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Panoramawege/ Hochgefühl
wandern

Wandern Dolomiten: Rund um den Peitlerkofel

Anspruch:
leicht
Dauer:
04:30 Std.
Länge:
11 km
Aufstieg:
580 m
Abstieg:
580 m

Zauberhafte Rundtour vom Würzjoch. Der isoliert stehende Peitlerkofel ist ein Markstein in den Nördlichen Dolomiten. Ringsum vom Grün malerischer Wiesen und Zirbenwälder umgeben, setzt er sich wunderbar in Szene. Schaustück ist fraglos der beeindruckende Nordabsturz über dem Würzjoch. Genusswanderer sind eingeladen, den Solitär auf hin-dernislosen Wegen zu umrunden - Ambitioniertere können auch eine Besteigung wagen.

Beschreibung

Eckpfeiler der »Bleichen Berge«

Nordseitig vermittelt der Peitlerkofel (ladinisch Sas de Pütia) tatsächlich den Eindruck des Unnahbaren. Da erhebt sich über einem Unterbau aus vornehmlich rötlich-braunem Grödner Sandstein – der im nahen Canyon der Rio-Moi-Schlucht prachtvoll aufgeschlossen ist – der mächtige Bergkörper aus kompaktem Schlerndolomit mit seiner doppelgipfligen Silhouette. Wesentlich zahmer und nicht mehr rein felsig, wenngleich immer noch klobig-markant, präsentiert sich die Rückseite, wo von der Peitlerscharte die Normalroute hinaufzieht. Den gemäßigten Bergwanderer wird indes die Umrundung des Bergstocks begeistern. Sie führt weithin über die sanften Peitlerwiesen, die sich zu Sommerbeginn in ein Blumenparadies verwandeln. Zu Zeiten der Mahd liegt ein besonderes Aroma in der Luft – der unwiderstehliche Duft des Bergsommers. Zeigen sich dann noch die Dolomitgipfel im Sonnenglast, kann man wohl von der perfekten Bergidylle sprechen.

Die »Roda de Putia«

Vom großen Parkplatz am Würzjoch folgen wir zuerst einem breiten Fahrweg am Rio-Moi-Trichter vorbei und kommen damit auf das Wiesenplateau unter der Nordwand, wo sich bei der Jausenstation Munt de Fornela (2067 m) der Weg gabelt. Rechter Hand beginnt die Traverse des Westhangs, die uns auf schmalerem Steig ohne wesentlichen Höhengewinn in den Geländeeinschnitt des Schartenbachs bringt. Eindrucksvoll formiert sich derweil das Massiv der Aferer Geisler, die wir im vorherigen Kapitel ja schon näher beleuchtet haben. Die Peitlerscharte (2357 m) trennt es vom Peitlerkofel. Wir steigen auf dem eher gutmütigen, selten allzu schuttigen Steig knapp 300 Höhenmeter dorthin auf und haben plötzlich die Gadertaler Weiten im Überblick. Im Süden stehen die Puezberge Spalier, Richtung Osten erkennt man die imposanten Wände von Kreuzkofel und Lavarella, die zu den Paradekulissen Ladiniens gehören.

Wir folgen der Bezeichnung Nr. 35 abwärts, stoßen bald auf einen Almfahrweg und durchwandern damit die Terrasse der Peitlerwiesen. Verstreute Hütten und Heuschupfen tragen wesentlich zum harmonischen Bild einer gepflegten Kulturlandschaft bei. In der Ütia Vaciara ließe sich einkehren, bevor mit demGömajoch (2111 m) die zweite markante Schwelle der Rundtour hindernislos überschritten wird. Hier wechseln wir über den weit ausstreichenden Ostausläufer des Peitlers, lassen dann Nr. 35 nach Untermoi abziehen und wandern mit Nr. 8B – vorübergehend auf breiter Trasse – Richtung Ütia de Göma (2030 m). Hinter der Jausenstation geht es etwas verschlungen durch eine Bergsturzzone zu Füßen der Nordwand (an einem riesigen schwarzen Block vorbei) und damit zurück zur Munt de Fornela. Tief beeindruckt von der Fülle der Impressionen kehrt man zum Würzjoch zurück.

Touren-Charakter

Leichte Wanderung auf normalen Bergwegen oder teils auch breiten Naturstraßen im Almgelände. An seltenen abschüssigen Stellen elementare Trittsicherheit vorteilhaft, aber nirgends problematisch.

Beste Jahreszeit

Anfang Juni bis Ende Oktober

Ausgangspunkt

Würzjoch (2000 m), Scheitelpunkt der Brixner Dolomitenstraße mit gebührenpflichtigem Parkplatz. Zufahrt aus dem Eisacktal über Afers oder Villnöß bzw. aus dem Gadertal von St. Martin in Thurn.

Route

Würzjoch - Peitlerscharte 1½ Std. - Gömajoch 1½ Std. - Würzjoch 1½ Std.; insgesamt 4½ Std.

Höchster Punkt

Peitlerscharte (2357 m)

Gipfeltour

Ausdauernde Bergwanderer mit etwas Felserfahrung können an der Peitlerscharte den Gipfelabstecher auf den Peitlerkofel (2875 m) einflechten. Zuerst erfolgt ein Zickzackkurs im Gras- und Schrofenterrain, der zuoberst von einem gesicherten Felsensteig abgelöst wird. Hin und zurück muss man mit 2½ Std. extra rechnen, ohne die Gipfelrast, die bei schönem Wetter lange dauern kann!

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Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.