JBerg-Verlag
Leichte Wanderungen
wandern

Wandern Chiemsee-Alpenland: Von Prien nach Gstadt

Anspruch:
leicht
Dauer:
03:45 Std.
Länge:
14 km
Aufstieg:
30 m
Abstieg:
30 m

Großartiges »BergKino« am Nordufer des Chiemsees. Den zweiten Schritt in Richtung Chiemgauer Alpen muss man unbedingt am Nordufer des größten Sees in Bayern machen.

Beschreibung

Volle Lust auf Berge 

Auf der netten Wanderung von Prien nach Gstadt bieten sich immer wieder grandiose Blicke über den Chiemsee auf die Chiemgauer Alpen. Schließlich sollen gemütliche Wanderungen nicht nur den Bewegungsapparat erschöpfungsfrei in Schwung bringen, sondern auch die Neugierde auf künftige Gipfelziele wecken.

Zu diesem Zweck folgt man an der Priener Bootsanlegestelle, links des großen Schildes der Chiemseeschifffahrt, zunächst dem Teerweg in Richtung See. Hier wendet man sich nach links und geht am Erlebnisbad Prienavera vorbei. Bei einer Kurve des Fahrwegs folgt man links dem »Fahrrad«-Schild in einen Erdweg. Der Fahrweg wird zum Fußgängerweg und verläuft zuerst parallel zum Ufer, überquert einen Parkplatz und macht dann nach einer Links- eine Rechtskurve. Entlang eines Grabens quert der Weg eine breite Wiese. Über zwei Brücken erreicht man den südlichen Damm der Prienmündung. Hier wendet man sich nach links und erreicht bald einen Kiosk, wo eine Infotafel Wissenswertes über die geologische Entstehung des Chiemsees vermittelt.

Hinter dem Gebäude geht es nach rechts, man wandert nun immer in Ufernähe durch Schilf hindurch weiter nach Norden. An einem breiten Querweg folgt man diesem nach rechts und erreicht bald die Häuser von Schafwaschen. Man stößt auf eine Straße, wendet sich nach rechts und muss ein gutes Stück parallel zu ihr nach Norden weiterwandern. An einer breiteren Autostraße geht man rechts und verlässt die Teerstraße, indem man sich wieder nach rechts wendet.

Fernsicht erwünscht 

Von nun an bieten sich bei klarer Luft (also vor allem im Herbst und im Frühjahr) immer wieder schöne Blicke auf den Chiemsee mit der dahinter aufragenden Kampenwand. Ihr markanter, lang gezogener Felsrücken mit vielen Zacken und Türmen steht im krassen Gegensatz zu den ansonsten eher runden und grünen Gipfelformen der Chiemgauer Alpen. Eine am Weg liegende Sitzbank auf einem kleinen Steg ist genau der richtige Ort, um die Blicke über das Wasser streifen und die Seele baumeln zu lassen. Entlang des Schilfgebiets führt der Weg auf die breite Landzunge von Sassau zu. Hier quert man eine Fahrstraße, folgt einem Fahrweg halb links und wendet sich bald von diesem nach rechts ab.

Badestopp Kailbacher Bucht 

Immer entlang des Schilfgürtels erreicht man bald die Bucht von Kailbach. Im Sommer packt man am besten hier seine Badesachen aus, denn an der Ostseite der Bucht liegt ein schönes Badegelände. Am dortigen Kiosk haben sich nicht nur die Kids ein Eis verdient. Schließlich hat man bereits etwa zwei Drittel der Gesamtstrecke bewältigt.

Nach dem Baden geht es in derselben Richtung am Ufer entlang weiter und man erreicht fast das Ende einer Landzunge, wo sich der Weg scharf nach links wendet. Ein kleiner Abstecher zur Spitze der Landzunge ist sehr empfehlenswert. Auch von dort hat man einen tollen Ausblick auf See, Herreninsel und Berge. Rechts der Bänke befinden sich zudem ein paar schöne Kiesbuchten.

Nachdem man die Häuser von Urfahrn passiert hat, geht es gleich wieder nach rechts. In der nächsten Bucht kommt man an zwei Jachthäfen vorbei und kann an der Ostseite von dem breiten Weg halb rechts in einen Fußweg abzweigen. Noch einmal folgt man dem breiten Fahrweg, um ihn abermals einem Fußweg folgend zu verlassen. Durch den schönen Uferwald erreicht man einen breiteren Weg und geht an der nächsten Gabelung rechts. Es öffnen sich die ersten freien Blicke hinüber zur Fraueninsel und man kommt bald am Beobachtungsturm Ganszipfel vorbei. Von hier aus lassen sich nicht nur Kampenwand & Co. bewundern, sondern auch einige der bislang mehr als 300 gesichteten Vogelarten des Chiemsees. Indem man immer dem Uferweg folgt, erreicht man die Bootsanlegestelle von Gstadt.

Bootsfahrt zum Abschluss 

Hier schaut man gleich auf den Fahrplan, um zu wissen, wann das nächste Schiff fährt. Die Zeit bis dahin kann man natürlich mit einem weiteren Bad im See oder aber mit einer Erfrischung in einem der am See gelegenen Gasthäuser verkürzen. Auf der Rückfahrt von Gstadt nach Prien bietet sich sowohl auf der kleinen Fraueninsel als auch auf Herrenchiemsee ein Zwischenstopp an.

Touren-Charakter

Uferwanderung auf breiten Wegen, die auch von Fahrradfahrern benutzt werden; herrliche Plätze mit tollem Alpenpanorama am Weg

Ausgangspunkt

Prien (525m)

Endpunkt

Gstadt (525m)

Baden im Herbst

Diese Tour empfiehlt sich besonders in der zweiten September- und ersten Oktoberhälfte. Denn nach den bayerischen Schulferien ist deutlich weniger los und trotzdem ist der flache Chiemsee, einen einigermaßen warmen Frühherbst vorausgesetzt, noch warm genug, um reinzuspringen.

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