JBerg-Verlag
wandern

Wandern Schwäbische Alb: Dreifürstensteig

Anspruch:
schwer
Dauer:
05:00 Std.
Länge:
13.5 km
Aufstieg:
570 m
Abstieg:
570 m

Zum berühmten Bergrutsch. Zuerst führt uns der Dreifürstensteig auf einem Panoramaweg mit einem Lehrpfad durch Streuobstwiesen, danach folgen Strecken durch Wald und über Wiesen. Immer wieder mit Aussicht steigen wir hinauf zum Bergrutsch und wandern entlang des Steilabbruchs zum Dreifürstenstein, der weite Ausblicke bietet. Durch den Wald geht es schließlich zurück zur Olgahöhe.

Blick über das Hochtal und Talheim auf die Höhenzüge der Albwandern, schwer
Blick über das Hochtal und Talheim auf die Höhenzüge der Alb© Dieter Buck
Beschreibung

Den Parkplatz Olgahöhe erreicht man, wenn man der Berggasse durch Mössingen folgt. Vom Parkplatz aus gehen wir zum Waldrand und biegen dort mit dem Schild des Dreifürstensteigs, einem roten Apfel, in Richtung »Parkplatz Linden« rechts ab. Über die Streuobstwiese geht es hinab zu einem geschotterten Feldweg, dem wir nach rechts folgen. Wir gehen auf dem Panoramaweg Streuobst, der uns nicht nur eine herrliche Aussicht, sondern auch einige Lehr­tafeln ­bietet.

Am Wanderschild Vor dem Berg (561 m) mündet unser Weg in einen anderen, dem wir nach rechts folgen. Nach einiger Zeit sehen wir nicht nur nach links ins Albvorland, sondern bemerken geradeaus auch den Rossberg mit seinem Turm. Nach einem kleinen Feuchtbiotop kommen wir zum Schild Ob den Breitwiesen (533 m). Hier folgen wir dem rechts abzweigenden, leicht ansteigenden Wiesenweg. Kurz darauf, vor der Asphaltstraße, am Schild ­Tabakäcker (538 m) biegen wir im rechten Winkel rechts ab und wandern steil empor zum Waldrand. Dort überqueren wir am Schild Taläcker (568 m) den Arbeitsdienstweg und gehen links entlang des Waldrands ein Stück geradeaus hi­nauf. Etwas später biegen wir links ab auf einen Wiesenweg und folgen der Hecke bis zum Parkplatz Linden.

Ab jetzt gilt für uns das Zwischenziel »Parkplatz Andeck«. Wir wandern im Wald auf einem breiten Forstweg (Ziegelrutschweg) steil hinauf. Wo an einer Verzweigung der Farrenbergmittelweg rechts abgeht und eben weiterführt, wandern wir geradeaus weiter bergauf. Nach drei ausgeprägten Kurven (links, rechts, links) geht es relativ eben weiter zum Parkplatz Andeck.

Dort folgen wir erst dem Zufahrtssträßchen in Richtung »Parkplatz Bergrutsch«. Nach der scharfen Linkskurve zweigen wir am Schild Unter Andeck (683 m) rechts ab auf einen schmalen Asphaltweg. Er führt uns rechts des Baches und vorbei an einem Brunnen erst steil bergab, dann zweigen wir am Schild Unter Andeck (649 m) rechts ab auf einen schmalen Schotterweg. Bald verlassen wir den Wald und folgen den Schildern durch eine Wiesenlandschaft mit herrlichem Blick nach links hinab nach Talheim und in Gehrichtung zum Hirschkopf, bis der Weg links zur Straße zum Schild Tal (653 m) abknickt. Etwas weiter rechts liegt der Parkplatz Bergrutsch. Wir überqueren aber die Straße und gehen dahinter in Richtung »Bergrutsch Dreifürstenstein« zum Wald. Dort folgen wir einem steil in Serpentinen ansteigenden Weg. Rechts sehen wir die Felswand des Bergrutsches. Oben angelangt kommen wir zu einer Schutzhütte.

