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Wandern Berchtesgadener Land: In die Aschauer Klamm

Anspruch:
leicht
Dauer:
03:00 Std.
Länge:
8 km
Aufstieg:
250 m
Abstieg:
250 m

Wenig bekannte Klammwanderung. Die direkt an der österreichischen Grenze gelegene Aschauer Klamm ist vergleichsweise wenig bekannt. Das ist umso verwunderlicher, als außer der schönen Wildbachtour selbst auch noch eine nette Einkehrmöglichkeit am Weg liegt.

Der Weg entlang der Aschauer Klamm steigt angenehm bergan.wandern, leicht
Der Weg entlang der Aschauer Klamm steigt angenehm bergan.© Michael Pröttel
Beschreibung

Zur Klamm hinunter

Direkt am Wendekreis macht ein Schild auf die Aschauer Klamm aufmerksam. Man folgt diesem und somit einer Teerstraße, die durch schönes Wiesengelände leicht bergan führt. Bei einer Kurve zweigt man von der Teerstraße beschildert nach links ab. Es geht an einer Hütte vorbei und in den Wald hinein. An einem Holzplatz weist ein weiteres Schild geradeaus. Der schöne Fahrweg führt leicht bergan, bis man an einer Gabelung nach rechts von diesem abzweigt. Das Schild »Aschauer Klamm – Nur für Geübte« sollte man übrigens nicht überbewerten. Trittsichere Wanderer werden in der Klamm keine Probleme haben.Ein schmaler, schöner Fußweg führt in Serpentinen bergab und schon bald hört man das Wasser des Aschauer Baches durch die Blätter des Bergmischwaldes rauschen. Indem man einen Abzweiger nach rechts ignoriert, gelangt man direkt nach einem kurzen erodierten Wegstück zum Bach und folgt dem dortigen etwas breiteren Fußweg nach links. Sogleich bieten sich wunderschöne Stellen am Bach zum Verweilen an. Manchmal entfernt sich der Weg etwas vom Bach, um sich ihm kurze Zeit später wieder zu nähern. Auf einer Brücke wechselt man auf die andere Bachseite. Dahinter geht es ein Stück steiler bergauf.

Kaskaden und Gumpen

Kurz danach steht man am Beginn der eigentlichen Klamm. Ab jetzt muss man auf kleinere Kinder aufpassen und sie an besonders schmalen Wegstücken an die Hand nehmen. Über Stufen geht man an einem kleinen Wasserfall vorbei, dann wird auf die andere Bachseite gewechselt.

Eine großartige Folge von kleinen Kaskaden und Gumpen verdeutlicht im weiteren Talverlauf, mit welcher Beharrlichkeit sich das Wasser hier seit Jahrtausenden in den Fels schneidet. Der Weg ist zum Teil sehr schmal, erodierte Passagen werden mithilfe von Drahtseilen entschärft. Dann öffnet sich die Klamm zu einem breiteren Wildbach und eine Holzbrücke führt wieder auf die andere Bachseite. Der Weg steigt nun ein Stück lang bergan und zieht vom Aschauer Bach weg. Nachdem es wieder flach wird, erreicht man die (unbewirtete) Aschauer Klause, wo Holztische zum Auspacken und Verzehren der mitgebrachten Brotzeit einladen. An der Klause wurde früher Wasser aufgestaut, um das eingeschlagene Holz mit einem großen Wasserschwall bis in die Saalach zu treiben. Von dort gelangte es nach Bad Reichenhall, wo es zur Befeuerung der Solepfannen bei der Salzgewinnung benötigt wurde.

Zurück über den Haiderhof

Nach der Pause geht es zunächst auf demselben Weg bis zu der Stelle zurück, an der man zu Beginn der Tour den Bach erreichte. Hier folgt man weiter dem schönen Weg, der den unteren Teil des Wildbaches begleitet. Ein Schild zeigt an, dass der Haiderhof keine halbe Stunde entfernt ist. Diese kleine Zusatzschleife lohnt sich unbedingt, da der Weg weiterhin wunderschön ist und im unteren Teil größere Gumpen zu einem Sprung ins frische Nass einladen. Nachdem man ein letztes Mal mit zwei Brücken die Bachseite gewechselt hat, steht man auch schon am Haiderhof, der früher eine alte Mühle war.An dem Biohof sollte man sich den Bauch aber nicht allzu sehr vollschlagen. Denn um zum Ausgangspunkt zurückzugelangen, geht es noch einmal ein gutes Stück bergauf. Erst steigt der Weg an, dann geht man, wo es flacher wird, an einer Gabelung geradeaus. Noch einmal geht es im lichtem Kiefernwald aufwärts. Hier öffnen sich nette Blicke ins Unkener Tal. Nachdem es wieder flacher wird, mündet der Weg in einen Hohlweg, dem man nach rechts folgt. Bei einer letzten Gabelung hält man sich halb links, kommt an einer Blockhütte vorbei und stößt kurz darauf auf die Teerstraße, der man zum Ausgangspunkt folgt.

Touren-Charakter

Traumhafte Bach- und Klammwanderung auf zumeist recht schmalen Wegen. Teils Trittsicherheit erforderlich. Wegen einer eingestürzten Brücke wird der Bach einmal auf Felsblöcken überquert.

Ausgangspunkt

Parkmöglichkeit an Wendekreis hinter der Kaserne Oberjettenberg (620 m)

Endpunkt

Parkmöglichkeit an Wendekreis hinter der Kaserne Oberjettenberg (620 m)
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