JBerg-Verlag
Bergwandern
klettersteig

Klettersteig Seefeld: Am Freiunger Höhenweg

Anspruch:
schwer
Dauer:
09:00 Std.
Länge:
16 km
Aufstieg:
1550 m
Abstieg:
1750 m

Ein großartiger Felsgrat mit Tiefblicken ins Inntal. Die beiden Bahnhaltestellen von Reith und Hochzirl sind Ausgangs- und Endpunkt des vielleicht aussichtsreichsten Karwendelsteigs. Vom Freiunger Höhenweg aus reicht der Ausblick über das Inntal zum gegenüberliegenden Alpenhauptkamm.

Beschreibung

Von den Gleisen folgt man der Dorfstraße bis zur Kirche und zweigt dann links (Schild »Nördlinger Hütte«) und an der nächsten Gabelung wieder links ab und hält sich steil auf das Haus Zach zu. Direkt vor dessen Tor biegt rechts ein Fahrweg ab, der flacher durch schönen Mischwald weiterführt. Nach einiger Zeit zweigt man (beschildert) rechts in einen schönen Bergsteig ab, der in angenehmen Serpentinen bergan zieht. Man stößt auf eine Forststraße, der man kurz nach links folgt, um sie nach rechts wieder zu verlassen. Nach einem weiteren Anstieg quert der Weg flach nach Osten mit schönen Ausblicken nach Seefeld und zum Wetterstein. Man gelangt an einen Sattel, an dem ein Haus steht, und gewinnt dann im Latschengelände wieder zügig an Höhe. Schließlich erreicht man über einen Rücken die Nördlinger Hütte.

Von hier steigt man dem Schild »Freiunger Höhenweg« folgend nach Osten bergab. Der Weg quert einen Kessel und gelangt auf den Bergrücken des Ursprungssattels (hier ist der Abzweiger in Richtung Eppzirler Alm – siehe: Donnerwettertipp). Man bleibt weiter am Rücken (erst leicht ausgesetzte Stellen) und geht nun direkt auf die mächtigen Freiungtürme (2332 m) zu. Der Steig quert ansteigend ein Geröllfeld und führt durch erodiertes Gelände auf die Südflanke derselben. Mit einem vorerst letzten Anstieg erreicht man den Gipfelkamm und folgt diesem teils an der Scheitellinie, teils südlich davon. Im Folgenden wechseln sich An- und Abstiege, stahlseilgesicherte Stellen und reines Gehgelände ab, bis man die Scharte vor der Kuhlochspitze erreicht. (Diese kann man mit einem zusätzlichen Abstecher von insgesamt ca. 40 Minuten noch mitnehmen.)

An der Scharte wendet man sich nach rechts und quert absteigend zu einer Weggabelung südöstlich der Kuhlochspitze. (Wer einkehren möchte, kann hier wiederum nach links über das Solsteinhaus absteigen, zusätzlicher Zeitbedarf ca. 1 Std.) An der Gabelung folgt man rechts dem Wegweiser nach Hochzirl und gelangt somit schnell zum Kreuzjöchl, von wo man einen schönen Blick auf den zurückgelegten Weg hat.

Der Steig folgt dem bald mit Latschen bewachsenen Rücken nach Südosten bergab, quert im Wald als Pfad eine Wiese und führt hinab zur Solnalm. Hier stößt man auf den Hüttenweg des Solnsteinhauses, dem man nach rechts nach Hochzirl folgt. Nachdem man einen Bach gequert hat, geht es noch ein langes Stück über einen schön zu gehenden Fahrweg bergab. Man folgt immer der Beschilderung »Hochzirl«.

Wo der Fahrweg steiler wird, folgt man aber nicht dem Schild »Rundwanderung Hochzirl«, sondern weiter dem Fahrweg und zweigt weiter unten (wo dieser Rundwanderweg wieder hinzustößt) beschildert nach rechts ab. Über einen schönen flachen Pfad gelangt man zuletzt zur Bahnhaltestelle.

Touren-Charakter

Der Freiunger Höhenweg bietet überwältigende Ausblicke auf das Inntal und den Alpenhauptkamm. Es sind immer wieder kurze, leicht ausgesetzte, aber mit Stahlseilen gesicherte Passagen zu meistern. Ein Klettersteigset ist für Geübte nicht erforderlich. Nicht bei Gewittergefahr.

Ausgangspunkt

Bhf. Reith (1130 m)

Endpunkt

Bhf. Hochzirl (922 m)

Ausrüstung

Normale Bergwanderausrüstung

Tourvariante bei Donnerwetter

Sollte sich nach dem Anstieg zur Nördlinger Hütte doch ein Gewitter zusammenbrauen, kann man den Freiunger Höhenweg auch umgehen, indem man vom Ursprungssattel ein Stück zur Eppzirler Alm absteigt. Deutlich davor aber nach rechts die Kotzenreißen queren, um zur Eppzirler Scharte aufzusteigen, von wo es hinab zum Solsteinhaus geht.

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