Bruckmann CMYK quer
Panoramawege
wandern

Wandern Bayerischer Wald: Kultstätte Pilgramsberg mit weiter Aussicht

Anspruch:
leicht
Dauer:
05:00 Std.
Länge:
15 km
Aufstieg:
440 m
Abstieg:
440 m

Vom Schloss zum Wallfahrtsberg. Der Pilgerweg von Falkenfels zum Pilgramsberg schenkt uns Aussichten über den Vorderen Bayerischen Wald. Schon die Kelten hatten hier eine dem Himmel nahe Kultstätte. Heute ist die Kirche Sankt Ursula einer der ältesten Wallfahrtsorte Bayerns.

Beschreibung

Zur Kapelle in Hirschberg

Vom Parkplatz am Friedhof in Falkenfels streben wir auf der Burgstraße der Burg Falkenfels zu, um sie näher zu betrachten. Ursprünglich um 1100 von den Grafen von Bogen begründet, wurde sie mehrfach zerstört und wiederaufgebaut. Der linke Gebäudeteil ist die Kirche St. Josef, die auf der ehemaligen Burgkapelle steht. Der Turm wurde erst 1888 nach einem Brand mit dem Zinnenkranz versehen und erscheint heute eher wie ein Burgfried als zu einer Kirche gehörend. Auf der Burgstraße gehen wir wieder 50 Meter zurück und biegen nach links in die Bergstraße ein, die weiter unten in die Dorfstraße übergeht. An der Gabelung vor dem kleinen Bayerwaldhaus mit dem Balkendachgeschoss biegt die Dorfstraße nach rechts ab. Am Landgasthof Kienberger laufen wir auf der Oberhofer Straße links und queren die Bayerwaldstraße (SR 28) in die Steinbergstraße in Richtung Pilgramsberg. Die Markierung mit der Nummer 3 begleitet uns. Nach 30 Metern nehmen wir an der Gabel die rechte Straße und tangieren ein altes Wegkreuz. Ein Blick zurück zeigt die Burg über dem Ort Falkenfels. An der großen Kastanie betreten wir auf dem linken Weg den Wald und bleiben mit der Markierung Nummer 3 geradeaus. Fast in der Mitte einer Waldwiese führt der Weg links wieder in den Wald hinein. An einer Kreuzung wandern wir auf dem Forstweg nach links und an einem Abzweig nach rechts auf den flachen Steinberg hinauf. An einer Lichtung mit zwei einsamen Gehöften bleiben wir geradeaus und tauchen wieder in den Wald ein. Dann geht es über Felder und Wiesen auf Hirschberg zu. Zwar biegt der Weg mit der Nummer 3 am ersten Bauernhof nach rechts ab, aber wir laufen geradeaus in das Dorf hinauf. Den schönen Picknicktisch am Maibaum und die Kapelle in Hirschberg merken wir uns für den Rückweg.

Zum Sockabach

Aus der Mitte des Dorfes Hirschberg wandern wir rechts nach Nordosten in Richtung Pilgramsberg auf dem kleinen Asphaltsträßchen hinaus. Im Wald fällt die Straße dann abwärts und an der ersten Kreuzung nehmen wir den zweiten Weg nach rechts in Richtung Pilgramsberg, der steil in den dunklen Fichtenwald hinabführt. Unten queren wir ein winziges Bächlein.

Dann müssen wir genau aufpassen! 50 Meter vor dem Waldrand zeigt die Markierung Nummer 3 fast weglos rechts durch den Wald. Zwar kommen wir dann wieder auf einen Weg, der aber bald ebenso weglos nach rechts mit der Nummer 3 wieder in den Wald hinein verlassen wird. Der weitere kurvige Verlauf ist anhand der Bäume nicht zu beschreiben. Es hilft allein, die Augen offen zu halten und den deutlichen Markierungen Nummer 3 durch den Wald zu folgen. Das Bächlein begleitet uns bergab. Unten im Tal treffen wir auf eine Wiese mit dem glucksenden Sockabach, den wir auf einem Steg überqueren.

