JBerg-Verlag
Bergwandern
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Wandern Zugspitz Region: Von Mittenwald auf den Wörner

Anspruch:
schwer
Dauer:
08:00 Std.
Länge:
15 km
Aufstieg:
1580 m
Abstieg:
1580 m

Auf den westlichen Karwendel-Eckpfeiler. Bereits auf der Anfahrt rückt hinter Klais der beeindruckende Wörner ins Blickfeld. Schaut man genauer hin, kann man fast nicht glauben, dass seine große, felsige Gipfelflanke ohne Kletterseil zu schaffen ist.

Beschreibung

Doch der Anstieg ist für Karwendelverhältnisse außergewöhnlich fest und griffig, was die wegbetreuende DAV-Sektion Hochland schon vor Jahrzehnten dazu bewogen hat, den leichtesten Weg zum Gipfelweg mit roten Punkten zu markieren.

Vom oberen Ende des Parkplatzes folgt man nicht dem Fahrweg, sondern einem deutlichen, nach Süden abzweigenden Weg in den Wald. Dieser ist weder mit Wegweisern versehen noch markiert. Er führt durch den Bergwald hinauf zu einem Fahrweg, wo ebenfalls kein Wegweiser steht. Hier hat man zwei Möglichkeiten: Man kann entweder der Straße nach links folgen, um nach wenigen Hundert Metern dem beschilderten Anstieg zur Rehbergalm zu folgen (Weg Nr. 264). Oder man nimmt diesen Weg erst als Abstiegsweg und benutzt folgende meiner Meinung nach sehr schöne Variante für den Anstieg:

Für diese folgt man der Straße nach rechts und zweigt von ihr nach wenigen Hundert Metern nach links ab. Dabei muss man gut aufpassen, denn dieser Anstieg ist unbeschildert. Es weist aber ein großer roter, an einem Baumstamm eingeschnittener Pfeil auf den Anstieg hin. Dieser führt als schmaler Bergpfad erst einen steilen Waldhang hinauf und quert dann sehr schön in angenehmer Steigung die Waldhänge in Richtung Osten (immer wieder etwas verblichene rote Punkte an Bäumen). Nachdem von rechts ein weiterer Steig hinzugestoßen ist, wird der Pfad etwas breiter und führt dann im Hochwald nach Norden hinauf zur großen Almfläche am Rehberg. Hier stößt am Wegweiser mit dem Geländepunkt »Rehberg« von links der o. a. Anstieg zur Rehbergalm hinzu. Gemeinsam geht es nach rechts zum Waldrand und hier an der Gabelung links in Richtung »Wörnersattel«.

Kurz etwas steiler, dann noch einmal an einer Wiesenfläche flacher, erreicht man einen breiten Bergrücken, der bald im Latschengelände immer in Richtung Osten führt. Bei einer unbeschilderten Gabelung muss man kurz aufpassen: Hier heißt es nicht geradeaus, sondern links zu gehen. Immer dem Rücken folgend, erreicht man mit wunderschönen Aussichten das kleine Gipfelkreuz des Steinkarkopfes (1979 m), das sich für eine Rast anbietet.

Danach geht es immer dem Rücken folgend nach Osten weiter zum Wörnersattel, wo man am Felsfuß auch schon das Schild zum felsigen Wörnergipfelanstieg findet. Die ersten Meter geben bereits einen Vorgeschmack darauf. Gleich danach geht es aber zunächst wieder im Gehgelände nun natürlich steiler bergan. Nachdem es wieder felsiger wird, leiten die roten Punkte nach rechts auf einen kleinen Absatz, von wo es weiter nach rechts bergab und auf einem deutlichen Band wieder bergauf geht. Man erreicht eine Rinne, wo ein großer roter Pfeil nach links hinaufweist.

Diesem folgt man ganz kurz in die Rinne und steigt dann, immer den roten Punkten folgend, rechts aus ihr heraus. Nun folgt die wohl anspruchsvollste Passage der Tour. In anhaltend leichtem Klettergelände (maximal II UIAA) geht es leicht rechts haltend zügig aufwärts. Dann wendet sich der Anstieg wieder etwas nach links und über eine kleinere Felsrinne gelangt man auf einen Absatz. Hier führt die Route nach links kurz bergab und dann einer unschweren Felsrinne folgend hinauf zum Gipfelrücken, über den man unschwer den höchsten Punkt mit 2474 Metern erreicht. Die Aussicht vom Wörner ist besonders großartig, weil sie einerseits im Westen zum lieblichen Werdenfelser Land mit dem dahinter aufragenden Wettersteingebirge, andererseits zum beeindruckenden Karwendelhauptkamm reicht.

Der Abstieg erfolgt bis zum Wegweiser am Rehberg auf gleichem Weg. Hier folgt man aber der Wiese geradeaus nach Westen zur nahen Rehbergalm, hinter der es nach links in den Wald geht. Dort zweigt man an einer Gabelung nach rechts in Richtung Mittenwald ab und folgt nun ohne jegliche Orientierungsschwierigkeiten dem schönen Weg, der zunächst rechts über sanfte, zuletzt steilere Waldhänge zum Fahrweg vom Anfang der Tour hinabführt. Hier folgt man am besten nicht der Beschilderung nach rechts, sondern der Straße nach links, um bald den Punkt zu erreichen, wo der Fußweg vom Beginn der Tour rechts hinab zum Parkplatz führt.

Touren-Charakter

Landschaftlich großartige Bergtour. Ab Wörnersattel 500Hm in Schrofen und Felsbereich mit Schwierigkeiten bis II UIAA

Ausgangspunkt

Parkplatz östlich der Kasernen von Mittenwald (920 m)

Endpunkt

Parkplatz östlich der Kasernen von Mittenwald (920 m)

Ausrüstung

Normale Bergwanderausrüstung, ein Steinschlaghelm ist an Wochenenden u.U. empfehlenswert.

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