JBerg-Verlag
Bergwandern
wandern

Wandern Zugspitz Region: Auf den Schachen

Anspruch:
mittel
Dauer:
07:15 Std.
Länge:
20.1 km
Aufstieg:
1030 m
Abstieg:
1030 m

Königshaus, Pavillon und Berghütte. Der Weg zum Schachen ist weit und etwas monoton. Die Aussicht dort oben entschädigt aber für die Mühen. Zudem lohnt eine Einkehr in einer gemütlichen Berghütte und die Besichtigung des Königshauses, das der bayerische König LudwigII. von 1869 bis 1872 erbauen ließ.

Beschreibung

Zur Wettersteinalm 

Vom Wanderparkplatz in Elmau gehen wir ein Stück auf der Fahrstraße zurück, zweigen gleich nach rechts ab und gelangen so leicht bergab in das Tal des Elmauer Baches. Der Forstweg neben dem Bach ist zu Beginn recht eben. Zwischendrin steilt er aber ziemlich auf, bevor er wieder sehr flach zur ersten Verzweigung führt. Dort halten wir uns, den Schildern zum Schachen folgend, nach links. Der Weg leitet bergauf zu einer weiteren Abzweigung. Diese führt zum Ferchensee in der Nähe von Mittenwald. Auch diese Abzweigung lassen wir unberücksichtigt und folgen dem rechten Fahrweg. Dieser steigt nun ein ganzes Stück ziemlich kontinuierlich bergauf. Er führt oberhalb des Laingrabens entlang in Richtung Süden. Zum Ende hin wird der Weg auch etwas schmäler und deutlich steiniger.

Zum Schachen 

Kurz vor der Wettersteinalm teilt sich der Weg. Während es links zur Alm geht, wandern wir rechts auf dem Königsweg weiter in Richtung Schachen. Dieser führt von der Wegverzweigung kurz von der Alm herauf. Nun überwindet der Weg einige Kehren und führt in einen kleinen Sattel. Anschließend wandert man leicht abwärts. Der Königsweg führt dabei in einem Bogen um den Steilenberg, steigt anschließend leicht bergan, an einer Forstdiensthütte vorbei und gelangt nun wieder flacher bis unter das Königshaus. Der restliche Anstieg führt nun in ein paar Kehren direkt hoch zum Alpenblumengarten und in wenigen Minuten zum Königshaus auf dem Schachen (1866 m). Wenige Meter unterhalb des Schachenschlosses kann man im Schachenhaus einkehren, die Unterkunftshäuser daneben bieten bis zu 70 Wanderern Übernachtungsmöglichkeiten.Wie schon beschrieben ist die Aussicht von hier besonders schön. Vor allem nach Norden über Partenkirchen hinweg bis ins Werdenfelser Land bietet sich ein ungehinderter Blick. Ein noch schönerer Aussichtspunkt befindet sich fünf Minuten vom Königshaus in Richtung Reintal. Der ebene Weg führt zum Aussichtspavillon, in dem sich König Ludwig II. auch gerne das Abendmahl servieren ließ. Die Aussicht auf das Reintal zeigt den Anstieg zur Zugspitze durch das lange Tal. Aber auch die Alpspitze mit ihrer Ostflanke und der Blick ins Oberreintal, das Revier der Kletterer, ist beeindruckend. Wer genau hinschaut, kann dabei auch die kleine Oberreintalhütte erkennen. Im Frühsommer lohnt auch der unterhalb des Schlosses befindliche Botanische Alpengarten mit seltener alpiner Flora einen Besuch.

Über das Schachentor Nach einer ausgiebigen Rast und vielleicht einer Besichtigung des Königshauses machen wir uns an den Abstieg. Dieser führt uns erstmals wieder ein paar Kehren bergab bis in die Senke vor dem Schachentorkopf. Hier zweigt nach schräg rechts ein Steig ab, der zuerst steil ­ansteigt. Wir erreichen eine Schuttreiße unter eindrucksvollen ­Fels­wänden. Diese queren wir nach links ins Schachentor. Hier lohnt sich noch einmal ein Rückblick zum Königshaus mit der darüber aufragenden Alpspitze. Da dieser Steig nicht ausgeschildert ist, ist es hier deutlich ruhiger als auf dem viel begangenen Königsweg. Gerade deshalb lohnt sich der kleine Ausflug in das Natur­schutzgebiet als Abstieg. Der Steig führt nun auf der Ostseite steil bergab. Hier sollte man bei Nässe etwas vorsichtig sein, da es leicht rutschig sein kann. Insgesamt ist der Abstieg aber ebenfalls problemlos.

Unterhalb des Schachentors achten wir darauf, nicht den roten Markierungen zu folgen, die nach rechts abzweigen. Diese führen durch das Angerloch zur Meilerhütte. Geradeaus gelangen wir schon bald zum Talboden, der im Süden von mächtigen Felswänden begrenzt wird, und wandern weiter in ein romantisches Waldstück. Wir gehen noch ein Stück talauswärts in Richtung Wettersteinalm (1464 m), die wir über einige steilere ­Serpentinen er­reichen. Hier lohnt es sich, noch einmal eine kurze Rast ein­zulegen. Der weitere Abstieg erfolgt nun auf dem vom Hinweg bekannten, nicht enden wollenden Forstweg zurück zum Wander­parkplatz in Elmau.

Touren-Charakter

Schotterstraße bis zum Schachen. Abstieg über das Schachentor, schmaler Steig.

Ausgangspunkt

Wanderparkplatz bei Schloss Elmau, GPS 47.461252, 11.017611

Endpunkt

Wanderparkplatz bei Schloss Elmau, GPS 47.461252, 11.017611

Bike & Hike

Bis zur Wettersteinalm bietet sich auch eine Auffahrt mit dem Mountainbike an. Auch wenn man an der einen oder anderen Stelle schiebt, so lohnt sich das Bike vor allem bei der Abfahrt, wenn man die langen Forstwege hinabfahren kann. Das Rad stellt man dann am besten bei der Wettersteinalm ab und wandert nach rechts über eine Wiese zum Königsweg.

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Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.