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Wandern Baden-Württemberg: Grotten und Schlösser im Schwäbischen Wald

Anspruch:
schwer
Dauer:
05:00 Std.
Länge:
16 km
Aufstieg:
520 m
Abstieg:
520 m

Hohler Stein und Schillergrotte, danach zu den Alfdorfer Schlössern. Der Schwäbische Wald gilt nicht nur als der »kleine Bruder des Schwarzwalds«, sondern er ist vor allem auch für seine Naturdenkmale bekannt. Insbesondere Grotten, Höhlen und Felsmassive findet man in ihm ohne Zahl. Zwei davon wollen wir bei dieser Tour besuchen. Dazwischen wandern wir durch die für das Gebiet typischen tiefen Wälder und schmalen wiesengesäumten Bachtäler.

Die große Halle des Hohlen Steins entstand durch Auswaschung.wandern, schwer
Die große Halle des Hohlen Steins entstand durch Auswaschung.© Dieter Buck
Beschreibung

Nördlich von Bruck liegt links der Straße ein Parkplatz. Hier gehen wir rechts der Straße mit dem Wanderzeichen roter Strich hinab in den Wald. Unten finden wir die rechts des Pfades liegende Schillergrotte.

Nach einer Besichtigung gehen wir kurz weiter und zweigen mit dem Wanderzeichen des Schwäbischen Albvereins rechts ab. Wir wandern auf einem Pfad hinab und treffen auf einen Forstweg. Hier halten wir uns links, gleich darauf zieht der Forstweg nach rechts und bringt uns ins Brucker Tal zum Mühlbach.

Später kommen wir, entlang von Wiesen gehend, zu der Ansiedlung Brucker Sägmühle, hier biegen wir links ab in Richtung »Haselbach«. Wo das Sträßchen den Bach überquert, folgen wir dem Wanderzeichen nach rechts in den Wald. Nach kurzem Anstieg treffen wir auf einen querenden Waldweg, in den wir links einbiegen. An der nächsten Verzweigung weist uns das Zeichen nach rechts.

Nun steigt es an, schließlich verlassen wir den Wald und kommen vor die ersten Häuser von Großdeinbach. Hier werden wir erst nach links verwiesen, kurz darauf geht es nach rechts direkt vor die Häuser. Wir wandern nach links weiter, immer geradeaus, vorbei an den großen Wohnblöcken, bis wir vor dem Sportplatz nach links zum Wald verwiesen werden. Es geht nach rechts in ihn hinein, dann wandern wir aber am Waldrand weiter. Später überqueren wir ein Sträßchen und gehen noch geradeaus bis Waldau. Hier biegen wir bei der kleinen Kapelle links ab und halten uns gleich darauf vor dem Haus wieder links. Nun geht es steil hinab in den Wald. Rechts sehen wir den großen Hügel der ehemaligen Burg.

Im Wald zieht der markierte Weg an einem Querweg nach links und fällt steil ab. Im Tal halten wir uns an einem Querweg links und spazieren durch die Wiesen bis zu dem Sträßchen, das uns nach rechts nach Haselbach bringt. Bei den ersten Häusern zweigen wir rechts ab. Vor den letzten Häusern halten wir uns mit dem Wanderzeichen links und wandern erst durch ein schönes Waldtal, danach immer ansteigend im Wald. Das Wanderzeichen führt uns sicher durch den Wald, danach nach links durch Weiden bis zu einem Sträßchen. Hier können wir nach rechts einen kurzen Abstecher nach Alfdorf machen, kehren aber wieder hierher zurück.

Ansonsten biegen wir am Sträßchen links ab, zweigen aber gleich darauf rechts ab in Richtung »Schölleshof«. Am Waldrand werden wir mit dem Wanderzeichen nach rechts zum »Hohlen Stein« verwiesen. Es geht steil hinab zu diesem Naturdenkmal.

Der als Naturdenkmal ausgewiesene Hohle Stein besitzt ein weit vorspringendes Dach und ist wie andere ähnliche Formationen durch Auswaschung entstanden. Er besteht aus Stubensandstein, der früher zum Putzen und Fegen genutzt wurde. Um die etwa acht Meter hohe, rund sechs Meter tiefe und bis zu 15 Meter breite Felsformation herum findet man kaum andere Felsen.

Dann steigen wir hinab ins Brucker Tal, wo wir nach rechts abbiegen. Nach ein paar Minuten werden wir mit den Wanderzeichen nach links verwiesen (»Bruck Schillergrotte«). Nun steigt es auf einem Pfad wieder steil an. Am zweiten querenden Forstweg halten wir uns links. Wo der Weg nach rechts abknickt, folgen wir dem Zeichen geradeaus und kommen schließlich wieder zur Schillergrotte. Ab hier kennen wir den Weg: Nach rechts steigen wir in wenigen Minuten hinauf zum Ausgangspunkt.

Touren-Charakter

Wir wandern auf festen Wegen und Pfaden. Der Abstecher nach Alfdorf ist zusätzlich einen Kilometer lang

Ausgangspunkt

Lorch-Bruck

Endpunkt

Lorch-Bruck

Route

Lorch-Bruck/Parkplatz- Schillergrotte - Brucker Sägemühle - Großdeinbach - Alfdorf - Hohler Stein - Schillergrotte - Parkplatz

Alfdorf

Alfdorf wurde 1143 erstmals als Alechtorf erwähnt. 1327 gehörte es zum Kloster Lorch, 1554 kam es an Württemberg. Das Rittergut wurde 1640 von Georg Friedrich vom Holtz erworben. 1616/1619 wurde Alfdorf von den Herren von Neuhausen an Württemberg verkauft. Die Stefanuskirche – sie wurde schon als die schönste Kirche des Umkreises bezeichnet – wurde 1776 im Spätbarock erbaut und besitzt ein wertvolles Altarkreuz, das 1688 vom Bildhauer Grünewald aus Stuttgart erschaffen wurde, und eine schöne Stuckdecke. Im Ort stehen zwei Renaissanceschlösser der Herren von Neuhausen, das Untere (1550) und das Obere Schloss (1602). Im Oberen Schloss ist die Gemeindeverwaltung untergebracht, hier befindet sich über dem Eingang eine Schrifttafel mit der Inschrift: »Nach der Geburt Christi Jar/Diß new Adelich Haus Erbaut War/In Gottes Namen durch den Edlen/Philips von Und ZU Neuhausen«. Am Unteren Schloss sind über dem Torbau die Wappen der Freiherrn vom Holtz mit der Jahreszahl 1642 angebracht. Ein schönes Ensemble bildet das Neue Schloss zusammen mit dem Park, der Stephanuskirche und der tausendjährigen Linde in der Ortsmitte.

Schillergrotte

Die Schillergrotte ist eigentlich keine Grotte, sondern der felsige obere Teil einer Schlucht mit meist wasserfreien, 25 Meter langen Felsenflügeln und flankiert von zahlreichen zum Teil riesigen, mit Moos und Efeu bewachsenen Felsbrocken. Sie besteht aus zwei Teilen, wobei der obere Teil neuer und noch nicht so tief ausgehöhlt ist. Insgesamt weist die ganze Umgebung einen recht wilden Charakter auf. Der Name entwickelte sich erst Ende des letzten Jahrhunderts, vielleicht weil Friedrich Schiller als Kind einige Jahre im nahen Lorch lebte.

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Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.