JBerg-Verlag
Bergwandern
wandern

Wandern Tölzer Land: Auf die Hochalm

Anspruch:
mittel
Dauer:
04:00 Std.
Länge:
7.5 km
Aufstieg:
650 m
Abstieg:
650 m

Picknickloge über dem Isarwinkel. Der Name Hochalm ist eigentlich irreführend. Mit nur knapp zwei Stunden Aufstieg sind wir sicherlich nicht »hoch« in den Bergen. So unscheinbar der Berg ist - von unten kann man ihn kaum ausmachen -, so spektakulär ist die Aussicht von oben über das Isartal. Es fällt schwer, diesen Logenplatz zu verlassen, um beim letzten Licht sicher den Parkplatz zu erreichen.

Am breiten Gipfelplateau der Hochalm finden alle einen ruhigen Rastplatz.wandern, mittel
Am breiten Gipfelplateau der Hochalm finden alle einen ruhigen Rastplatz.© Wilfried Bahnmüller, Lisa Bahnmüller
Beschreibung

Vom Parkplatz an der Alpenstraße steigen wir den kleinen Forstweg hinauf, die Hochalm ist ausgeschildert. Nach nur wenigen Schritten queren wir den Gerstenrieder Graben mit seinem wild sprudelnden Bergbach, dahinter setzt sich unser Weg fort. Der Weg wird schmaler und folgt der Hangkante zum Gerstenrieder Graben nach links. Rasch gewinnen wir an Höhe und erreichen auf einem Sattel die Höllein-Alm, an der auch der Aufstiegsweg vom Achenpass zu uns stößt.

Wir halten uns links und durch lichten Mischwald geht es weiter bergan. Schließlich erreichen wir die Wiesen der Mitteralm. Sie besuchen wir beim Rückweg, jetzt steigen wir nach links ein letztes Stück durch den Wald zum flachen Gipfelplateau der Hochalm hinauf. Wir genießen die weite Aussicht über das Isartal und auf alle umliegenden Berge bis weit in das Karwendelgebirge hinein. Und wenn wirklich einmal mehr Wanderer den Weg hierherauf gefunden haben, so bietet das großzügige Gipfelplateau genügend Platz für ruhige, einsame Gipfelpausen.

Nach der Schaurast geht es wieder zur Mitteralm hinunter, diesmal mit toller Sicht Richtung Süden, denn die ist uns beim Aufstieg, da sie hinter unserem Rücken lag, entgangen. An der Alm angekommen hoffen wir, dass die Sennerin Zeit hat, uns Getränke und etwas von ihrem leckeren Käse zu verkaufen. Rund um die Alm grasen einige Schafe und Ziegen, die Rohstofflieferanten für den würzigen Almkäse. Bei genauerem Hinsehen entdecken wir, dass es sich um ganz besondere Schafe handelt: Das Krainer Steinschaf ist eine vom Aussterben bedrohte Rasse und wird oft als »das Milchschaf der Alpen« beschrieben. Da die Sennerin normalerweise sehr beschäftigt ist, deponierte sie bis vor einigen Jahren einen Getränkekasten im Brunnen vor der Hütte. Dort durften sich die Wanderer selbst bedienen und das Geld in eine angebrachte Blechdose stecken – so musste keiner durstig bleiben. Nachdem es mit der Ehrlichkeit einiger Bergsteiger nicht mehr weit her war, musste die Sennerin diese nette Vertrauensgeste einstellen. Jetzt gibt es nur noch etwas zu trinken und zu essen, wenn sie Zeit hat. Dafür schmecken dann die Brotzeiten mit dem selbst gemachten Käse, mit Schinken, Geräuchertem und Würsten aus Schaffleisch besonders gut. Nach dem Besuch der Alm geht es dann auf dem Hinweg wieder zurück ins Tal.

Touren-Charakter

Schöne Bergtour auf einen aussichtsreichen Gipfel mit anschließender Einkehr in der Alm; gute Wanderwege und Pfade, etwas Trittsicherheit ist erforderlich. Rückweg erfolgt auf dem Hinweg.

Ausgangspunkt

Parkplatz an der 307 nahe dem Sylvensteinspeicher

Endpunkt

Parkplatz an der 307 nahe dem Sylvensteinspeicher
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Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.