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Wandern Baden-Württemberg: Durch die Weinberge zum »Dichterdorf«

Anspruch:
schwer
Dauer:
06:00 Std.
Länge:
18 km
Aufstieg:
500 m
Abstieg:
500 m

Interessanter Ort und Weinberge. Bei dieser Tour erwartet uns eine herrliche Wald- und Weinbergwanderung, die uns viel prächtige Natur und schöne Blicke von der Höhe hinab ins Tal bietet. Sehenswert ist auch das »Dichterdorf« Buoch mit seiner Kirche und vor allem dem Heimatmuseum, auch im Ausgangsort Grunbach sehen wir das eine oder andere sehenswerte Gebäude. Außerdem sollten wir die Kirche mit dem Brunnen davor beachten.

Beschreibung

Wer mit der S-Bahn anreist, geht von der S-Bahn-Station in der Bahnhofstraße nach Norden und trifft nach der querenden Rems und der Bundesstraße auf die Stuttgarter-/bzw. Reinhold-Maier-Straße. Auch jene Wanderer, die mit dem Auto gekommen sind, folgen ab dieser Durchgangsstraße der mit Wanderzeichen markierten Schillerstraße und gehen den Berg hinauf zur Kirche. Nach dieser wandern wir weiter in der Durchgangsstraße in Richtung Buoch zum Ortsende, wo der markierte Wanderweg rechts abzweigt. Nun geht es durch Streuobstwiesen zum Waldrand; dort gelangen wir auf einem schmalen Pfad zum Grunbacher Wasserfall.

Anschließend folgen wir dem zunächst breiten Weg in den Wald hinein. Er geht bald in einen Naturweg über. Immer dem Zeichen folgend und mehrere Wege überquerend, wandern wir nun durch den Wald hinauf. Nach Verlassen des Waldes steigen wir durch die Wiesen hinauf nach Buoch, wo wir auf das Dichterbrünnele, eine Quelle im Rätsandstein, stoßen. Wir gehen rechts an ihr vorbei, halten uns danach links und kommen zur Durchgangsstraße. Ihr folgen wir kurz, dann biegen wir links ab in die Eduard-Hiller-Straße. Hier steht das beliebte Heimatmuseum »Im Hirsch«.

Die Wanderung geht auf der anderen Seite der Durchgangsstraße weiter, hier folgen wir mit dem Wanderzeichen kurz der Steinacker Straße. Jetzt müssen wir uns entscheiden: Wer eine kurze Variante gehen will, wandert geradeaus weiter bis zu einer Gefallenengedenkstätte am Waldrand (gestrichelte Variante).

Etwas länger ist es, wenn wir gleich darauf links in die Boslerstraße abbiegen und dann nach rechts zur Kirche gehen. Links von ihr wandern wir aus dem Ort hinaus. Wir kommen am Wasserturm vorbei – wer ihn besteigen will, muss sich vorher den Schlüssel besorgen, ansonsten folgen wir der Turmstraße weiter. Wir stoßen bald auf die Straße und spazieren bis zu den rechts liegenden Gebäuden. Hier gehen wir durch den Parkplatz hindurch und biegen zwischen dem Tennisplatz und der Gastwirtschaft rechts ab zum Waldrand. Dort zweigen wir rechts ab und wandern mit dem Wanderzeichen weiter. Dem Waldrand folgend, stoßen wir an einer Waldecke auf die zuvor erwähnte Gefallenengedenkstätte, nun wandern wir mit dem Wanderzeichen geradeaus weiter. Beide Varianten sind damit wieder vereint.

Nach einem kurzen Abschnitt durch die Wiesen gelangen wir zum Wald, in dem wir zu zwei Sportplätzen gehen. Dort biegen wir am Ende des zweiten Platzes rechts ab. Nun geht es bergab und wir verlassen bald den Wald. Wir biegen rechts ab und wandern wieder auf einem Lehrpfad. Es geht mit herrlichem Ausblick am Waldrand entlang, bis wir am Lehrpfad­schild »Waldtrauf« nach links verwiesen werden.

An der nächsten Kreuzung halten wir uns rechts und gehen hinab bis zu einem Sträßchen, dem wir nach rechts zum Bauersberger Hof folgen. Wir durchqueren diese Ansiedlung, danach geht es mit einem Links-rechts-Knick und weiten Kurven hinab zum Kernershof. Auch diese Ansiedlung durchqueren wir, danach beschreibt das Sträßchen einige Kurven. Nach einer scharfen Linkskurve biegen wir rechts ab in Richtung »Osterhof«. Wir überqueren den Bach und biegen nach ihm rechts ab. Nun steigt es wieder an, wir lassen Osterhof links liegen und marschieren durch die Weinberge hinauf, bis wir den Bach überqueren. Nach ihm geht es wieder hinab zu den Häusern.

Nach den ersten Gebäuden biegen wir nach Haus Nr. 40 links ab und marschieren weiter abwärts. Wir kommen zum Friedhof, wo wir rechts in die Osterstraße abbiegen. Ihr folgen wir bis zur nach Buoch führenden Straße, wo auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Backhäuschen steht; rechts oben sehen wir die Kirche. Wir halten uns links und kommen zur Reinhold-Maier-Straße. Dort orientieren wir uns rechts und gehen bis zur Bahnhofstraße, die uns nach links zurück zum Bahnhof bringt.

Touren-Charakter

Wir wandern auf festen Wegen und Pfaden. Wer mit dem Auto kommt, sucht sich einen Parkplatz im Grunbacher Zentrum, evtl. auch südlich der Bundesstraße. Den Schlüssel zum Aussichtsturm kann man im Museum im Hirsch (Sa, So 14-16Uhr, So, Fei 10-12 und 14-16Uhr) gegen Ausweisvorlage und eine kleine Gebühr ausleihen.

Ausgangspunkt

Remshalden-Grunbach, S-Bahn-Station, Bahnhofstr. 74

Endpunkt

Remshalden-Grunbach, S-Bahn-Station, Bahnhofstr. 74

Route

Remshalden-Grunbach - Buoch - Bauersberger Hof - Kernershof - Osterhof - Grunbach

Buoch

Buoch war im Mittelalter eine Produktionsstätte für qualitativ hochwertige Keramik von »mediterraner Qualität«. Im 19. Jahrhundert war der Ort eine kleine »Dichtermetropole«; hier wirkten und lebten die Dichter Eduard Hiller, Hermann Kurz, Karl Mayer, Ottilie Wildermuth, Nikolaus Lenau und andere. Im Haus hinter dem Museum schrieb Hermann Kurz seinen Roman »Schillers Heimatjahre«. Etwas weiter findet man das Haus, in dem der Dichter Eduard Hiller ab 1869 bis zu seinem Tod wohnte. Im Museum im Hirsch sieht man eine ständige Ausstellung zu den Themen »Dichter in Buoch« und »Keramik im Mittelalter«. Der »Buocher Horizont« – die Buocher Kirchturmspitze – war bis Ende des Zweiten Weltkriegs ein bei Landvermessern bekannter Dreieckspunkt. Zur Aussicht von der Buocher Höhe wurde 1850 in der »Beschreibung des Oberamts Waiblingen« geschrieben: »Am Schönsten aber ist die Aussicht von Buoch, wo man nicht nur das ganze Panorama der schwäbischen Alp und ihrer Vorterrasse, sondern auch einen großen Theil des schwäbischen Unterlandes mit ihrem Hintergrund überblickt, während zu den Füßen das fruchtbare Remsthal mit seinen Weinhügeln und Obstbaumwäldern wie ein Garten ausgebreitet liegt.«

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