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Wandergenuss
wandern

Wandern Fränkische Schweiz: Tüchersfeld im Püttlachtal

Anspruch:
mittel
Dauer:
02:30 Std.
Länge:
7.1 km
Aufstieg:
280 m
Abstieg:
280 m

Ein Felsendorf als Wahrzeichen. Das verträumte Tüchersfeld ist der »Vorzeigeort« der Fränkischen Schweiz. Die Fachwerkhäuser an den markanten Felsen der Jurariffe geben ein nos­talgisches Bild ab, das schon oft fotografiert wurde. Ein Ort, den man gesehen haben muss.

Beschreibung

Auf den Fahnenstein

Vom Wanderparkplatz am nördlichen Ortsende von Tüchersfeld beginnt an der Informationstafel neben dem Feuerwehrhaus der Aufstieg in Richtung Burg Obertüchersfeld zum beliebten Aussichtspunkt Fahnenstein. Ein Schild weist auf den anspruchsvollen Aufstieg hin. Tatsächlich sind für die Besteigung neben Bergschuhen mit griffiger Sohle Trittsicherheit und etwas Schwindelfreiheit erforderlich. Aber die Wanderung kann ja auch ohne den Aussichtspunkt Fahnenstein durchgeführt werden. Wir steigen auf dem Treppenweg hinauf und laufen oben auf schmalem Pfad über den Bergrücken mit bizarren Felsen nach Süden. Die aufragenden Felsformationen aus porösem Gestein sind die Überreste der Schwammriffe, die sich zur Jurazeit in einem tropischen Meer herausbildeten.

Nach einem Zwischenabstieg geht es an einem Wasserbehälter aufwärts und über eine steile, aber stabile Gittertreppe mit freier Durchsicht nach unten weiter nach oben. Dann ist noch ein langer Durchschlupf durch ein Felsentor zu machen, und wir können von der Aussichtsplattform auf dem Fahnenstein die herrliche Aussicht über das Dorf und über das Püttlachtal genießen. Im Verlauf Tausender von Jahren hat sich die Püttlach in den Jurakalk eingeschnitten und die Felstürme herausmodelliert. Einst gab es hier ab dem 13. Jahrhundert zwei Burgen. Auf dem Fahnenstein waren die Felsenburgen Obertüchersfeld. Die Burg Niedertüchersfeld wurde mit dem Judenhof überbaut, in dem heute das Fränkische Schweiz-Museum untergebracht ist. Die Burgen fanden ihr endgültiges Ende durch den Dreißigjährigen Krieg.

Zum Wanderparkplatz

Tüchersfeld Der Abstieg vom Wasserbehälter direkt nach Tüchersfeld hinunter ist leider nicht mehr möglich. So müssen wir wieder über den Bergrücken zurück und zum Wanderparkplatz hinunter.

Zum Fränkische Schweiz-Museum

Auf der Straße Zum Zeckenstein gehen wir am Feuerwehrhaus vorbei nach Süden in Richtung Fränkische Schweiz-Museum. Nach dem Gasthaus Zum Fahnenstein laufen wir auf der Straße Am Museum rechts zu dem Torbogen auf der linken Seite, hinter dem sich der Innenhof des Judenhofs ausbreitet. Die Treppe rechts hinauf ist der Eingang zum sehenswerten Fränkische Schweiz-Museums. Das Ensemble der Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert ist ein Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz.

Zur Straßenbrücke der B 470

Vom Museum wandern wir rechts zurück und 20 Meter nach dem Haus Nummer drei rechts auf dem schmalen Sträßchen hinunter. Auf der Straße Zum Zeckenstein laufen wir rechts hinab zur Kreuzung an der B 470. Von der Bushaltestelle aus zeigt sich die schönste Ansicht des Felsendorfs Tüchersfeld mit dem Judenhof und dem Fahnenstein. Das Gebiet mit dem pittoresken Ort wurde mit dem Prädikat »Bayerns schönste Geotope« ausgezeichnet. Der Anfang des selbstverliebten Tüchersfelder Lieds lautet: »Im Schatzkästlein deutscher Lande; liegt ein Fleck von besonderem Reiz; unser schönes Felsendörfchen; Tüchersfeld in der Fränkischen Schweiz.« Dem können wir bei diesem Anblick nur zustimmen.

Weil an der B 470 kein durchgehender Gehweg vorhanden ist, gehen wir auf der Straße Zum Zeckenstein wieder 20 Meter zurück und links auf der Straße im Tal durch das Dorf. An der Kreuzung vor der Kirche müssen wir links und überqueren die B 470 und die Püttlach. An der kleinen Kapelle wandern wir rechts auf dem Main-Donau-Weg in Richtung Behringersmühle im Wald aufwärts. 180 Meter nach der Kapelle verlassen wir den Forstweg nach rechts auf einem Pfad abwärts. An der Wegkreuzung vor der Straßenbrücke schlendern wir rechts in Richtung Behringersmühle in Begleitung der Püttlach unter der Straßenbrücke der B 470 hindurch.

