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Erlebnis Wandern
wandern

Wandern Südtirol: Pfitschkopf und Obisellalm

Anspruch:
mittel
Dauer:
04:30 Std.
Länge:
8 km
Aufstieg:
900 m
Abstieg:
900 m

Kleinode über dem Saltauser Tal. Oberhalb der Karschwelle des wilden Saltauser Hängetals verbirgt sich in aller Abgeschiedenheit der Obisellsee mit der gleichnamigen Alm. Einen sehr interessanten Zugang gibt es über die aussichtsreiche Bergschulter am Pfitschkopf, bei den Einheimischen auch als Hahnenkamm geläufig.

Das wuchtige Hirzermassiv als optisches gegenüberwandern, mittel
Das wuchtige Hirzermassiv als optisches gegenüber© Mark Zahel
Beschreibung

Die Hahnenkammroute

Direkt am Parkplatz bei Öberst geht es der Beschilderung »Hahnenkamm, Obisellalm« nach in den nahen Wald. Der Weg (Nr. 21a) vollzieht in angenehmer Steigung einige Serpentinen und kreuzt auch mal eine Forststraße. Man erreicht den Bergrücken des Heinschbichl und steht kurz darauf oberhalb der Waldgrenze mit tollem Blick auf Meran. Nun weiter dem Rücken folgend zur Hahnenkammhütte der Hirten, wo bereits ein Flankensteig zur Obisellalm abzweigt. Wir wollen freilich nicht auf die letzten Meter zum kreuzgeschmückten Pfitschkopf (Hahnenkamm, 2120 m) verzichten, um uns dort am großartigen Rundumblick zu berauschen. Die Überschreitung dieser ausladenden Gratschulter leitet bald in die rechtsseitige Flanke hinein.

In leichtem Auf und Ab einige Geländestrukturen ausgehend, nähert man sich der Karschwelle über dem tief eingeschnittenen Saltauser Tal und betritt damit den romantischen Obisellkessel. Über einen flachen Boden tauchen in Kürze auch die Obere Obisellalm (2160 m) sowie der hübsche Bergsee auf. Beim Abstieg halten wir uns an der Karschwelle mehr geradeaus und überwinden mit Nr. 5 direkt den steilen Riegel zur Abstufung der Unteren Obisellalm (2002 m).

Auf gutem, aber ziemlich steilem Weg geht es zwischen Tobeln, Felsgeschröf und Alpenrosenbeständen tiefer, wobei hin und wieder eine geschickte Traverse eingestreut wird. Später nach rechts hinüber und auf einem Forstweg Richtung Öbersthöfe hinaus.

Touren-Charakter

Normale Bergsteige, ordentlich angelegt und bezeichnet. Zuweilen jedoch steiles Gelände, deshalb kann Trittsicherheit nicht schaden. Mäßiges Tagesprogramm.

Beste Jahreszeit

Mitte Juni bis in den Oktober

Ort

Riffian (502 m) im Außerpasseier

Ausgangspunkt

Parkplatz bei den Öbersthöfen (1387m) in der Streusiedlung Vernuer; Abzweig der Zufahrt zwischen Riffian und Saltaus

Route

Öberst - Pfitschkopf 2Std. - Obere Obisellalm 1Std. - Öberst 1.30Std.; insgesamt 4.30Std.

Information

Aufstieg/Abstieg Etwa 900 Hm

An einem langen Junitag

Nach einer anderen Erkundung war es bereits Nachmittag, als ich diese Tour von den höchstgelegenen Höfen des Streuweilers Vernuer aus startete. Würde es sich überhaupt noch ausgehen? Doch die friedvolle Stille des Obisellkessels, der nette Plausch mit den Almpächtern, begleitet von dem einen oder anderen Glas Roten, ließ beinahe die Zeit vergessen. Erst als der Hirzer das letzte Licht der Abendsonne einfing, kehrte ich aus der Idylle über dem Saltauser Tal zurück in die alltägliche Welt ...

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