Skitour

Skitour in Tirol: Grubigstein

Anspruch:
leicht
Dauer:
04:00 Std.
Länge:
6 km
Aufstieg:
1200 m
Abstieg:
1200 m

Die Skiarena am Grubigstein erlaubt brettelschonende Abfahrten schon bei geringen Schneehöhen. Nur der steile Gipfelanstieg wird bei solchen Verhältnissen zur Belastungsprobe für Material und Nerven des Tourengehers. Interessant ist übrigens die Schau vom Grubigstein. Die Mieminger Gruppe, das gewaltige Zugspitzmassiv und die südlichen Ammergauer Alpen jenseits des Zwischentorentals zeigen sich von dort oben in eindrucksvoller Schönheit. 

Information

 

Mit Bahn, Linienbus oder Auto ab Garmisch-Partenkirchen oder Reutte

Beschreibung

Diese Skiroute zum Grubigstein befindet sich mitten im bekannten Skigebiet Grubigstein im österreichischen Tirol. Zu Beginn wandert man entlnag der Piste, später geht es dann abseits weiter zum Gipfel des Grubigsteins.

Aufstieg zum Grubigstein

Vom Liftparkplatz des Grubigsteins unter dem Wald nach Südosten und dann nach rechts in freie Hänge hinein und über den ausgedehnten Skihang nach Süden, später Südwesten in mäßiger Steigung bis zur Seilbahn-Mittelstation Grubigsteinn (1338 m) aufsteigen. Auf der schattigen Piste durch einen steilen Waldhang gegen Westen hinauf, auf der Höhe von etwa 1500 Meter links abzweigen und in recht steilem Hang nach Süden weiter. Anschließend in einer breiten Lichtung in weit ausholenden Kehren hinauf, auf ein kurzes Stück nach Osten abdrehen, um dann wieder nach Süden aufzusteigen. Der Wald lichtet sich bei rund 1750 Meter, und die Route flacht etwas ab, führt unter mehreren Seilbahnkabeln hindurch und am Grubigsteinhaus (2028 m) südlich vorbei.

Abseits der Piste zum Grubigstein

Dort wird der Skipistenbereich verlassen und es geht stramm in den Gipfelhang hinein, der sich immer steiler nach Westen aufschwingt. Schließlich kommt man an einem oft überwechteten Grat an. Dort stellt man die Ski ab und geht die letzten 10 Meter gegen Norden zum Kreuz hinüber. Nur bei gutem Stapfschnee darf man den Übergang (zu Fuß) zum Grubigstein-Hauptgipfel riskieren, da dieser Bereich sehr oft von Lawinen bedroht ist.

Abfahrt vom Grubigstein

Entlang der Aufstiegsroute.

Touren-Charakter

 

Bis zum Gipfelanstieg verläuft diese Skitour im Pistenbereich und ist deshalb auch für Skitouren-Neulinge leicht zu bewältigen. Die Etappe über dem Grubigsteinhaus bis zum Gipfel ist allerdings ziemlich steil und bisweilen von Lawinen bedroht. Vorsicht, Wechten unmittelbar unter dem Gipfel!

Beste Jahreszeit

Winter

Ausgangspunkt

 

Lermoos, Parkplatz am nordwestlichen Sessellift der Grubigsteinbahn (1010 m)

Endpunkt

Wie Ausgangspunkt

Hütten

Wolfratshauser Hütte und Gipfelhaus Grubigstein

Information

Lawinengefahr-Beurteilung - Bei allen Routen wird die Haupthimmelsrichtung (Exposition) der Hänge angegeben. Erfahrene können abschätzen, mit welcher Schneebeschaffenheit zu rechnen ist. Während nach Schneefall bei strengen Frostperioden sogar auf Südhängen Pulverschnee zu erwarten ist, kann es dort im Frühjahr traumhaften Firn geben. Osthänge sind in der Regel weitaus stärker von Lawinen bedroht als Westhänge (Schneeverfrachtung). Das in den Tourenangaben erwähnte Lawinenrisiko bezieht sich ausschließlich auf die Geländebedingungen. Die tatsächliche Lawinengefahr kann – abhängig von den jeweiligen Wetterverhältnissen – erheblich von den Angaben im Buch abweichen. Steile, der Sonne ausgesetzte Grashänge sind allgemein stärker von Lawinen bedroht als felsdurchsetzte Hänge oder Waldbereiche. Unabhängig von diesen Angaben muss man sich vor jeder Tour unbedingt über die Lawinensituation erkundigen und dementsprechend das Tourenziel auswählen oder auch gänzlich auf eine Tour verzichten. Lawinenlagebericht abfragen. Route nach den jeweiligen Gegebenheiten (Hangneigung, Himmelsrichtung, Untergrund) wählen. Tour bei erhöhtem Risiko abbrechen. Tageszeitliche Änderung der Situation (besonders bei Frühjahrstouren) beachten. Verschüttetensuchgerät eingeschaltet am Körper tragen. Lawinenschaufel (und eventuell Lawinenairbag, Lawinensonde) mitnehmen.

Europäische Lawinengefahrenskala:

1 (gering): Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich.

2 (mäßig): Die Schneedecke ist in einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt. Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.

3 (erheblich): Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich.

4 (groß): Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten.

5 (sehr groß): Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil. Spontan sind viele große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten.

Weitere Sicherheitsfaktoren

Wechten beachten: Niemals bis auf die Scheitelstrecke von Graten gehen, vor allem, wenn diese von unten nicht einsehbar sind. Vorsicht auf Gipfeln. Absturzgefahr: Felsige oder vereiste Anstiege nur mit entsprechender Ausrüstung (Harscheisen oder Steigeisen) durchführen. Lieber auf einen ausgesetzten Gipfelanstieg verzichten, als abstürzen. Einwandfreie Beherrschung von Aufstiegs- (Spitzkehren!) und Abfahrtstechnik nötig. Überanstrengung: Tour richtig (nach dem schwächsten Teilnehmer) auswählen, Pausen einlegen, eventuell Tour abbrechen. Einkalkulieren, dass auch die Abfahrt – je nach Schneebeschaffenheit viel Kraft kosten kann.

 

 

Abfahrtsvariante: Bei ordentlicher Schneelage (besser im Frühjahr) lohnt es sich, von der Aufstiegsroute nach links (Nordwesten) abzubiegen und auf der gering abfallenden Piste in Richtung Wolfratshauser Hütte abzufahren. In einem weiten Kar die Skipiste nach rechts verlassen und gegen Nordosten durch einen Graben hinunter, bis schließlich wieder die Piste erreicht wird, auf der man zum Ausgangspunkt hinausschwingt.

Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.