JBerg-Verlag
Wanderbuch
wandern

Wandern Zugspitz Region: Auf die Scheinbergspitze

Anspruch:
mittel
Dauer:
04:30 Std.
Länge:
8.5 km
Aufstieg:
850 m
Abstieg:
850 m

Aus schattigem Tal zu sonnenverwöhntem Gipfelhang. Der Nordanstieg der Ammergauer Scheinbergspitze ist bei Skitourengehern äußerst beliebt. Aber vergleichsweise wenige von diesen wissen, dass die Südseite des tollen Aussichtsgipfels vor allem als Herbstwanderung sehr zu empfehlen ist.

Beschreibung

Erst knirschen gefrorene Grashalme unter den Schritten. Und keine Viertelstunde später verschwindet die Fleecejacke auch schon im Rucksack. Der lichte, blätterlose Bergmischwald hindert die Herbstsonne nämlich kaum daran, den Berghang zügig zu erwärmen. Einen solch tollen Temperaturgegensatz kann man am Fuße der Ammergauer Scheinbergspitze vor allem im Spätherbst erleben, wenn erste Raureifnächte den Talboden bereits mit weißen Eisnadeln überzogen haben.

Vom Wanderparkplatz aus überquert man einen Bach und wandert zunächst auf einer Forststraße weiter. Diese verlässt man an der zweiten großen Kehre nach rechts, indem man dem Wegweiser Richtung »Scheinbergspitze« folgt. Ein schmaler Bergweg führt im lichten Bergwald nun ein Stück lang steiler empor, wodurch man schnell an Höhe gewinnt. Nach einer längeren Querung in freierem Gelände geht es noch einmal im Wald über Serpentinen bergan. Langsam lösen Latschen den Fichtenbergwald ab, wodurch die ersten klasse Ausblicke auf das Ammertal frei werden. Der Steig wird nun zunehmend felsiger und an ein, zwei kurzen Stellen muss man vielleicht auch einmal die Hände zu Hilfe nehmen. Hinter einem Latschenaufschwung legt sich das Gelände zurück und man wandert über einen Rücken, von dem aus man den schönen Gipfelhang bereits vor sich aufragen sieht. Noch einmal kann man so richtig durchschnaufen. Denn der Rücken führt ein Stück zuerst noch bergab, um zum freien, südseitigen Gipfelanstieg und zum Schluss problemlos zum 1926 Meter hohen Gipfelkreuz hinzuleiten.

Das großartige Scheinbergspitze-Panorama reicht vom Wettersteingebirge mit der Zugspitze im Südosten bis zum Forggensee im Nordwesten, hinter dem sich die Blicke im weiten Allgäuer Voralpenland verlieren. Besonders beeindruckend ist auch der Tiefblick ins Ammertal und hinüber zur steil aufragenden Kreuzspitze. Und mit etwas Glück bekommt man auch ein paar Gämsen oder sogar den ein oder anderen Kolkraben zu Gesicht. Schließlich befindet man sich mitten im Naturschutzgebiet Ammergauer Alpen.

Hat man sich ausgiebig sattgesehen und gegessen, geht es auf demselben Weg wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Touren-Charakter

Technisch unschwere Bergtour, die im letzten Drittel etwas Trittsicherheit erfordert. Tolle Ausblicke ins Ammertal und die gegenüber aufragende Kreuzspitze

Ausgangspunkt

Wanderparkplatz ca. 500 Meter vor der Staatsgrenze

Endpunkt

Wanderparkplatz ca. 500 Meter vor der Staatsgrenze
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