VIA FERRATA GIOVANNI LIPELLA

Insgesamt sehr alpine Unternehmung, für die gute äußere Bedingungen wichtig sind (sicheresWetter, kein Altschnee oder Eis), ebenso Bergerfahrung und eine gute Kondition. Klettersteig bis zu den Tre Dita wenig anspruchsvoll, zum Gipfel hin dann deutlich schwieriger. Einmalig: die Kulisse der Tofana- Westwand. Der Abstieg vom Gipfel über den Nordrücken kann bei Nässe, Schnee oder Eis sehr heikel sein (Steigeisen evtl. ratsam, dazu Teleskopstöcke). (Autor: Eugen E. Hüsler und Manfred Kostner)»Dass die Tofana di Rozes auch eine ›Rückseite‹ hat, könnte man angesichts ihrer grandiosen Südwand fast vergessen. Dabei braucht sich die Westflanke keineswegs zu verstecken: ein breiter, massig aufstrebender Bergkörper, regelmäßig gebändert, das oberste... weiter >

VIA FERRATA DELLA PIRAMIDE

Sehr anspruchsvolle, landschaftlich großartige Route, Brandneuer, hervorragend gesicherter Klettersteig. Durchlaufendes, straff gespanntes Drahtseil. Die ersten 25Meter sind sehr steil (K 3–4), nach oben nehmen die Schwierigkeiten eher ab. Abstieg nordseitig durch erdig-rutschige Rinnen (altes, dünnes Drahtseil) zu einem alten Kriegsweg. (Autor: Eugen E. Hüsler und Manfred Kostner)Bis vor kurzem waren in den Südabstürzen der Falzáregotürme und des Col dei Bos (2559 m) nur Kletterer unterwegs. Seit dem Sommer 2007 ist das anders; aus der Südflanke der Pyramide glänzen die Drahtseile eines brandneuen Klettersteigs: fast 250 Höhenmeter in festem... weiter >

Aiguille d'Argentière, 3901 m

Ebenso wie der nördliche Nachbarberg Aiguille du Chardonnet besitzt auch die noch höhere, zu den 21 höchsten Dreitausendern der Alpen zählende Aiguille d'Argentière einen der besonders anspruchsvollen Normalwege großer Alpengipfel. (Autor: Richard Goedeke)Weil der Weg der Erstbesteiger – Adam Reilly und Edward Whymper mit Michel Croz, Michel Payot und Henri Charlet am 15. Juli 1864 – nur unwesentlich länger und kaum schwieriger ist als die leichteste Route, wird der Berg sehr häufig überschritten. Deshalb werden hier... weiter >

Pigne d'Arolla, 3796 m

Von Arolla sieht der Pigne eindrucksvoll aus, auch wenn er im Gipfelbereich nicht so spannend ist, wie er sich gibt. Trotzdem ist er der touristisch bevorzugte Gipfel des Tales. (Autor: Richard Goedeke)Die erste Ersteigung erfolgte durch die Briten A.W. Moore und Horace Walker mit Jakob Anderegg am 9. Juli 1865 über die Westflanke. weiter >

Via ferrata Ernesto »Che« Guevara

Extrem langer, landschaftlich grandioser Klettersteig von mittlerer Schwierigkeit. Der Zustieg und der erste Abschnitt wurden neu trassiert, um dem hässlichen Steinbruch (endgültig!) auszuweichen, nach oben hin ist dann zunehmend Kondition gefragt. Die Route liegt voll in der Morgensonne – kein Wasser unterwegs! Neu trassierter Abstieg von der Don-Zio-Hütte; die »Ferrata del Rampin« vom Busòn hinunter nach Pietramurata ist gesperrt! (Autor: Eugen E. Hüsler)Die »Via Pisetta« mag der anspruchsvollste Klettersteig der Gardaseeregion sein, der »Che Guevara« ist ganz klar der schönste weitum. Da steht man an der Hauptstraße und guckt hinauf in den gigantischen, fast anderthalb Kilometer hohen Ostabsturz des Monte Casale,... weiter >

Via attrezzata Rino Pisetta

Ganz klar das Maß aller (Klettersteig-)Dinge der Region, wesentlich anspruchsvoller als der »Monte Albano«. Diese steile, extrem ausgesetzte Route ist bloß mit einem durchlaufenden Drahtseil gesichert, keine künstlichen Tritte. Wer am Einstieg Probleme bekommt, sollte auf jeden Fall umkehren – es wird nach oben hin nicht leichter! (Autor: Eugen E. Hüsler)Neben dem Dain Alt (Monte Casale, 1632 m) wirkt der Dain Picol (Monte Garzolè, 971 m) ja recht mickrig, trotz seiner senkrechten Felsstirn, doch Insider wissen natürlich, dass hier (wie so oft) der Schein trügt: Die »Via attrezzata Rino Pisetta«, vor gut fünfundzwanzig... weiter >

Sentiero Franco Galli

Er ist kein Berg wie jeder andere, der Monte Corno Battisti, doch das hat weniger mit seiner beherrschenden Position über dem mittleren Vallarsa zu tun, sondern historische Gründe. In der Nähe des Gipfels, am namenlosen Punkt 1778 auf der Karte des I.G.M., wurde im Juli 1916 Cesare Battisti von den Österreichern gefangen genommen. Battisti, Trentiner Patriot und treibende Kraft in der Bewegung der Irridenta, die für den Anschluss »unerlöster italienischer Volkstumsgebiete« an Italien kämpfte, kam vor ein Militärgericht, das ihn als Deserteur zum Tode verurteilte. So wurde er zum Volkshelden, und der Corno di Vallarsa erhielt einen neuen Namen. (Autor: Eugen E. Hüsler)Er ist kein Berg wie jeder andere, der Monte Corno Battisti, doch das hat weniger mit seiner beherrschenden Position über dem mittleren Vallarsa zu tun, sondern historische Gründe. In der Nähe des Gipfels, am namenlosen Punkt 1778 auf der Karte des I.G.M., wurde im... weiter >

Sentiero attrezzato Pasquale Baglioni

Am Pasubio ist er noch überall gegenwärtig, der Gebirgskrieg, obwohl es bald ein Jahrhundert her ist, dass hier der erste Schuss fiel. (Autor: Eugen E. Hüsler)Am Pasubio ist er noch überall gegenwärtig, der Gebirgskrieg, obwohl es bald ein Jahrhundert her ist, dass hier der erste Schuss fiel. So wirkt der Bergstock, von Narben übersät, mit den toten Augen der Stollenlöcher und dem Wegnetz, das alle Hänge durchzieht bis in... weiter >