Skitour

Skitour im Tölzer Land: Auf den Lerchkogel (1688 m)

Anspruch:
mittel
Dauer:
06:00 Std.
Länge:
14 km
Aufstieg:
900 m
Abstieg:
900 m

Sehr lange Straßen und unerschlossenes Tourengelände. Landschaftlich interessante, aber mühsame und lange Skitour ohne besondere Schwierigkeiten. Man muss rund eine Stunde lang die Ski auf der Straße von Fall durch das Dürrachtal schieben oder tragen. Da das nicht besonders verlockend ist, wird diese Strecke oft mit dem Mountainbike zurückgelegt. Möglich ist das, weil die asphaltierte Straße meist geräumt ist.

Lerchkogel SkitourSkitour, mittel
Balkon zum Karwendel - das Panorama vom Gipfel des Lerchkogel lässt kaum Wünsche offen.© Gerhard - stock.adobe.com

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Information

Busverbindung ab Bahnhof Lenggries; mit dem Auto von Lenggries, Tegernsee oder Achensee nach Fall

Beschreibung

Vom südlichen Ortsrand des nach dem Bau des Sylvensteinspeichers künstlich angelegten Dorfes Fall an der Absperrschranke vorbei und rund eine Stunde auf der Asphaltstraße durch das Dürrachtal.

Der Aufstieg zum Lerchkogel

Dem Fahrweg nach rechts zur Stierschlaghütte folgen und auf ihm zur Dürrach hinunterrutschen. Den wilden Bachgraben auf einer klotzigen Geschiebesperre queren und auf der Forststraße in Kehren zur Stierschlaghütte hinauf. Über der Hütte noch durch ein paar Straßenkehren und dann den Fahrweg nach rechts verlassend dem markierten Sommerweg durch schütteren Wald gegen Südosten folgen. Auf einem breiten Höhenrücken bleiben und weiter oben durch dichten Wald, bis sich endlich der Hang zurücklegt und freie Lichtungen erreicht werden. Durch eine breite Waldschneise in der gleichen Richtung weiter aufsteigen, in freies Almgelände und zum Lerchkogel-Niederleger (1337 m). Am Niederleger und der kleinen Kapelle halb links, um gegen Südosten über weites, freies Gelände aufzusteigen. Dabei muss man einen Bachgraben queren und kommt langsam wieder an den Waldrand heran.

Über den Sommerweg zum Gipfel

Durch eine breite Lichtung geht es nun in einen schwach ausgeprägten Sattel, von ihm etwas nach links und dann geringfügig abwärts an eine schütter bewaldete Steilstufe heran. Wer hier (bei geringer Schneehöhe) den Sommerweg findet, ist fein raus, denn dieser gibt die ideale Anstiegsroute an. Wem solches Glück nicht hold ist, muss über die unangenehme, aber meist harmlose Steilstufe hinaufspuren, bis die malerische Landschaft neben dem Lerchkogel-Hochleger erreicht wird. Dort links und in rund 20 Minuten durch eine breite Mulde gegen Osten hinauf. Die letzten Meter weicht man aus diesem Hang nach links aus, steigt im Krummholz auf und dann von Norden her zum Gipfelkreuz.  

Der Abstieg erfolgt entlang der Aufstiegsroute.

Touren-Charakter

Aus seinem Schattendasein kommt der Lerchkogel nicht heraus und wird sich wahrscheinlich nie zu einem richtigen Modeziel mausern. Der Anstiegsweg ist einfach zu weit und zu mühsam. Dieser bescheidene Gipfel liegt ziemlich abgelegen südlich des Sylvensteinsees hoch über Dürrach- und Bächental. Also gibt er ein schönes Ziel für Individualisten ab, die mit sich, ihren Kameraden und der winterlichen Bergwelt allein sein wollen.

Beste Jahreszeit

Winter

Ort

Lenggries

Ausgangspunkt

Fall (773 m)

Endpunkt

Fall (773 m)

Schwierigkeit

Exposition: Norden / Lawinengefahr: Mittel

Höchster Punkt

Lerchkogel (1688 m)

Information

Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung).

Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten.

Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen.

Europäische Lawinengefahrenskala 1 (gering) Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich. 2 (mäßig) Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten. 3 (erheblich) Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. 4 (groß) Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten. 5 (sehr groß) Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten.

Weitere Sicherheitsfaktoren: Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.

Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.