
Welches Fahrrad passt zu mir? Diese Frage stellen sich viele aus gutem Grund. Was ist die optimale Antwort darauf? Hier erfährst du es – jetzt lesen!

Alle bekannten Radwege sind hervorragend ausgeschildert. Dennoch kann es ratsam sein, wenn du einen Fahrradroutenplaner zu Hilfe nimmst. Solche Fahrradroutenplaner werden oftmals von Tourismusverbänden oder ähnlichen Organisationen angeboten. Das Prinzip ist einfach: Du gibst deinen Start- und Zielpunkt in den Fahrradroutenplaner ein und dieser errechnet dir die Gesamtstrecke und wie viel Zeit du ungefähr einplanen musst. Diese Daten kannst du dir dann auf deinem Smartphone speichern und von unterwegs aus aufrufen.

Wenn du deine Route selber planst und nicht so trainiert bist, plane maximal 50 bis 60 Kilometer am Tag ein. Für die dritte und vierte Etappe wähle am besten einen kürzeren Abschnitt, denn erfahrungsgemäß lässt dann die Kondition etwas nach.

Neben der Frage nach der geeigneten Route musst du dir ebenfalls den Zeitpunkt genau überlegen. Am schönsten sind Radtouren im Frühjahr oder Frühsommer und auch der Herbst mit seiner bunten Laubfärbung hat durchaus seinen Reiz. Der Hochsommer ist dagegen wenig empfehlenswert.

Auch wenn du in der vermeintlich warmen Jahreszeit unterwegs bist: Eine Jacke zum Überziehen solltest du immer dabei haben. Ebenfalls gehört ein Regenponcho in dein Gepäck, denn ein Schauer kann dich immer überraschen.

Dieses Fahrradzubehör benötigst du

Für eine kurze eintägige Radtour genügt sicher ein Rucksack mit ein wenig Proviant, etwas zu Trinken und Flickzeug. Eine mehrtägige Tour aber solltest du gut planen. Am besten besorgst du dir eine Fahrradtasche, die du am Gepäckträger befestigen kannst. Neben deinen persönlichen Utensilien kannst du hier ein Reparaturset, einen leichten Regenponcho, dein Smartphone und diverses anderes Fahrradzubehör verstauen. Eine Luftpumpe, ein Reparaturkit und das Fahrradschloss sind wichtige Dinge, mit denen du dich während einer mehrtägigen Radtour sicherer fühlen wirst.

In der Nähe von Flüssen können Mücken zur echten Plage werden. In diesen Fällen ist ein Mückenspray durchaus hilfreich. Auch ein Helm hat sich für längere Touren bewährt, wenngleich dieser nicht zwingend vorgeschrieben ist. Deutlich angenehmer und komfortabler gestaltet sich deine Radtour, wenn sowohl gepolsterte Radhandschuhe als auch eine gut gepolsterte Radhose zu deiner Ausstattung gehören.

Fahrradtasche
Fahrradtaschen bieten viel Platz für notwendiges Gepäck.© Alex - stock.adobe.com

Bist du in dir unbekanntem Gelände unterwegs, schaff dir vor deiner Reise eine Radkarte an. Sinnvoll kann dann eine Lenkertasche mit Sichtschutzfenster sein, in welcher du die Karte befestigen kannst. So kannst du den Verlauf der Strecke die ganze Zeit über verfolgen. Ein wenig Proviant für unterwegs gehört ebenso in deine Radtasche. Gut geeignet sind Nüsse oder leichte Eiweißriegel. Zu guter Letzt: Möchtest du deine Erfolge kontrollieren und wissen, wie weit du gefahren bist, schaff dir einen Fahrradcomputer an. Er zeichnet nicht nur deine gefahrene Strecke auf, sondern zählt auch die verbrauchten Kalorien.

Packliste: Diese Dinge sollten bei der Fahrradtour mit

Hier noch einmal eine Übersicht über alle Dinge, die du für eine mehrtägige Radtour einpacken solltest:

  • möglichst bequeme, leichte und atmungsaktive Kleidung
  • mehrere Flaschen Wasser
  • eine winddichte Jacke
  • ein Regencape
  • einen Fahrradhelm
  • geschlossene und wasserdichte Schuhe
  • Handschuhe
  • Sonnencreme und Sonnenbrille
  • Fahrradcomputer
  • Mückenspray

Bedenke aber immer: Je mehr Gepäck du mit dir herumschleppen musst, desto anstrengender wird das Radeln. Aus diesem Grund entscheiden sich die meisten Radurlauber dazu, eine organisierte Radreise zu buchen. In diesem Fall wird dein Gepäck in den meisten Fällen vom Radreiseunternehmen von Unterkunft zu Unterkunft transportiert. Oder aber du buchst selbst deine Unterkünfte während der Radtour und beauftragst einen Gepäcktransport, der in einigen Gegenden Deutschlands angeboten wird.

Bodensee
In manchen Regionen wird Gepäcktransport bei Fahrradtouren standardmäßig angeboten.© Jürgen Fälchle - stock.adobe.com

Der Fahrrad-Check vor der Tour

Nichts ist ärgerlicher als wenn dein Bike dich während einer Fahrradtour im Stich lässt. Kontrolliere also vor einer längeren Tour alle wichtigen Funktionen deines Fahrrads oder lass einen Fahrrad-Check im Fachgeschäft durchführen. Führst du den Check selber durch, kontrolliere vor allem die Bremsen, justiere sie neu und statte sie wenn nötig mit neuen Bremsbelägen aus. Kontrolliere Licht und Schaltung und pumpe vor allem deine Reifen auf. Bist du mit halbplatten Reifen unterwegs, kostet dich das unnötig Kraft.

Fahrradtour planen: Weitere Ratgeber für deinen Fahrrad-Check