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Zeit zum Wandern
wandern

Wandern Weserbergland: Opferstein in den ­Königstannen

Anspruch:
leicht
Dauer:
01:50 Std.
Länge:
7 km
Aufstieg:
60 m
Abstieg:
60 m

Der Teutoburger Wald ist voller Zeugnisse der Megalithkultur, deren gewaltige Vorgeschichtsdenkmäler oftmals mit Namen wie Sünden- oder Teufelsstein bedacht wurden. In den Waldstücken am Bissendorfer Burgenweg sind mehrere dieser sagenumwobenen Steine zu finden.

Beschreibung

Der Wegverlauf

Der Wanderparkplatz Oberheide liegt im Nordosten der Gemeinde Bissendorf zwischen den Waldstücken Oberheide im Norden und Schelentannen. Vom Parkplatz führt der mit dem Buchstaben »B« markierte Bissendorfer Burgenweg südwärts durch die Schelentannen und an der ersten Verzweigung links. Der Weg ist passagenweise grasig, doch das ändert sich, wenn er vor dem nächsten Waldrand in der Nähe eines Gehöfts auf einen Forstweg mündet. Hier zweigt die Burgenweg-Markierung rechts ab und leitet bequem von den Schelentannen in die Königstannen, mehrfach fallen in den Wäldern kleine Findlinge auf. Kurz nach Passieren einer mit zwei großen Findlingen bezeichneten Waldwegekreuzung führt der Weg an Hügelgräbern vorbei, wenig später ist der Gramberger Opferstein (0:35 Std.) in den Königstannen ausgeschildert: Ein Pfad führt zu diesem vier mal dreieinhalb Meter langen Granitblock, der bis zu 140 Zentimeter hoch ist und inmitten eines Kreises aus alten Tannen lagert.

Vom Opferstein kehren wir zurück zum Forstweg und folgen ihm rechts, weiterhin geleitet von der »B«-Markierung. An der nächsten Wegekreuzung (Sitzbank) wechselt unsere Markierung auf einen alleeartig von schönen Laubbäumen flankierten Weg, der zu einem einsam am Waldsaum gelegenen, reich mit Fachwerk verzierten Hof leitet. Kurz nach Passieren des Hofs erreichen wir das ausgeschilderte Naturdenkmal Hünengrab (0:45 Std.), ein in seiner Größe beeindruckendes Megalithgrab von zehn Metern Länge und drei Metern Breite. Unter den Buchen, Eichen und Birken, die dieses Großsteingrab beschirmen, fällt der Blick hinaus auf grünes Wiesenland – ein kleines Idyll im Wierautal. Bei archäologischen Grabungen im Jahr 1870 wurden hier Beile, Knochenreste, Kohlestücke und Keramiken zu Tage gefördert.

Vom Hünengrab kehren wir auf demselben Weg am Hof vorbei zur letzten Wegekreuzung (Sitzbank), zweigen hier links ab und entdecken die Rundwandermarkierung »17«, die uns schon am Anfang der Wanderung zusätzlich geführt hat. Nun leitet sie westwärts durch den Wald, zweigt am Waldsaum rechts ab und erreicht im Wald die Verzweigung Lohbrink (1:10 Std.). Folgt man der »17« hier rechts und gleich links, ist man schon zurück am Ausgangspunkt, weshalb wir der »18« links über den Lohbrink folgen, nach Queren der Landstraße geradeaus, bald links schwingend und vor einem Gehöft rechts auf dem Heggenweg, bis gleich darauf an der Abzweigung Osterheide  (1:30 Std.) die bekannte »B«-Markierung des Bissendorfer Burgenwegs wieder auftaucht und rechts zurück zum Ausgangspunkt führt, dem Wanderparkplatz Oberheide  (1:50 Std.).

Opfersteine und Straße der Megalithkultur

Fast zahllos sind im Teutoburger Wald Findlinge und anstehende Felsen, die den Legenden zufolge in grauer Vorzeit Opfersteine gewesen seien, etwa der Butterstein auf dem Gattberg oder der 66-Näpfchenstein von Restrup in der Bippener Maiburg. Viele von ihnen werden der jungsteinzeitlichen Megalithkultur zugeordnet. Wie Perlen an einer Schnur verbindet die 2009 als Ferienstraße eröffnete »Straße der Megalithkultur« mehr als 30 Einzelsteine und Großsteinkomplexe. Die Straße der Megalithkultur beginnt in Osnabrück, führt zum Süntelstein auf dem Wiehengebirge und zu den Helmichsteinen bei Rulle und erreicht in der Bippener Maiburg den äußersten Nordwesten des Teutoburger-Wald-Naturparks TERRA.vita.

Touren-Charakter

Bequeme Wald- und Forstwege sowie kurze pfadartige Passagen

Ausgangspunkt

Oberheide (129m), Wanderparkplatz im Nordosten der Gemeinde Bissendorf an der Abzweigung der Straße In der Oberheide von der Bad Essener Straße GPS-Koordinaten: 52.30174°N, 8.28684°E

Bissendorfer Waldbad

Das Bissendorfer Waldbad am Weldeweg in Schledehausen lädt nach der Wanderung durch die Schelentannen zum Sprung ins kühle Nass ein. Bei kühler Witterung bringt eine Solaranlage das Wasser im Schwimmbecken auf angenehme Badetemperaturen. Der Sprungturm des 1927 angelegten Waldbads wurde 1939 errichtet, 1990 wurde die Anlage saniert.

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Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.