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Zeit zum Wandern
wandern

Wandern Kleinwalsertal: Auf den Grünten

Anspruch:
mittel
Dauer:
05:30 Std.
Länge:
11 km
Aufstieg:
1040 m
Abstieg:
1040 m

Hoch über dem Illertal ragt am Nordrand der Alpen der Grünten auf, der dank seiner isolierten Lage zu den vortrefflichsten Aussichtsbergen im Allgäu zählt. Zum Abschluss der Tour sorgt der Steig durch die enge, geologisch interessante Starzlachklamm für einen weiteren Höhepunkt.

Auf dem höchsten Punkt des Grünten, dem Übelhorn, steht seit 1924 zu Ehren der Gebirgsjäger das »Jägerdenkmal«. wandern, mittel
Auf dem höchsten Punkt des Grünten, dem Übelhorn, steht seit 1924 zu Ehren der Gebirgsjäger das »Jägerdenkmal«.© Bernhard Irlinger
Beschreibung

Der Wegverlauf

Vom Parkplatz in Winkel gehen wir kurz in Richtung Starzlachklamm und nach der Brücke links auf einem Wanderweg (Wegweiser Alpenblick) zu einem Kiesweg. Auf ihm rechts durch den Wald steil aufwärts und bald auf schmalem Weg über Weiden und eine bewaldete Kuppe zu einer Teerstraße. Wir folgen ihr links abwärts (Wegweiser Burgberg) und schwenken bald rechts auf eine breite Forststraße (Wegweiser Grünten, Grüntenhaus). Auf ihr steigen wir zunehmend steiler bergan. 70 Meter nach einem Bach biegen wir rechts in einen anfangs steilen Weg ein (Wegweiser Grünten, Burgberger Hörnle). In Kehren aufwärts und bald geradewegs auf einen Steig (Wegweiser Grüntenhaus), der uns durch den Wald zu den Alpweiden hinaufführt. Wir gehen geradeaus auf dem breiten Alpweg bergan und bald ist das Grüntenhaus  (3:00 Std.) erreicht.

Vom Haus folgen wir dem Weg nach links (Wegweiser Grünten) zu einem be­waldeten Bergkamm. Auf ihm steigen wir rechts hinauf zur unübersehbaren Sendestation auf dem Grünten. An der Weggabelung halten wir uns links (Wegweiser Jägerdenkmal) und wandern unter der Bergstation der nicht öffentlichen Seilbahn hindurch zum Jägerdenkmal auf dem Übelhorn  (3:40 Std.), dem höchsten Punkt des Grünten. 1924 wurde das mächtige Denkmal zu Ehren der Gebirgsjäger eingeweiht. Vom Gipfel, der seine Nachbarn deutlich überragt, bietet sich eine überwältigende Aussicht nach allen Seiten. Im Westen, Süden und Osten türmen sich zahllose Bergkämme hintereinander auf. Lange lässt sich hier dank der schier unbegrenzten Auswahl das beliebte Gipfelraten spielen. Im Norden dagegen bietet sich von unserem Berg, der in vorderster Reihe am Alpenrand aufragt, ein grenzenloser Ausblick über das Alpenvorland, das uns zu Füßen liegt. Lange hält uns dieser Rundumblick gefangen, ehe wir den Abstieg beginnen.

Vom Gipfel steigen wir in nordöstlicher Richtung auf einem anfangs etwas felsigen Kamm abwärts (Wegweiser Rettenberg, Grüntenhütte, Kranzegg). Nach wenigen Minuten gehen wir rechts auf einem Steig in einen Wiesensattel hinab und von dort rechts durch den Südhang des Grünten abwärts zur Zweifelgehrenalpe. Von der Alpe gehen wir in gleichbleibender Richtung abwärts (Wegweiser Burgberg) zum Weg, der vom Grüntenhaus herabkommt. Auf ihm links hinab (Wegweiser Alpe Obere Schwand) zur Schwandalpe (4:25 Std.), in der man den Sommer über einkehren kann. Rechts an der Alphütte vorbei (Wegweiser Burgberg) und abwärts, bis wir an der Alpe Kehr eine Teerstraße erreichen. Sie bringt uns rechts zum Gasthof Alpenblick (4:50 Std.).

Wenige Meter vor dem Gasthof biegen wir links auf einen Feldweg ab (Wegweiser Starzlachklamm, Winkel). Er schwenkt bald nach links und wir wechseln geradeaus auf einen Wanderweg (Wegweiser Starzlachklamm, Winkel), der uns über eine Wiese führt. Der Weg läuft links unter den überhängenden Wänden eines Klettergartens bergab und leitet uns gut ausgebaut zwischen Felstürmen in den Talgrund hinab. Wir lassen einen ersten Steg, der über die Starzlach führt, links liegen. Weiter geradewegs in die Starzlachklamm, deren kühle Frische nach dem sonnigen Abstieg über die Südflanke des Grünten wieder die Lebensgeister weckt. In einem düsteren Tunnel umgehen wir einen Wasserfall, ehe sich die Schlucht wieder weitet.

Vor der engsten Stelle bringt uns ein Steg an die linken Schluchtwände, in die der schmale Steig gesprengt ist. Bald wechseln wir oberhalb mächtiger Strudellöcher, in denen das Wasser unergründlich und geheimnisvoll leuchtet, wieder an den rechten Hang. Der Weg führt nun über teils glatt geschliffene Felsen an der Starzlach entlang, die die Gesteinsschichten zu bizarren Kunstwerken modelliert hat. Bald ist das Kassenhäuschen erreicht, neben dem ein überdachter Brotzeitplatz in ein geräumiges Strudelloch gebaut wurde, das der Fluss vor Jahrtausenden oberhalb der heutigen Talsohle geschürft hat. Wir steigen wenige Meter abwärts an den Rand eines großen Wasserbeckens, in das aus der Klamm ein malerischer Wasserfall rauscht. Hier entscheiden wir uns an der Gabelung für den schmalen linken Weg, der noch ein Stück der Starzlach folgt. Wir treffen bald auf einen Wirtschaftsweg, auf dem wir talaus zur Brücke wandern, die uns zum nahen Wanderparkplatz in Winkel (5:30 Std.) zurückbringt.

Touren-Charakter

Eine teils anstrengende, aber nicht allzu schwierige Bergtour auf schmalen Steigen und Alpwegen, die etwas Trittsicherheit erfordert

Ort

Sonthofen

Ausgangspunkt

Wanderparkplatz am Eingang zur Starzlachklamm im Sonthofener Ortsteil Winkel

Freud & Leid

Trotz seiner verglichen mit den Allgäuer Hochgipfeln relativ geringen Gipfelmeter, sollte man den Anstieg auf den Grünten nicht unterschätzen. Über 1000 Höhenmeter gilt es auf großteils recht steilen und steinigen Steigen zu überwinden, bis man den berühmten Rundumblick vom Wächter über dem Illertal genießen kann.

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Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.