Bruckmann CMYK quer
Panoramawege/ Hochgefühl
wandern

Wandern Dolomiten: Rund um die Tamergruppe

Anspruch:
mittel
Dauer:
08:00 Std.
Länge:
18 km
Aufstieg:
1000 m
Abstieg:
1000 m

Urwüchsige Landschaft zwischen Agordino und Zoldano. Rund um den Tamer formiert sich eine formschöne Berggruppe, die gemeinsam mit dem Civetta-Moiazza-Komplex, den Pale di San Lucano, dem Agnèr samt Trabanten sowie den Monti del Sole die Kulisse des Agordino bildet. Sie lässt sich vom Passo Duràn aus in einer strammen Tagestour komplett umrunden und bringt uns eine von urwüchsigen, lieblichen und imposanten Szenerien geprägte Südalpen-Landschaft nahe.

Fernblick über das Agordino auf die Gruppe der Cimònega am Südrand der Dolomiten wandern, mittel
Fernblick über das Agordino auf die Gruppe der Cimònega am Südrand der Dolomiten© Mark Zahel
Beschreibung

Urtümliche Tamergruppe

Obwohl der höchste Punkt der Tour nicht einmal die 2000er-Linie übertrifft und wir uns kaum in hochalpin-felsigem Terrain bewegen, ist sie nur einigermaßen routinierten Wanderern anzuraten. Denn wie so oft in den südlichen Teilen der Dolomiten erweisen sich die Wege als rau, verschlungen und beschwerlich, damit verbunden aber auch als sehr urtümlich und einsam. Speziell die erste Hälfte vom Passo Duràn hinüber ins Val Prampèr ist mit diesen Attributen gesegnet. Die Traverse der Westseite wird hingegen regelmäßiger begangen, und zwar im Zuge des großen Dolomiten-Höhenweges Nr. 1.

Auf dem Anello Zoldano ins Val di Prampèr

Am Passo Duràn nehmen wir Weg Nr. 536 auf und wandern am Nordfuß der Gruppe mit einigem holp­rigen Auf und Ab um einen weit vorspringenden Gratkamm herum zur Forcella delle Barance (1688 m). Dahinter höhengleich durch eine Karbucht zum nächsten Riegel, der in der Forcella de le Cáure überstiegen wird. Im Wald taucht plötzlich das »Hexenhäuschen« des Bivacco Baita Angelini (1680 m) auf – ein verschwiegenes Plätzchen! Nach einem deutlichen Abstieg wird die Nordabdachung des Petorgnon über einige felsige Stufen traversiert, bevor wir mit Blick auf die Gruppe des Spiz di Mezzodi quer durch ein Schuttfeld auf der Ostseite Anschluss an den Wirtschaftsweg im Val di Prampèr erhalten. Er führt über den Pian dei Palùi zur Malga di Prampèr (1540 m).

Auf der Alta Via Uno zurück zum Passo Duràn

Kurz davor zweigt bereits die Fortsetzung (Nr. 540) durch das Hochtal zur Forcella del Moschesin (1940 m) ab. Imposant die Begleitkulisse von Cima di Prampèr zur Linken und Castello di Moschesin zur Rechten. Vor den letzten Kehren verbindet sich die Route mit dem Dolomiten-Höhenweg Nr. 1, der vom Rifugio Sommariva al Pramperèt herüberkommt und für den Rest der Tour nun unser Leitfaden bleibt. An einem verfallenen Fort vorbei geht es hinüber zu einem Geländeeck (P. 1966) und dann in Kehren abwärts zur verwaisten Malga Moschesin (1800 m).

Neue Eindrücke vermitteln inzwischen die Berge jenseits des tiefen Cordevoletals, die teils zur Palagruppe, teils zu den Monti del Sole gehören. Durch Wald verliert man noch etwas an Höhe und quert anschließend kilometerweit die Schuttreißen und Bergsturzfelder unterhalb der schnittigen, pfeilerbewehrten Tamergipfel. Erneut verschlungener durch Wald geht es zur Forcella Dagarei (1620 m) und von dort abwärts zur Duranstraße, die wir in der großen Linkskurve bei der Malga Càleda Vecchia (1493 m) erreichen. Knapp zwei Kilometer verbleiben nun noch auf der Passstraße zurück zum Ausgangspunkt amPasso Duràn.

Touren-Charakter

Lange Bergwanderung auf streckenweise sehr holprigen und überwachsenen Pfaden, auch mit einigen Steilstellen. Viel Auf und Ab, deshalb neben Trittsicherheit auch gute Kondition nötig.

Beste Jahreszeit

Anfang Juni bis Ende Oktober

Ausgangspunkt

Passo Duràn (1601 m), Pass zwischen Agordo und Val di Zoldo

Route

Passo Duràn - Baita Angelini 2 Std. - Malga di Prampèr 2 Std. - Forcella del Moschesin 1¼ Std. - Forcella Dagarei 2 Std. - Passo Duràn ¾ Std.; insgesamt 8 Std.

Höchster Punkt

P. 1966 knapp westlich der Forcella del Moschesin
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Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.