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Die 10 Gebote für Bergsteiger und Wanderer, die du unbedingt kennen solltest

Damit Wandern und Bergsteigen für jeden gleichermaßen ein Naturerlebnis wird, gilt es, einige Regeln zu beachten. An diese 10 Gebote sollte sich jeder Wanderer und Bergsteiger halten!

Wanderer am Berg
Es kann nicht schaden, auf einer Bergtour diese zehn Gebote zu beherzigen.© Adobe Stock/Johannes Netzer

Bereits im Jahr 1931 hat der Südtiroler Bergsteiger und Filmemacher Luis Trenker in seinem Buch "Meine Berge" zehn Gebote für Bergsteiger formuliert. Auch heute, knapp 90 Jahre später, lohnt es sich, am Berg ein paar Regeln einzuhalten.

1. Bereite dich immer sorgfältig auf eine Bergtour vor

Bei einfachen Wanderungen wie auch bei anspruchsvollen Hochtouren ist eine gute Tourenplanung und –Vorbereitung Pflicht. Bereits im Vorfeld sollte daher Kraft- und Ausdauertraining am Plan stehen.

Die Wahl der Tour gehört aber ebenso zur richtigen Vorbereitung wie das Mitnehmen der richtigen Ausrüstung und ein Blick auf die Wanderkarte.

2. Achte auf das Wetter

Das Wetter kann in den Bergen schnell umschlagen und nur wenige Dinge sind auf einer Wander- oder Bergtour so gefährlich wie ein plötzlich aufziehendes Gewitter.

Deshalb zählt auch eine richtige Einschätzung der Wetterlage zur guten Tourenvorbereitung. Dazu zählt sowohl ein Blick auf den Wetterbericht bereits vor der Tour wie auch ein richtiges Deuten der Wetterlage vor Ort.

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3. Nimm nur mit, was du auch wirklich brauchst

Der Platz ist auf einer Wanderung nur spärlich bemessen. Deshalb macht es auch keinen Sinn, den Rucksack mit unnötigem Ballast zu füllen. Was in den Rucksack hineingehört, hängt von der Länge und Art der Tour ab. Bestimmte Dinge – etwa ausreichend zu trinken, Verbandszeug und Regenschutz sollten aber immer mit dabei sein.

4. Mache nur Touren, die du auch sicher schaffst!

Bei der Tourenwahl sollte immer eine Tour gewählt werden, die dem eigenen Können entspricht. Selbstüberschätzung ist einer der größten Fehler, die am Berg gemacht werden können und hat oft schon zu gefährlichen Situationen geführt.

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Wichtig: Die Tour ist am Gipfel noch nicht vorüber – es sollte also immer noch genug Energie für den Abstieg vorhanden sein.

5. Kehre um, wenn es nicht mehr geht

Am Berg gilt, sich nicht um jeden Preis auf den Gipfel zu quälen. Lässt die Kondition nach oder zieht plötzlich ein Gewitter auf, sollte daher nicht der Dickschädel sondern die Vernunft die Entscheidung beeinflussen. So lassen sich gefährliche Situationen vermeiden und der Gipfel läuft so schnell nicht weg.

6. Sei in Notfällen immer erreichbar

Schnell kann es in den Bergen zu einem Notfall kommen. Gerade dann ist es wichtig, die Einsatzkräfte rasch alarmieren zu können. Das Handy sollte also stets mit dabei sein.

Zwar gibt es nicht immer überall Empfang – manchmal kann das Handy aber über Leben und Tod entscheiden. Das Handy sollte stets gut aufgeladen sein. Stromfresser, wie Tracking-Apps, Instagram und Co. sollten am Berg nur in Maßen verwendet werden.

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7. Gib Bescheid, wo du hingehst

Am Berg sollte immer jemand Bescheid wissen, wo man gerade ist. In Notfällen können so Einsatzkräfte verunglückte Personen schneller und effizienter lokalisieren.

Mindestens eine Person sollte deshalb vor dem Start einer Wanderung über die Route , die Teilnehmer und die ungefähre Dauer der Tour informiert werden. Das können Familienmitglieder, aber auch etwa der Hüttenwirt sein.

8. Hinterlasse keinen Müll

Der Gipfelgenuss wäre so schön – wenn nicht das weggeworfene Taschentuch, die Müsliriegel-Verpackung oder die Eierschalen das Erlebnis trüben würden. Viel zu oft verbleibt der Müll am Berg. Das ist nicht nur unschön anzusehen – es schadet auch der Umwelt.

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Gerade hochfrequentierte Berge verwandeln sich schnell in Müllberge. Um dies zu verhindern, sollte Abfall daher immer mit ins Tal genommen – oder erst gar nicht produziert werden.

Müll beim Wandern
Den eigenen Müll zurücklassen: Ein absolutes No-Go!© encierro - stock.adobe.com

9. Respektiere andere Wanderer auf Tour

Auf schwächere Mitglieder in der Tourengruppe sollte ebenso Rücksicht genommen werden wie auf andere Wanderer. Der Berg ist groß genug für alle und sollte auch allen gleichermaßen ein Erlebnis bieten.

10. Genieße die Natur

Einen Berg nur wegen der Höhenmeter oder dem Foto am Gipfel zu besteigen, wird ihm kaum gerecht. Die Berge dieser Welt bieten nämlich allesamt unvergleichliche Naturerlebnisse. Es lohnt sich daher, einfach einmal innezuhalten und das Naturschauspiel rundherum zu genießen.

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