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Wandermuffel
wandern

Wandern Kufsteinerland: Zur Mariandlalm

Anspruch:
leicht
Dauer:
03:00 Std.
Länge:
5.2 km
Aufstieg:
350 m
Abstieg:
350 m

Das Knödelparadies unter dem Trainsjoch. Ins Knödelparadies führt nun mal kein Lift . Der Weg hi- nauf zur Mariandlalm ist aber weder anstrengend noch schwer . Und spätestes beim Stamperl Schnaps der Wirtin hört das Jammern dann sowieso auf .

Beschreibung

Zu den Trockenbachalmen 

Wer sein Fahrzeug erfolgreich auf den gerade in der Ferienzeit raren Parkplätzen untergebracht hat, folgt einfach auf der gegenüberliegenden Straßenseite der kleinen Forststraße in östlicher Richtung. Die Mariandlalm bzw. die Trockenbachalmen sind bereits ausgeschildert. So geht es zunächst für gute 15 Minuten ins Trockenbachtal hinein, wobei wir zügig an Höhe gewinnen. Dann zweigt nach links ein kleinerer Wanderweg ab, den wir nehmen (Schild Mariandlalm). Auf dem anderen, größeren Weg werden wir später zurückgehen. Jetzt wandern wir den Hang entlang; dann wendet sich der Weg nach rechts und wir kommen auf freie Almwiesen. Hinter unserem Rücken liegen die ersten schönen Aussichten. Schnell erreichen wir die Unteren Trockenbachalmen und sehen schon die darüber liegende Obere Alm, die Mariandlalm, unser heutiges Ziel. Die unteren drei alten Almgebäude liegen idyllisch in einem Wiesenkessel. Unser schmaler Wanderweg touchiert fast die größere Almstraße, auf die wir natürlich ausweichen könnten.

Schmetterlinge im Almenglück 

Spannender und schöner ist jedoch der Wiesenpfad, dem wir weiter folgen. Mit etwas Geduld lassen sich hier Murmeltiere ausmachen. Ihre spitzen Warnrufe, die einem Pfeifen gleichen, sind eigentlich nicht zu überhören. Überdies blühen hier im späten Frühjahr zahlreiche Bergblumen, die von vielen Schmetterlingen besucht werden. Noch einmal queren wir die Almstraße und sparen uns eine ihrer Serpentinen, dann treffen wir wieder auf sie und wandern rechts das letzte Stück zur Mariandlalm, wo wir bestimmt noch einen Platz ergattern und einkehren können. Eigentlich heißt die Mariandlalm »Obere Trockenbachalm« und als solche ist sie auch noch in einigen Karten verzeichnet. Sie ist jedoch seit vielen Generationen in Familienbesitz und ihren jetzigen Namen hat sie von der Mutter der heutigen Hüttenwirtin. In der ganzen Umgebung hieß es immer: »Lass uns zu Marias Alm hinaufgehen« – und so setzte sich der neue Name durch.

Die hiesige gute Tiroler Küche ist natürlich weithin bekannt und nachdem der Weg nicht besonders anstrengend und kompliziert ist, kommen viele Knödelliebhaber auf die Mariandlalm. Besonders beliebt sind die Tiroler Kaspressknödel, aber auch der selbst gemachte Apfelstrudel ist äußerst fein. Und mit einem Nuss- oder Marillenschnaps, dem Gruß aus der Küche, sind wir dann beim gemütlichen Teil der Wanderung angekommen. Wobei wir völlig vergessen haben, die gigantische Aussicht von der großen Terrasse vor der Alm zu erwähnen. Die darf natürlich nicht vernachlässigt werden. Alles in allem rundum ein Hochgenuss – eben ein echtes Paradies.

Die tausend Schritte 

Wer nach dem Essen seine üppige Kalorienzufuhr lieber etwas senken möchte, kann, statt sich auf der Almwiese auszuruhen, noch tausend Schritte tun. Mit einem leichten Bergaufschwung können wir die Wanderung durch eine kleine Rundtour auf den Nesselberg verlängern. Dafür folgen wir am Schilderbaum oberhalb der Terrasse der Beschilderung Richtung Nesseltal. Es geht links den Wiesenhang hoch, bis sich der Weg kurz unterhalb des Bergkamms teilt. Hier wählen wir den rechten Weg – von links kommen wir später zurück. Wir erreichen nach wenigen Höhenmetern den Bergrücken und eine erneute Wegteilung. Wir bleiben nun links und wandern genussvoll entlang der bayerisch-tirolerischen Grenze am Nesselberg von Grenzstein zu Grenzstein. Bevor sich der Weg senkt, um rechts ins ausgeschilderte Nesseltal zu führen, sehen wir links einen Durchschlupf zwischen den Bäumen (kleines Wanderschild am Baum). Diesem folgend, kommen wir wieder auf die Südseite des Nesselbergs, steigen ein paar Höhenmeter hinunter und folgen nun links dem Weg zurück zur vorher erwähnten Abzweigung. Von dort geht es dann auf gleichem Weg wieder in wenigen Minuten hinunter zur Mariandlalm.

Rückweg 

Egal ob mit oder ohne die Ehrenrunde über den Nesselberg: Von der Mariandlalm machen wir uns auf den Rückweg zum Ausgangspunkt. Dafür wählen wir entweder den Hinweg oder folgen nun ausschließlich der kleinen Almstraße, was nicht nur knieschonender ist, sondern sich auch nach einem vielleicht zu reichlichen Genuss der vielen Mariandlalm-Schnapserl anbietet.

Touren-Charakter

Einfache Wanderung mit anfangs steilerer, dann mäßiger Steigung auf kleinen Forststraßen und Bergpfaden. Verlängerung der Wanderung über den Nesselberg ist möglich.

Ausgangspunkt

Wanderparkplatz Mariandlalm

Endpunkt

Wanderparkplatz Mariandlalm

Die Mariandlalm

Sogar im Winter ist die Mariandlalm ein begehrtes Ausflugsziel. Der Weg zu ihr ist gleichzeitig eine beliebte Rodelstrecke. Von der Terrasse haben wir einen schönen Blick hinüber zum Thalerjoch und Hinteren Sonnwendjoch (Tour 27). Vom Nesselberg ist die Sicht sogar noch besser und reicht von den Bergen um den Tegern- und Spitzingsee über die Blauberge bis zu den Zillertaler Alpen.

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