Zur Bauminsel

Über feuchte Wiesen führt der Wanderweg entlang der Püttlach und schließlich auf einem Steg über das Flüsschen. Nach dem Übergang geht es rechts und an dem blauen Reklameschild für das Gasthaus Zur fröhlichen Runde auf einem Treppenweg durch den Wald aufwärts in Richtung Kohlstein. Vor der Straße nach Kohlstein wandern wir links auf einem Hohlweg hinauf. An einer Weggabelung nach einer Wiese steigen wir rechts in Richtung Kohlstein mit der Markierung grüner Punkt bergauf und an der privaten Burg Kohlstein aus dem 15. Jahrhundert vorbei zur Einfahrt der Burg. Von dort geht es nach Westen und an der Kreuzung nach den drei Backhäuschen rechts.

Am Gasthaus Zur fröhlichen Runde laufen wir auf der Straße rechts hinab. In der engen Rechtskurve nach dem Dorf gehen wir geradeaus auf der Fahrspur an einer Hecke entlang aufwärts. Weiter oben bleiben wir auf undeutlicher Spur immer am Rand der Wiese und am Waldrand. Nach dem Waldende gehen wir geradeaus 50 Meter über die Wiese zu einer Jagdkanzel hi­nauf und auf der Fahrspur links zu einer deutlichen Bauminsel mit Jagdansitz auf der höchsten Stelle der Erhebung, die in der Wanderkarte mit 443 Metern angegeben ist.

Zur Kühlochhöhle

Geradeaus weiter über die einsame Hochebene kommen wir auf einen Wirtschaftsweg und gehen an einer T-Kreuzung rechts der Scheune rechts hinunter. Am Waldrand geht es rechts steil an einem Zaun entlang abwärts in Richtung Tüchersfeld. Im Wald bleiben wir immer geradeaus und halten uns unten an der Wiese auf der Fahrspur rechts. Auf der rechten Seite ist im Süden in 300 Metern Entfernung der Wanderparkplatz Tüchersfeld zu sehen. Wir streben aber nach Osten der Landstraße zu und überqueren sie um 20 Meter nach links versetzt in Richtung Kühloch. Nun bleiben wir am Waldrand des Ammetsbühls und nehmen an der Weggabel die rechte Spur an der Wiese entlang. An der Kreuzung nach der Wiese können wir links in kurzem Anstieg zur Kühlochhöhle hinaufsteigen. Die Höhle hat zwei Eingänge und in der großen Halle steht eine Bank.

Zum Wanderparkplatz Tüchersfeld

Wir gehen wieder zurück an der Wiese entlang, aber jetzt an der Weggabel 70 Meter vor dem Ende der Wiese auf dem linken Feldweg weiter. Am Spielplatz vorbei erreichen wir wieder den Wanderparkplatz Tüchersfeld.

Touren-Charakter

Mittelschwere, meist schattige Tour durch Wälder und Wiesen. Im Ortsgebiet auf Straßen. Trittsicherheit und feste Schuhe erforderlich

Ausgangspunkt

Wanderparkplatz Tüchersfeld, GPS N49°47'18.9'E11°21'35.3', Höhe 355 m ü.NN

Endpunkt

Wanderparkplatz Tüchersfeld, GPS N49°47‘18.9“ E11°21‘35.3“, Höhe 355 m ü. NN

Route

Wanderparkplatz Tüchersfeld - Fahnenstein 0:15Std. - Wanderparkplatz Tüchersfeld 0:15Std. - Fränkische Schweiz-Museum 0:10Std. - Straßenbrücke B470 0:20Std. - Bauminsel 0:40Std. - Kühlochhöhle 0:35Std. - Wanderparkplatz Tüchersfeld 0:15Std.

Das Fränkische Schweiz-Museum

Der Judenhof in Tüchersfeld, ein Häuserkomplex aus dem 18.Jahrhundert, beherbergt das Fränkische Schweiz-Museum. Bis ins 19.Jahrhundert lebten in den Gebäuden jüdische Familien, die als wandernde Händler ihren Lebensunterhalt verdienten. Das Museumsensemble ist durch seine wunderbare Lage zugleich das Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz. Die Gebäude umgeben einen Museumshof, der auch für Veranstaltungen genutzt wird. Ausgestellt sind Exponate aus der Erdgeschichte (im Besonderen mit der Entstehung der Riffe des Jurameers), Archäologie, Geschichte, Landwirtschaft, Trachten und Handwerk der Region. Eine Besonderheit des Museums ist die Synagoge aus dem 18.Jahrhundert. In ihr finden sich Hinweise über den jüdischen Jahreskreislauf und die jüdische Religion (www.fraenkische-schweiz-museum.de).

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Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.