Unser Ratgeber

Der richtige Luftdruck für Fahrradreifen

Der richtige Luftdruck im Fahrradreifen beeinflusst Fahrgefühl und Komfort beim Fahrradfahren enorm. Hier erfährst du, wie viel bar bei den verschiedenen Fahrradreifen ideal sind.

Mann beim Aufpumpen seines Fahrradreifens
Wir verraten, welcher Luftdruck für Fahrradreifen ideal ist.© OB production - stock.adobe.com

Für Fahrgefühl und Komfort beim Fahrradfahren machen zu viel und zu wenig Reifendruck einen großen Unterschied. Daher solltest du den Luftdruck bei deinem Fahrrad regelmäßig überprüfen. Der folgende Ratgeber zeigt, wie viel bar beim Fahrradreifen ideal sind.

Wie viel Reifendruck braucht dein Fahrrad?

Den perfekten Wert für den Luftdruck beim Fahrradreifen gibt es nicht. Vielmehr bewegt sich die Empfehlung in einem gewissen Rahmen. Generell gilt, dass bei einem dünneren Reifen der Luftdruck höher ausfallen muss. Wie hoch der Druck im Einzelfall sein sollte, ist entweder auf der Seitenwand des Reifens aufgedruckt oder im Gummi eingeprägt. Oft ist der Wert in psi angegeben, 1 bar entspricht dabei 14,5 psi. Beim Hinterrad ist aufgrund der Verteilung des Gewichts ein minimal höherer Reifendruck als beim Vorderrad zu empfehlen.

Der folgende Teil befasst sich mit dem empfohlenen Reifendruck für die typischen Reifenbreiten folgender Fahrräder:

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Luftdruck Fahrrad: Der ideale Reifendruck beim Mountainbike

Mountainbikes sind die Fahrräder, die mit dem niedrigsten Reifendruck auskommen. Der geringere Luftdruck beim Fahrrad bringt hier besseren Fahrkomfort, da die Reifen auf dem unebenen Untergrund merklich widerstandsfreier rollen. Ein spärlich aufgepumpter Mountainbikereifen bedeutet auch, dass deutlich mehr Gummi auf dem Boden aufliegt. Höherer Grip ist damit garantiert.

Feintuning am Fahrradreifen sorgt beim Mountainbike für große Leistungsunterschiede. Daher können geringe Differenzen im Reifendruck schon enorm viel verändern. Doch auch die Nutzung des Rads ist entscheidend. Wer mit dem Mountainbike überwiegend auf befestigten Wegen unterwegs ist, kann mehr Druck wagen.

Der durchschnittliche ideale Luftdruck beträgt beim Mountainbikereifen mit 2 Zoll 3,0 bar (vorne) bzw. 3,2 bar (hinten). Beim Rad mit 2,3 Zoll verringert er sich auf 2,0 bar (vorne) bzw. 2,2 bar (hinten). Reifen mit 2,5 Zoll Breite kommen am besten mit 1,8 bar (vorne) bzw. 2,0 bar (hinten) aus.

Mountainbiker in den Bergen
Bei Mountainbiketouren im Gelände ist ein niedrigerer Reifendruck ratsam.© Beenis - stock.adobe.com

Rennrad: Wie viel bar beim Fahrradreifen?

Rennräder sind mit besonders schmalen Reifen ausgestattet. In Kombination mit hohem Luftdruck und einer damit einhergehenden geringen Auflagefläche ergibt sich ein niedriger Rollwiderstand. Das heißt: Mit hohem Luftdruck kannst du besonders schnell fahren.

Extrem hoher Luftdruck ist jedoch nur bei glattem Asphalt zu empfehlen, da voll aufgepumpte Reifen Vibrationen schlecht abfedern. Bei unebenem Untergrund kann der Widerstand mit hohem Luftdruck somit sogar steigen. Rennräder mit einer Reifenbreite von 25 mm lassen sich mit 7,0 bar (vorne) bzw. 7,2 bar (hinten) am besten fahren. Reifen mit 28 mm Breite kommen dagegen mit 6,0 bar (vorne) bzw. 6,2 bar (hinten) aus.

Zwei Rennradfahrer am Meer
Rennräder benötigen auf glatten Untergründen hohen Luftdruck in den Reifen.© fotofabrika - stock.adobe.com

Luftdruck für Citybikes und Trekkingräder

City- und Trekkingbikes sind Allrounder, die mit einer großen Vielfalt an Untergründen zurechtkommen müssen. Um sowohl auf glattem Asphalt als auch auf Kopfsteinpflaster und Waldwegen ohne großen Widerstand fahren zu können, solltest Du auf einen mittleren Luftdruck beim Fahrrad vertrauen.

Für City- und Trekkingräder mit einer Reifenbreite von 35 mm eignen sich 4,5 bar (vorne) bzw. 4,7 bar (hinten) als idealer Luftdruck. Bei einer Reifenbreite um 40 mm sinkt der empfohlene Druck auf 4,0 bar (vorne) bzw. 4,2 bar (hinten). Mit 50 mm Reifenbreite sind 3,0 bar (vorne) bzw. 3,2 bar (hinten) ideal. Zu großer Reifendruck kann insbesondere auf unebener Strecke die Fahrt ungemütlich machen. Bei niedrigem Druck resultieren Fahrten durch den Wald oder über Kopfsteinpflaster jedoch schnell in einem Platten.

Citybike
Citybikes und Trekkingräder sollten weder zu stark, noch zu wenig aufgepumpt werden.© connel_design - stock.adobe.com

Welche Besonderheiten gelten bei Pedelecs und E-Bikes?

Fahrräder, die durch einen Hilfsmotor unterstützt werden, funktionieren grundsätzlich wie normale Modelle. Das bedeutet, dass herkömmliche Reifen aufgezogen werden können, deren minimaler und maximaler Luftdruck an der Seitenwand ablesbar ist. Meist sind E-Bikes und Pedelecs mit breiteren und robusteren Reifen ausgestattet.

Ein wichtiger Unterschied besteht jedoch. Durch ihren massiveren Aufbau und den integrierten Motor mit Akku ist das Gewicht des Fahrrads um mehrere Kilogramm höher. Die Reifen sind daher einer höheren Belastung ausgesetzt. Auf die Richtwerte, die an der Seitenwand des Reifens zu finden sind, kannst du somit noch einmal rund zehn Prozent addieren. Allerdings werden für E-Bikes auch Spezialreifen hergestellt, die schon im Vorfeld stärker sind.

E-Bike in den Bergen
Bei E-Bikes ist der Reifen durch das hohe Gewicht einer größeren Belastung ausgesetzt.© Michael Rieper - stock.adobe.com

Fahrradreifen bar: So prüfst Du den Luftdruck beim Fahrrad richtig

Verfügt dein Fahrrad über die passenden Ventile, kannst du den Reifendruck unterwegs an jeder Tankstelle überprüfen. Alternativ eignen sich große Standpumpen mit integriertem Manometer. Wie viel bar ein Fahrradreifen hat, zeigt dir die Pumpe an, sobald du den Pumpenkopf über das Ventil gestülpt hast.

Pro Monat kann bei einem Fahrradreifen bis zu 1 bar an Luft entweichen. Abhängig ist das allerdings auch von Größe und Gewicht des Fahrrads, vom Gewicht des Radfahrers und der Beanspruchung. Schon während einer längeren Tour macht sich der Verschleiß bemerkbar. Idealerweise prüfst du den Reifendruck somit regelmäßig.