JBerg-Verlag
wandern

Wandern Schwarzwald: Karlsruher Grat

Anspruch:
schwer
Dauer:
04:30 Std.
Länge:
12.2 km
Aufstieg:
790 m
Abstieg:
790 m

Fast wie in den Alpen. Auch wenn der Klettersteig über den Karlsruher Grat nicht jedermanns Sache ist - man muss ihn nicht unbedingt »machen«, sondern kann ihn auch umgehen -, ist diese Tour für alle Natur- und Wanderfreunde ein Erlebnis. Man steigt zuerst entlang der Wasserfälle an und hat vom Brennte Schrofen einen herrlichen Blick auf Ottenhöfen und das Rheintal.

Beschreibung

Hinter den Bahngleisen findet man beim WC-Häuschen Parkmöglichkeiten. Von dort gehen wir zum Schild Ottenhöfen Bahnhof (303 m) vor dem Kurpark, durchqueren diesen und halten uns an der Straße dahinter rechts. Am Schild Ottenhöfen katholische Kirche (309 m) biegen wir vor der Kirche links ab in die Albert-Köhler-Straße und spazieren zum Schild Hildahain (311 m). Dort gehen wir an der Verzweigung rechts steil den Berg hinauf.

Gleich nach den letzten Häusern zweigen wir rechts ab auf einen Pfad, der uns zu einer Straße und dem Schild Mariengrotte (338 m) bringt. Wir gehen an der Grotte vorbei nach rechts und kommen zu einer Klinik. An ihr wandern wir links vorbei und spazieren geradeaus durch ein Wohngebiet. Nach der Wendeplatte kommen wir in den Wald und gehen auf einem Forstweg zum nächsten Forstweg. Wir orientieren uns links und biegen vor den Häusern scharf rechts ab. Kurz darauf werden wir nach links verwiesen.

An der nächsten Verzweigung halten wir uns rechts und kommen zu einer grasbewachsenen Verbreiterung des Weges. Hier zweigen wir bei der Bank rechts ab. Am Schild Am Eichkopf (450 m) wandern wir geradeaus vorbei, danach erreichen wir einen breiten Weg. Auf ihm gehen wir nach links hinab zur Eichkopfhütte. Hier sollten wir den Mammutbaum beachten. Danach finden wir einen Kühlschrank mit Getränken.

Weiter gehen wir zur Asphaltstraße, kurz danach zweigen wir links ab in die Straße Holderbrünnele. Etwas später steht rechts das Schild Holderbrünnele (482 m). Hier wandern wir links im Zickzack hinab ins Tal, wo sich links ein Steinbruch befindet. Wir halten uns am Schild Edelfrauengrab Wasserfälle (394 m) aber rechts.

Bereits hier gibt sich der Bach malerisch, etwas später treffen wir auf die Edelfrauengrab-Wasserfälle. Rechts davon sehen wir die Höhle, in der die böse Edelfrau der Sage nach eingemauert wurde; die Sage ist hier an der Wand zu lesen. Nun steigen wir entlang zahlreicher kleiner Wasserfälle stetig auf. Auch nach den Wasserfällen begleitet uns der Bach.

Am Schild Gottschlägtal (492 m) wandern wir geradeaus in Richtung »Karlsruher Grat« weiter. Nach einem rechts liegenden Hof kommen wir wieder zu einem Kühlschrank, wo man sich mit Getränken versorgen kann. Hier halten wir uns scharf links. Nach etwas Aufstieg gehen wir an dem kleinen Felsmassiv Herren­schrofen vorbei, danach erreichen wir eine Übersichtskarte und das Schild Karlsruher Grat (655 m).

Hier müssen wir uns entscheiden. Wer den Klettersteig begehen will, hält sich gleich rechts und steigt über die Felsen bis zu einer Kreuzung mehrerer Wege. Wer den Steig umgehen will, nimmt den linken, etwas fallenden Weg. Wir treffen am Schild Dreierschrofen (628 m) auf einen anderen Weg, dem wir nach rechts folgen. Etwas später weist uns das Zeichen scharf nach rechts und wir kommen zu der Kreuzung, an der auch die Bezwinger des Karlsruher Grates ankommen.