Nun wandern wir nach rechts immer am Steilabfall entlang. Bei Feuchtigkeit ist der Weg äußerst rutschig – wir sollten also vorsichtig sein, vor allem wenn wir uns dem Steilabfall nähern. Teilweise ist der Fels auch überhängend! Vorbei an einer freien Stelle mit Aussicht und Erklärungstafel wandern wir bis zum Dreifürstenstein, wo es ebenfalls eine Schutzhütte gibt.

Der 854 m hohe Dreifürstenstein fällt nach drei Seiten steil ab. Bis 1806 war der Bergvorsprung tatsächlich ein Dreiländereck, weil sich hier die Staaten Fürstenberg, Hohenzollern und Württemberg trafen. Heute ist hier die Grenze der Landkreise Tübingen und Zollernalbkreis sowie der Städte Mössingen, Burladingen und ­Hechingen und die höchste Stelle des Landkreises Tübingen. Der Sage nach sollen sich einst hier die Fürsten der drei Staaten getroffen haben, wobei jeder auf seinem eigenen Territorium sitzen konnte. Der Blick von hier ins Albvorland und zum Hohenzollern ist ­großartig.

Kurz davor biegen wir rechts in Richtung »Parkplatz Buch Olgahöhe Mössingen« ab. Es geht erst recht steil im Zickzack hinab, wobei wir uns immer an den reichlich angebrachten Wanderzeichen orientieren können. Wir passieren das Schild Heuberg (741 m) und folgen teilweise dem Wanderzeichen blaues Dreieck. Am Schild Glindwasen (595 m) folgen wir dem Forstweg nach rechts. Am Waldrand gehen wir am Parkplatz Buch vorbei bis zu einer querenden Straße mit dem Schild Vordere Buchwiesen (523 m). Wir folgen der Straße nach rechts, gehen aber gleich darauf an ihrer Linkskurve auf einem Pfad steil hinauf in die Baumwiesen. Bald überqueren wir wieder die Straße, danach geht es weiter durch Baumwiesen bis zu einer Straße unterhalb der rechts oben liegenden Olgahöhe. Hier weist uns das Zeichen auf einen Pfad steil über die Wiese hinauf zu der Baumkrone der Olgahöhe. Oben angelangt, spazieren wir durch die Freizeitanlage bis zum Parkplatz.

Touren-Charakter

Meist auf Pfaden (bei Nässe rutschig). Vorsicht an den Steilabstürzen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind empfehlenswert, ebenso stabiles Schuhwerk. Alternative Ausgangspunkte sind die Parkplätze Linden, Unter Andeck, Bergrutsch und Buch, an denen diese Tour vorbeiführt.

Ausgangspunkt

Mössingen, ­Parkplatz Olgahöhe. GPS-Koordinaten: 48.390879, 9.060845

Endpunkt

Mössingen, ­Parkplatz Olgahöhe. GPS-Koordinaten: 48.390879, 9.060845

Route

Tourenverlauf: Mössingen/Olgahöhe - Parkplatz Linden - Parkplatz Unter Andeck - Parkplatz Bergrutsch - Bergrutsch - Dreifürstenstein - Parkplatz Buch - Olgahöhe

Bergsturz am Hirschkopf

Der berühmte Bergsturz am Hirschkopf fand am 12. April 1983 statt und war der größte seiner Art seit 100 Jahren in Baden-Württemberg. Vorausgegangen waren eine lange Nässeperiode und tagelange Regenfälle. Rund vier Millionen Kubikmeter Erde und Geröll mit einem Gewicht von acht Millionen Tonnen rutschten dabei zu Tal, ein gutes Beispiel für die rückschreitende Erosion des Albtraufs – er wurde dabei um rund 30m zurückverlegt.Insgesamt entstand auf einer Fläche von 50ha eine kahle und von Wasserlöchern durchsetzte Urlandschaft. Mittlerweile hat der Wald aber wieder die Fläche zurückerobert. 39 ha wurden 1988 zum Naturschutzgebiet erklärt, seit 2006 ist das Gebiet »Nationales Geotop«.

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Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.