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Erlebnis Wandern
wandern

Wandern Südtirol: Fernerköpfl (3251 m)

Anspruch:
mittel
Dauer:
08:30 Std.
Aufstieg:
1720 m
Abstieg:
1720 m

Hüttengipfel der Rieserfernerhütte. Das Fernerköpfl ist eigentlich nur ein kleiner Gipfel zwischen den mächtigeren Magerstein und Schneebiger Nock. Durch den leichten Anstieg von der hoch gelegenen Rieserfernerhütte hat es sich zu einem beliebten Wanderdreitausender entwickelt.

Beschreibung

Zur Rieserfernerhütte   Wir parken unser Auto an der Reintalstraße vor Rein (1525 m) und wandern auf dem Weg Nr. 3 in Richtung Gelttal. Dieser Weg wird Erlanger Weg genannt und wurde 1902 von der Sektion Erlangen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins als Zugang für die damals neu erbaute Fürther Hütte angelegt. Wir folgen dem Steig durch den Wald hinauf ins breite Tal. Bald schon verlassen wir den Wald und gelangen zur Äußeren Gelttal-Alm. Weiter geht’s zur nächsten Alm, der Inneren Gelttal-Alm. Der Weg verläuft wunderschön entlang des rauschenden Geltbachs. Noch ein Stück gehen wir im Talboden taleinwärts, dann wird der Weg am Ende des Talbodens deutlich steiler. Auch das sanfte Almgelände hat sich inzwischen zu grobem Blockwerk gewandelt. Über dieses steigen wir hinauf zur  Rieserfernerhütte (2792 m). Die Hütte wurde 1980 vom Alpenverein Südtirol erbaut. An dieser Stelle stand früher die Fürther Hütte, welche die Sektion Fürth des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins 1902 am Gemsbichljoch errichtet hatte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie wie viele andere deutsche Hütten in Südtirol enteignet und verfiel Anfang der 70er-Jahre. An ihrer Stelle steht nun die Rieserfernerhütte der AVS-Sektionen Bozen und Bruneck, die mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet wurde.

Zum Fernerköpfl   Auch wenn die Tour für konditionsstarke Berggänger an einem Tag möglich ist, lohnt die Übernachtung in der gemütlichen Hütte. Von der Hütte lassen wir uns von der Markierung nordseitig hi­nauf bis unter die Gelttalspitze führen. Wir queren unterhalb des Gipfels nach rechts in eine Mulde unterhalb des Fernerköpfls und folgen der markierten Route hinauf zum Gipfel des  Fernerköpfls (3251 m). Obwohl dieser Gipfel etwas im Schatten seiner beiden größeren Nachbarn liegt, lohnt der Anstieg hier herauf auf alle Fälle, ist er doch deutlich leichter zu erreichen als Schneebiger Nock oder Magerstein. Am Schneebigen Nock würde uns nämlich ziemlich anspruchsvolles Felsgelände erwarten, während wir zum Magerstein den Gletscher überqueren müssten. Eine gute Aussicht bietet aber auch unser Fernerköpfl: Zum Greifen nah steht der mächtige Hochgall vor uns, begleitet vom Wildgall, seinem unnahbaren Nachbarn. Zu unseren Füßen breitet sich der Rieserferner aus, der der Gebirgsgruppe seinen Namen gegeben hat. Am Fuße des Gipfelkreuzes lassen wir uns nieder und gönnen uns noch eine gemütliche Brotzeit bei bestem Panorama.

Abstieg   Nachdem wir uns an der Aussicht sattgesehen haben, machen wir uns wieder an den Abstieg und wandern über das Blockgelände mit Blick zur gegenüberliegenden Schwarzen Wand zurück zur  Rieserfernerhütte (2792 m). Eine Einkehr auf der Hütte ist unbedingt noch zu empfehlen, bevor wir uns an den weiteren Abstieg über den Erlanger Weg durch das Gelttal machen. Nach der Hüttenpause steigen wir auf dem vom Aufstieg bekannten Weg über Blockwerk hinunter ins Tal, an den beiden Almen vorbei zum Waldstück und durch dieses steil hinab zum Parkplatz (1525 m) an der Fahrstraße nach Rein.

Touren-Charakter

Bei guten Ver-hältnissen unschwierige Bergtour durch ein schönes Tal

Ausgangspunkt

Parkplatz auf der Reintalstraße vor Rein (1525m)

Endpunkt

Parkplatz auf der Reintalstraße vor Rein (1525m)

Route

Hüttenanstieg 3.30Std., Aufstieg 1.30Std., Abstieg 3.30Std.

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