Hier nehmen wir den links ansteigenden Weg, der mit der blauen Raute markiert ist. Er bringt uns hinauf zum Bosensteiner Eck (823 m). Wir biegen links ab, wandern an der Gaststätte vorbei und mit Blick auf die rechts liegende Hornisgrinde über die Weiden geradeaus. Wo der Weg nach rechts zu einem Haus zieht, gehen wir auf dem Pfad geradeaus weiter. Im Wald fällt er bis zum Schild vor Brennte Schrofen (783 m).

Der Weg führt an der schönen Rasthütte mit Tischen und Bänken geradeaus weiter, wir gehen aber erst links der Hütte zum Brennte Schrofen. Von hier aus haben wir einen herrlichen Blick über die Schwarzwaldberge, hinab ins Tal nach Ottenhöfen und ins dahinter liegende Rheintal.

Danach geht es hinab zum Schild Am Grenzweg (670 m). Den Zeichen folgend, steigen wir weiter steil bergab bis zum Schild Anfang Grenzweg (512 m). Wir halten uns auf der Straße rechts und sehen gleich danach das Schild Kleineck (500 m). Hier haben wir einen schönen Blick nach links in Richtung Ottenhöfen und rechts nach Seebach. Nach der ausgeprägten Linkskurve der Straße kommen wir zum Waldrand.

Nun werden wir rechts auf die Wiese und gleich danach links in den Wald verwiesen. Nach ihm halten wir uns rechts. Wo der Weg nach links zu einem Haus zieht, gehen wir auf einem Pfad steil bergab, dann folgen wir dem nur noch mäßig fallenden breiten Weg nach rechts.

Er bringt uns zu einem Haus, an dem wir rechts vorbeigehen. Bald erreichen wir die Straße, wo wir nach links zum Schild Hagenbruck (333 m) kommen. Hier halten wir uns vor Haus Nr. 1 links zum Waldrand und gehen vor ihm rechts weiter.

Am Ortsrand steht die evangelische Kirche; sie wurde wie norwegische Stabkirchen ganz aus Holz erbaut. Nach rechts sieht man hinab zur Hammerschmiede. Geradeaus gehend erreichen wir wieder das Schild Hildahain. Jetzt spazieren wir auf bekanntem Weg zurück.

Touren-Charakter

Die Wanderung verläuft überwiegend auf Pfaden. Für den etwa 400m langen Karlsruher Grat sollte man alpine Erfahrung, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit mitbringen. Man kann ihn aber auch umgehen.

Ausgangspunkt

Ottenhöfen (Am Bahnhof). GPS-Koordinaten: 48.566780, 8.150845

Endpunkt

Ottenhöfen (Am Bahnhof). GPS-Koordinaten: 48.566780, 8.150845

Route

Ottenhöfen - Edelfrauengrab - Karlsruher Grat - Bosensteiner Eck - Brennte Schrofen - Hagenbruck - Ottenhöfen

Gottschlägbach

Der Gottschlägbach fließt durch Porphyrgestein. Da dieses recht hart ist, entstand eine sehr enge und schmale Schlucht. Der Bach bildet bis zu acht Meter hohe Wasserfälle und überwindet einen Höhenunterschied von rund 100 Metern. Hier findet man viele verschiedene Farn- und Moosarten und Feuersalamander.

Karlsruher Grat

Der Karlsruher Grat (Eichhaldenfirst) hat seinen Namen Karlsruher Wandervereinen zu verdanken, für die das Felsenriff früher ein beliebtes Ziel war. Seine Entstehung geht auf den Vulkanismus zurück: Vor etwa 290 bis 250 Millionen Jahren, in der Zeit des Perm, drang Magma aus dem Erdinneren in die oberen Gesteinsschichten ein. Eine vier Kilometer lange und 750 Meter breite Magmafüllung erstarrte und ein mächtiger, auf dem Grundgebirge aus Granit aufsitzender Porphyrstock bildete sich. Er verschwindet auf der Ostseite, am Bosensteiner Eck, unter dem später aufgelagerten Deckgebirge aus Buntsandstein. Besonders die warmen Südhänge bieten Lebensraum für eine Wärme liebende Fauna. Dazu zählen Heuschrecken – Warzenbeißer, Steppengrashüpfer oder der Kleine Heidegrashüpfer – und vor allem Schmetterlinge.

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Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.