Zur Kirche St. Ursula

Vom Bach führt ein Fahrweg nach rechts aus dem Tal hinauf und erreicht den Bachweg in Pilgramsberg, auf dem wir nach rechts gehen. An der Kreuzung vor der Gaststätte Schedlbauer wenden wir uns auf der Hauptstraße nach rechts und kommen zum Dorfanger, in dessen Mitte ein Picknicktisch und die Infotafel für den Naturerlebnispfad stehen. Hier biegen wir links in die Haunkenzeller Straße ein, gehen aber schon nach 20 Metern an der Straßenlaterne und noch vor dem Haus Nummer 2 nach links auf dem Wiesenweg aufwärts. Die Kreuzwegstationen begleiten uns hinauf am Gasthaus Schöne Aussicht vorbei. Herrlich ist das Panorama von der Terrasse der Gaststätte aus. Der Vordere und auch der Hintere Bayerische Wald mit seinen hohen Bergen sind zu überblicken.

Ist auch der Kirchturm schon zu sehen, bleibt uns doch noch ein Stück hinauf zur Wallfahrtskirche St. Ursula. Nicht nur der geniale Aussichtsplatz, sondern auch die mächtige Winterlinde nimmt den Wanderer sofort gefangen. Der Picknicktisch unter der Linde ist für die Zeit nach der Kirchenbesichtigung hoffentlich schon für müde Wanderer reserviert. Die Kirche ist ein schlichter Barockbau, der um 1680 auf gotischen Grundmauern errichtet wurde. Innen sind viele Wallfahrtskerzen und Votivgaben aufgestellt. Die Muttergottesstatue im Hauptaltar ist eine Nachbildung der Skulptur in Altötting.

Zum Sockabach

Wer nun den Naturerlebnispfad begehen will, richtet sich vor der Linde am Denkmal vorbei nach Norden aus. Der Weg ist gut markiert und führt in einem großen Bogen durch den Wald über den Pilgramsberg und stößt schließlich am Tennisplatz auf die Haunkenzeller Straße, die uns nach rechts zum Dorfanger bringt. Auf der Hauptstraße nach rechts und auf dem Bachweg nach links finden wir den Feldweg hinunter zum Sockabach.

Zur Kapelle in Hirschberg

Ein wegloses Stück durch den Wald hinauf und nach links auf dem Weg kommen wir zu dem kleinen Asphaltsträßchen, auf dem wir nach links wieder die Kapelle in Hirschberg erreichen. Vielleicht brauchen wir ja jetzt den schönen Picknicktisch.Zum Parkplatz am Friedhof Vom Maibaum nach Süden verläuft der Weg hinunter über Wiesen und Felder und schließlich über den bewaldeten Steinberg nach Falkenfels hinüber. Die Bayerwaldstraße in Falkenfels überqueren wir nun geradeaus in die Oberhofer Straße und kommen zum Parkplatz am Friedhof zurück.

Touren-Charakter

Leichte, vorwiegend schattige Rundtour, größtenteils auf Naturwegen und Forststraßen durch Wälder, Wiesen und Ortsgebiet, meistens markiert mit der Nummer 3. Steile Bereiche am Sockabach und Pilgramsberg.

Beste Jahreszeit

April bis Oktober

Ausgangspunkt

Parkplatz am Friedhof Falkenfels, 488 m

Endpunkt

Parkplatz am Friedhof Falkenfels, 488 m

Route

Parkplatz am Friedhof Kapelle Hirschberg 1:05 Std. Sockabach 0:35 Std. Kirche St. Ursula 0:30 Std. Sockabach 1:10 Std. Kapelle Hirschberg 0:40 Std. Parkplatz am Friedhof 1:00 Std.

Höchster Punkt

Kirche St. Ursula, 615 m

Information

Die Wanderung ist ohne den Naturerlebnispfad nur 12 km lang.

Der heilige Pilgramsberg

Der Pilgramsberg galt schon den Kelten als heilige Kultstätte. Wie so oft wurden diese geweihten Orte nach der Christianisierung beibehalten. Als Erstes wurde eine gotische Kapelle errichtet und seit 1460 gab es hier oben eine Statue der heiligen Ursula. So zählt der Pilgramsberg zu den ältesten Wallfahrtsorten Bayerns. 1680 baute man dann eine Barockkirche und 1839 kam eine Muttergottesstatue dazu.

Lust auf mehr?
Panoramawege Bayerischer Wald
Erlebe alle Touren aus dem Guide!
Die 33 schönsten Panoramatouren im Bayerischen Wald versammelt dieser Wanderführer. Vom Naturpark bis zum Böhmerwald – jede Tour ist die Schau!
Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.