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Bergwandern
wandern

Wandern Berchtesgadener Land: Zur Halsalm

Anspruch:
leicht
Dauer:
03:00 Std.
Länge:
7 km
Aufstieg:
450 m
Abstieg:
450 m

Käse und Buttermilch mit Adlerpfiffen. Dieser Rundweg entführt uns zu einer waschechten Alm mit Sennerin und Käserei. Die Halsalm ist kein vertouristisierter Berggasthof, sondern wird nur während der Sommermonate bewirtet, wenn die Kühe genügend Gras finden.

Die Hausalm liegt idyllisch mitten im Nationalpark.wandern, leicht
Die Hausalm liegt idyllisch mitten im Nationalpark.© Wilfried Bahnmüller, Lisa Bahnmüller
Beschreibung

Wir starten vom Parkplatz südlich des Hintersees und folgen dem kleinen Sträßchen durch die Schranke, die den Zugang zum Berchtesgadener Nationalpark für den öffentlichen Verkehr sperrt. Für uns Fußgänger steht der Weg natürlich frei und gleich darauf passieren wir das Informationshaus des Parks. Es ist in einem wunderschönen alten Hof untergebracht und natürlich lohnt sich ein Besuch. Fragen Sie den Park-Ranger, wo dieses Jahr das Adlerpärchen nistet. Manchmal brütet es in den Felswänden oberhalb der Halsalm. Egal wo die Adler nisten, wer aufmerksam ist, kann ihre Pfiffe gut hören.

Kurz hinter dem Infozentrum weist uns rechts ein Schild auf eine kleine Almstraße zur Hochalm/Halsalm. Nicht gerade sanft geht es gleich zur Sache. Zum Glück ist der Weg anfangs schattig, das erleichtert den Aufstieg. Bald haben wir herrliche Ausblicke bis zum Talschluss und zu den Bergen der Reiteralpe. Von links zweigt einmal der Böselsteig ab, diesen lassen wir unbeachtet und bleiben auf unserem Forstweg. Nach ein paar Kehren wird es flacher und wir erreichen an einem Viehgatter eine Almwiese. Vor einem Marsch direkt über die Wiese wird mit der Warnung vor Kreuzottern abgeraten, was uns übrigens auch die Sennerin der Halsalm bestätigt hat. Fast eben gehen wir an einer kleineren Almhütte vorbei und erreichen schließlich von oben die Halsalm. Vor der Hütte stehen einige Holztische und Bänke. Von Juni bis September wird die Alm bewirtet. Die junge und freundliche Sennerin produziert ihren Käse und die Buttermilch selbst. Es gibt Käse- und Schinkenbrote und eine kleine Getränkeauswahl. Ab 17 Uhr ist geschlossen, denn dann muss sie sich um ihre Kühe kümmern, die bereits mit vollen Eutern vor der Stalltüre warten. Selten haben wir so saubere Kühe gesehen wie hier auf den Almwiesen. Aber nicht nur die Kühe und die Brotzeitt überraschen. Der Ausblick über den Hintersee und die Ramsau auf den Hohen Göll ist postkartenverdächtig. Wer die Idylle lieber in Ruhe genießen möchte, kann bis zu dem kleinen Kreuz mit den Bänken hinübergehen. Hier beginnt auch unser Abstieg.

Auf dem schmalen Pfad, der am Kreuz vorbeiführt, wandern wir bergab. Nach einigen Kehren und Stufen erreichen wir wieder eine Abzweigung. Diesmal halten wir uns rechts hinunter nach Hintersee/Antoniuskapelle. Steil geht es bergab und wir stoßen fast unten im Tal an einen querenden Weg etwas oberhalb der Häuser am Hintersee. Hier halten wir uns wenige Meter links, bleiben dann aber entlang des Maschenzaunes und gehen in Waldrandnähe die letzten Meter bergab. So erreichen wir wieder den See, und nun ist es nicht mehr weit entlang des Sees zurück bis zum Parkplatz.

Touren-Charakter

Unschwierige Wanderung; der Aufstieg etwas steiler bergauf auf einer Almstraße, der Abstieg über schmale Bergpfade

Ausgangspunkt

Parkplatz der Nationalpark-Informationsstelle Klausbachhaus

Endpunkt

Parkplatz der Nationalpark-Informationsstelle Klausbachhaus

Tipp

Wenn während der Almzeit alles gut ging und kein Tier verunglückt ist, werden im Herbst die Kühe wunderschön mit Zierschmuck aufgekränzt ins Tal getrieben. Ein großes Spektakel, zu dem viele Schaulustige anreisen.

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Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
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