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Wandern Stuttgart: Wilder Wald im Schweinbachtal

Anspruch:
mittel
Dauer:
02:30 Std.
Länge:
8.5 km
Aufstieg:
240 m
Abstieg:
240 m

Von Hirsau durch ein idyllisches Tal. Typisch für den Nordschwarzwald sind die bachdurchflossenen Schluchten, naturnah, überaus romantisch und von nicht forstwirtschaftlich genutzten Waldstücken umgeben. Das Wasser plätschert und gluckst vor sich hin, bildet Kaskaden und kleine Wasserfälle, und die Felsen im und am Bachbett sind moosüberzogen - märchenhafte Szenerien, die die Maler der Romantik begeistert hätten. Das gilt auch für unsere Wanderung durchs Schweinbachtal. Nicht versäumen sollte man zudem eine Besichtigung der frei zugänglichen Klosterruine Hirsau.

Beschreibung

Von der Klosterruine Hirsau in den Wald  

Vom Parkplatz beim Kursaal folgen wir der Uhlandstraße bis zum  Kreisverkehr. Dort biegen wir links ab in die Wildbader Straße/B 296 und sehen kurz darauf rechts die Klosterruine, die man jetzt gleich oder nach der Rückkehr besichtigen sollte (s. Kasten). Nach den Parkplätzen folgen wir dem Schild nach links zum  Wildgehege, wo man Rotwild beobachten kann. In der Mitte der Fläche wachsen zwei große Mammutbäume, die zusammen eine Gruppe bilden, die aussieht, als wäre es ein einzelner Baum.

Nach dem Wildgehege zieht der Weg nach links hinauf zur Straße Am Schillerwäldle. Wir halten uns rechts bis zur querenden Straße Bärental, wo wir links abzweigen. Nach den Gewerbeanwesen, den letzten Häusern und einem  Parkplatz halten wir uns an der Verzweigung rechts.

Durchs Schweinbachtal  

Nun wandern wir kurz eben weiter bis zu einer kleinen  Häusergruppe. Danach geht das Fahrsträßchen in einen Pfad über, der ab jetzt fast immer mäßig ansteigt. Als Markierung dient uns die gelbe Raute. Beim Wanderschild »Schweinbachtal (382 m)« mündet der Pfad in einen breiten Forstweg, der Schweinbachplanie.

Bald passieren wir den  Schäufelbachbrunnen, danach zweigen wir rechts ab und gehen über eine Brücke. Bald danach geht es nach links hinauf, wieder zur Schweinbachplanie, wo wir einen alten steinernen Wegweiser sehen. Wir wandern nach rechts weiter, bis rechts ein breiter Weg zu einem Haus (Bleiche) abzweigt. Hier halten wir uns auch kurz rechts, biegen aber gleich nach der Brücke in Richtung Oberreichenbach links ab.

Nun beginnt der schönste Teil des Schweinbachtals – ein romantisches Motiv folgt auf das andere, und der Bach zeigt sich von seiner wildesten Seite. Wir müssen immer auf das Zeichen gelbe Raute achten, mit dem wir mehrmals den Bach auf großen Trittsteinen überqueren. Nach einiger Zeit sehen wir rechts oberhalb die Straße, die eine scharfe Rechtskurve beschreibt. Hier führt uns der Pfad nach links hinauf zu einem  Forstweg.

Durch märchenhaften Wald zurück nach Hirsau  

Nun halten wir uns links, der Rückweg erfolgt jetzt auf einem Forstweg. Er ist bequemer zu gehen als der Anstieg auf dem Pfad, bei dem man ständig auf den Weg achten musste. Die Strecke ist aber weniger langweilig, als man vermuten mag: Wir sollten hier den Wald beachten. Man sieht mächtige Tannen, immer wieder Felsbrocken, und vor allem der Boden ist über und über mit dicken Moospolstern bedeckt – ein märchenhaftes Ambiente, sodass man sich nicht wundern würde, wenn man hier einer Elfe oder einem Zwerg begegnete.

Am  Wanderschild »Calmbacher Weg (520 m)« zweigen wir links ab in Richtung Hirsau. Nach einigem Bergab stoßen wir auf das Schild »Lange Wand (398 m)«, gehen danach links am Wasserwerk vorbei und erreichen nach einiger Zeit den letztenParkplatz des Gewerbeanwesens, den wir schon vom Anstieg her kennen. Nun wandern wir auf bekanntem Weg zurück zum Parkplatz beim Kursaal.

Touren-Charakter

Streckenwanderung mit einer längeren, aber immer sanften Steigung. Bis zum Wendepunkt wandert man auf einem Pfad, zurück auf einem breiten Forstweg.

Ausgangspunkt

Hirsau, Parkplatz P3 Kursaal (Uhlandstraße; 390m). GPS: 48.734069, 8.732629

Endpunkt

Hirsau, Parkplatz P3 Kursaal (Uhlandstraße; 390 m). GPS: 48.734069, 8.732629

Kloster und Klostermuseum Hirsau

Eines der bedeutendsten Klöster Süddeutschlands war das 830 von einem Calwer Grafen gegründete Kloster in Hirsau. Nach ihm wurde in der Zeit der Romanik sogar eine Bauschule benannt. Vor allem über Hirsau wurden unter Abt Wilhelm († 1091) die Reformgedanken des Klosters Cluny in Burgund nach Deutschland getragen. Die romanische Basilika war bis zum Bau des Ulmer Münsters die größte Kirche in Württemberg. Heute noch sind beeindruckende Reste des 1692 von den Franzosen unter General Mélac zerstörten Klosters zu sehen, besonders schön dabei sind die katholische Pfarrkirche St.Aurelius, die ehemalige Klosterkirche (heute Klostermuseum), die evangelische Pfarrkirche, die ehemalige Marienkapelle, die romantischen Ruinen des Kreuzgangs, die Ruine des Schlosses und der Eulenturm. Im Museum wird anhand von Originalstücken, Modellen und Schautafeln die Geschichte des Hirsauer Klosters vermittelt, zudem die Geschichte des herzoglichen Schlosses sowie die Orts- und Sozialgeschichte des Kurorts Hirsau (www.calw.de/museen).

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Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.