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Zeit zum Wandern
wandern

Wandern Harz: Hexentanzplatz und Rosstrappe

Anspruch:
mittel
Dauer:
03:30 Std.
Länge:
8 km
Aufstieg:
600 m
Abstieg:
600 m

Diese naturschöne Wanderung verbindet die beiden herausragenden Aussichtspunkte hoch über dem urtümlichsten Schluchttal des Harzes: Hexentanzplatz und Rosstrappe.

Die Bronzefiguren Hexe und Teufel gehören zu den meistbestaunten Objekten im Erlebnisbereich Hexentanzplatz.wandern, mittel
Die Bronzefiguren Hexe und Teufel gehören zu den meistbestaunten Objekten im Erlebnisbereich Hexentanzplatz.© Chris Bergmann
Beschreibung

Der Wegverlauf

Ausgangspunkt ist die Talstation der Hexentanzplatz-Seilbahn in Thale ; die Bahn kann als Aufstiegshilfe benutzt werden (Tour dann wesentlich kürzer). Von Thale schwebt sie durch die Felsenwelt des Bodetals zum Hexentanzplatz, dessen Hauptsehenswürdigkeiten das Harzer Bergtheater, das Walpurgishallen-Museum und der Heimattiergarten sind. Die 26 Gondeln überwinden einen Höhenunterschied von 250 m in vier Minuten. Wer die Auf- und Abstiege um jeweils ca. 250 Hm kürzen will, schwebt mit der Gondelbahn zum Hexentanzplatz und lässt die Wanderung mit der Sesselliftabfahrt von der Rosstrappe ausklingen; dann ist die Wanderung auch für Kinder geeigneter.

Von der Talstation folgt der mit dem Zeichen blaues Dreieck markierte Weg der über Granitblockwerk rauschenden Bode in sachtem Anstieg durch die Laubwälder des Tals. Wir überqueren die Bode auf der ersten Brücke (Katersteg) und folgen oberhalb der Gaststätte Kleiner Waldkater dem Brunhildenweg an den aussichtsreichen Felsen des Bodetors vorbei, bis die mit dem Zeichen blaue Scheibe markierte Hexenstiege rechts abzweigt: In Serpentinen windet sich dieser Steilhangpfad im Wald aufwärts und erreicht an der Walpurgishalle (Museum) den Erlebnisbereich Hexentanzplatz  (1:00 Std.). In der Nacht auf den 1. Mai ist der Hexentanzplatz Schauplatz einer der größten organisierten Walpurgisfeiern im Harz.

Wir folgen der felsigen Abbruchkante des Granitplateaus und genießen den Abblick in den 250 m tiefer liegenden Talgrund und die Aussicht hinüber zum Rosstrappenfelsen, während sich in der Ferne der Brocken rundet. Am Tierpark verlässt der mit dem Zeichen rote Scheibe markierte Weg den Erlebnisbereich Hexentanzplatz und führt zur La-Vières-Höhe, einer vergleichsweise einsamen, schönen Aussichtskanzel hoch über dem Tal.

Von hier leitet ein steiler, romantischer Serpentinensteig durch den Hirschgrund zurück ins Bodetal, wo wir den Fluss auf der Jungfernbrücke am Gasthaus Königsruhe  (1:50 Std.) überqueren.

Wir wenden uns talaufwärts zum kurz vor der Teufelsbrücke rechts beginnendem (aktuell 2020 noch gesperrtem) Zickzackweg »Schurre«. Dieser führt (wenn wieder offen) hinauf zur Rosstrappe  (2:40 Std.). Oben auf dem geländergesicherten Rosstrappenfelsen bietet sich ein herausragender Tiefblick zur kreuzbezeichneten Steinernen Kirche, zur Teufelsbrücke im Bodetal und hinüber zum Hexentanzplatz. Von der Terrasse des Berghotels schweift der Blick weit hinaus ins Harzvorland und zur Teufelsmauer.

Vom Berghotel führt der mit dem Zeichen grüner Strich markierte Präsidentenweg in Serpentinen hinab zum Aussichtspunkt Bülowhöhe und zurück ins Bodetal, wo wir uns auf dem bekannten Weg links wenden und zurück zum Ausgangspunkt an der Talstation der Hexentanzplatz-Seilbahn in Thale  (3:30 Std.) gelangen.

Erlebnisbereich Hexentanzplatz

Der Hexentanzplatz bei Thale ist ein Granitplateau, das ca. 250 m senkrecht ins Bodetal abstürzt. Die Kante des Plateaus bietet einen wundervollen Blick zum Brocken und zum Wurmberg sowie auf die Teufelsmauer, zum Regenstein und weit ins Harzvorland hinaus bis zum Huy. Die Rune auf dem sogenannten Opferstein, der in der musealen Walpurgishalle auf dem Hexentanzplatz gezeigt wird, belegt eine Nutzung des Felsplateaus noch in sächsischer Zeit. Der Opferstein wurde am Sachsenwall, einer frühgeschichtlichen Fliehburg, gefunden. Heute wird der Hexentanzplatz als »Erlebnisbereich Hexentanzplatz« beworben und ist eines der meistbesuchten Ausflugsziele im Harz: Großparkplatz, Seilbahnbergstation, Souvenirstände und Gastronomie, ein Berghotel, die 1901 errichtete Walpurgishalle mit der Ausstellung zur Sagenwelt des Harzes, das Harzer Freilichttheater sowie ein Tierpark mit einst heimischen Tieren gehören zum vielfältigen Angebot des »Erlebnisbereichs«. Regen Zulaufs erfreuen sich die Osterfeuer auf dem Hexentanzplatz, der in der Nacht auf den 1. Mai Schauplatz einer der größten organisierten Walpurgisfeiern im Harz ist.

Region

Ausgangspunkt

Talstation von Hexentanzplatz-Schwebebahn/Rosstrappe-Sessellift (180 m) in Thale

Wegbeschaffenheit

Kondition fordernde, teils felsige und steile Wege und Pfade

Vorsicht, Steinschlag!

Bodetal, Hexentanzplatz und Rosstrappe gehören zu den landschaftlich schönsten und (punktuell) touristisch meistvermarkteten »Erlebnisbereichen« Norddeutschlands. Wegen Steinschlag ist der Weg »Schurre« seit langem unbegehbar. Er soll 2021 wieder hergestellt werden. Bis dann ist die Wanderung nur bis zur Königsruhe begehbar und auf einem der Wege im Talgrund nordwärts nach Thale zu beenden.

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Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.