SKITOUR-AUSRÜSTUNG

Skitourenhosen: Das solltest du wissen

Skitourenhosen sind robuste Alleskönner für den Winter, die auf Skitour Komfort mit trockener Haut und Wetterschutz verbinden sollten. Wir zeigen dir, welche Modelle sich für welche Tourengeher am besten eignen. 

Beim Kauf von Skitourenhosen stellt sich oft die Frage zwischen Soft- oder Hardshell-Hose.
Beim Kauf von Skitourenhosen stellt sich oft die Frage zwischen Soft- oder Hardshell-Hose. © Foto: Adobe Stock/yanik88

Wer eine Skitour unternimmt, wird mit den gegensätzlichsten Situationen konfrontiert: einem bewegungsintensiven und anstrengenden, potentiell schweißtreibenden Aufstieg und einer Abfahrt mit kaltem Fahrtwind und möglichen Stürzen; beides bei Sonne, Schneefall oder auch Sturm. Die passende Skitourenbekleidung ist daher das A und O.

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Das beginnt bereits bei der Wahl der richtigen Skitourensocken und reicht bis zur Skibrille und Kopfbedeckung. Eine Quadratur dieses Kreises ist am ehesten mit robusten Softshellhosen möglich. Modelle mit wasserdichter Membran empfehlen sich nur für durchgehend unwirtliche Bedingungen am Berg.

Fast alle aktuellen Skitourenhosen besitzen zur Belüftung während des Aufstiegs seitliche Lüftungsschlitze mit Reißverschlüssen an den Oberschenkeln. Immer mehr Skitourenhosen sind so entworfen, dass sie sich ohne Umstände auch für Hochtouren oder als Regenhosen im Sommer eignen – keine schlechte Idee angesichts immer kürzerer Winter.

Skitourenhosen: Soft- oder Hardshell?

Alle Skitourenhosen müssen vor unwirtlicher Witterung schützen sowie strapazierfähig sein. Am besten punkten in dieser Hinsicht Softshellhosen, die sowohl äußerst dehnbar als auch am dampfdurchlässigsten sind.

Softshell ist ein Gemisch aus robustem, dehnbarem Nylon und elastischem Gummi (Elasthan). Wie dehnbar es im Einzelfall wirklich ist, lässt sich nur durchs Anprobieren herausfinden. Die Innenseite ist in der Regel aufgeraut, um mehr Schweißdampf bei höherem Klimakomfort durchzulassen oder – bei Kälte sinnvoller – mit dünnem, Schweiß absorbierendem Futter (Polyesterfleece oder dünneres gebürstetes Trikot) verklebt.

Wer auf Nummer sicher gehen will, der kauft eine dreilagige wasser- und winddichte Hose, bei der eine dichte, aber atmungsaktive Membran mit einem robusten Oberstoff und einem hautneutralen Polyestermaterial innen zu einem Dreilagen-Laminat verklebt wird.

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Diese Modelle lassen sich im Gegensatz zum Softshell auch als Regenhose im Sommer verwenden. Für den Winter allein reicht als Kompromiss eine Softshellhose mit einlaminierter, dehnbarer und winddichter Membran auch als Schutz gegen feuchten Schneefall völlig aus.

Skitourenhosen für alle Fälle: Was wichtig ist

  • Einen guten Kompromiss zwischen Witterungsschutz und Komfort bieten Hosen mit kompletter oder frontaler, dehnbarer winddichter Membran
  • Softshell-Hosen sind dampfdurchlässiger und dehnbarer als wasserdichte Modelle.
  • Schneefanghaken an den integrierten Gamaschen schützen davor, dass Schnee in die Stiefel gerät.
  • Wer die Skitourenhose auch für sommerliche Gletschertouren verwenden will, der sollte auf relativ geringes Gewicht, hohe Dehnbarkeit und gute Lüftung achten. Der Schneefang sollte Schnürungshaken und Schnurschlaufen besitzen, der Kantenschutz auch für Steigeisen taugen.
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Skitourenhosen im Test: Ein Fazit zum Kauf

Gefütterte Hosenbeine, integrierte Skigamaschen und Hosenträger – das waren bisher die Kennzeichen von Skitourenhosen.

Inzwischen gibt es neben diesem Klassiker zwei grundverschiedene Typen: Die Leichtvariante der dehnbaren Softshellhose ohne Schneefang oder Hosenträger, die sich auch auf Hochtouren verwenden lässt, und die wasserdichte Wetterschutzhose ohne Dehnung, die auch als Regenhose taugt. Solche Modelle sind im Prinzip ganzjährig einsetzbar – ein sinnvoller Trend angesichts der zunehmend kürzeren Wintersaison.

Für Skitouren entscheidend ist, dass die Hose winddicht ist – Wasserschutz ist zweitrangig. Dünnes oder fehlendes Futter lässt sich durch eine lange Unterhose ausgleichen.

Die Skitourenhose der Zukunft wird nicht nur variabler anzuwenden sein, sondern auch neue Maßstäbe im Komfort setzen: leichter, stark dehnbare Beinstulpen ohne Schneefang und ein optimal anpassbarer Bund mit Klettverstellung. Letzterer wird künftig hoffentlich auch bei anderen Hosenarten eingesetzt werden.

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