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Bergwandern
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Wandern Baden-Württemberg: Durch das urige Wieslauftal zum Ebnisee

Anspruch:
mittel
Dauer:
03:30 Std.
Länge:
12 km
Aufstieg:
150 m
Abstieg:
150 m

Mächtige Klinge und ein Badesee. Nach einem gemütlichen Anfang auf einem nur sanft ansteigenden Weg durch das idyllische Wieslauftal steigen wir, vorbei an der wilden Geldmacherklinge, hinauf nach Schmalenberg. Ein aussichtsreicher Höhenweg führt uns nach Ebni und hinab zum beliebten Ebnisee. Hier gibt es jede Menge Unterhaltungsmöglichkeiten, einschließlich Wassersport an warmen Sommertagen oder Schlittschuhlaufen im Winter.

Beschreibung

Beim Parkplatz am Ausgangspunkt befinden sich die Wasserfälle bei der Laufenmühle; auch die markant gestaltete hölzerne Figur eines Flößers als Erinnerung an frühere Zeiten ist hier zu sehen.

Die Wanderung beginnt auf der anderen Straßenseite, wo wir die interessante Anlage EINS+ALLES nur durchqueren. Hier kann man auch einkehren.

Nun marschieren wir durch das Wieslauftal. Der Bach hat sich tief in die Klinge eingeschnitten und der ­schmale Talgrund wird von hohen Wäldern umgeben. Das Gewässer mäandert durch das Tal und kommt dem Weg immer wieder nahe.

Es geht an einem rechts liegenden kleinen Weiher vorbei, etwas später zweigen wir mit dem Wanderzeichen blaues Kreuz in Richtung »Geldmacherklinge Schmalenberg« links ab. An der Rechtskurve müssen wir uns entscheiden: Wer lieber gemütlich auf dem festen Weg wandert, folgt dem Forstweg weiter (gestrichelte Variante). Schöner und interessanter ist es allerdings, wenn wir mit dem Wanderzeichen links in Richtung »Geldmacherklinge« abzweigen.

Bei der Geldmacherklinge rinnt das Wasser zwar nur spärlich, trotzdem hat sie ihre Entstehung den Kräften des Wassers zu verdanken. Ein mächtiges Felsgebilde mit Wasserfall riegelt als halbrunder Talschluss die Klinge ab, einige Meter daneben liegt die kleine, eventuell künstlich geschaffene Höhle des Geldmachers. Das Wasser verliert sich in der kleinen nachfolgenden Klinge, die ausnehmend steil zur Wieslauf hin ausläuft. Woher sie ihren Namen hat, kann man sich denken: Hier hat angeblich ein Geldfälscher sein Handwerk ausgeübt.

Oben am Waldrand trifft der Pfad wieder auf den breiten Weg. Wir folgen ihm zum Hofgut Schmalenberg und biegen nach der Ansiedlung rechts in das querende Sträßchen ab. Nach links haben wir nun immer wieder einen schönen weiten Blick ins Tal und zu den Dörfern. Danach wechseln sich Waldstücke und Freiflächen ab. Nach Heppichgehren erreichen wir Ebni.

Dort gehen wir auf der anderen Seite der Winnender Straße nach rechts erst durch Wiesen, dann durch den Wald hinab zum Ebnisee. Dort haben wir verschiedene Möglichkeiten: Wir können baden, Tretboot fahren, im Winter Schlittschuh laufen, einkehren, einfach nur den See umrunden oder uns am Strand ausruhen.

Danach gehen wir zur Südseite des Sees. Auf der anderen Seite der Straße geht das Wieslauftal ab. Ihm folgen wir mit dem Wanderzeichen roter Balken. Immer sanft bergab gehend erreichen wir schließlich den vom Anfang der Tour her bekannten Abzweig zur Geldmacherklinge, später die Anlage EINS+ALLES und schließlich unseren Parkplatz und damit das Ende der Tour.

Touren-Charakter

Wir wandern meist auf festen Wegen, nur durch die Geldmacherklinge auf einem schmalen Pfad

Ausgangspunkt

Welzheim, Laufenmühle

Endpunkt

Welzheim, Laufenmühle

Route

Welzheim/Laufenmühle - Wieslauftal - Geldmacherklinge - Schmalenberg - Ebni - Ebnisee - Wieslauftal - Laufenmühle

Erfahrungsfeld der Sinne EINS+ALLES

Der Landart- und Sinnespark mit dem Café-Restaurant Molina gehört zur Christopherus Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. Er besteht seit 2007 und greift Impulse von Hugo Kükelhaus und Rudolf Steiner zum Thema Wahrnehmung auf. In der Sozialeinrichtung leben und arbeiten rund 130 Menschen mit geistigen Behinderungen, die hier in den Werkstätten oder der Gastronomie einen Arbeitsplatz gefunden haben. Es gibt einen rund 4,5 Kilometer langen Sinnespfad, auf dem viele Landart- und Sinnesstationen auf den Wanderer warten. Weitere Attraktionen sind die Rote Achse, Aktionsplatz und Dunkelgang, mongolische Jurte, Feuerzelt, TierOase und Weidenkathedrale; in allem kann man seine Sinne spielen lassen: tasten, sehen, riechen, hören, schmecken, entdecken. Man kann die in der Anlage lebenden Tiere wie Lamas, Ziegen, Schafe, Esel und Kaninchen hautnah kennenlernen, bei Lama- und Eselwanderungen mitmachen und auch bei der täglichen Fütterung zusehen. Die außergewöhnliche Gastronomie und der Spielplatz sind kostenlos, für das Erkunden der sonstigen Spiel- und Sinnesstationen, wie den Wunderweg, die LandArt-Stationen und das Aktionshaus, wird Eintritt erhoben; Kinder bis vier Jahre sind frei. Im Winter gelten ermäßigte Preise. Im Aktionshaus findet man auch einen kleinen Shop. Zu erwerben sind unter anderem Kaffee aus der hauseigenen Rösterei und handwerkliche Arbeiten der Bewohner. Zudem kann man bei den Führungen mitmachen und es gibt an vielen Wochenenden und in den Ferien ein reichhaltiges Programm. In der angeschlossenen »Rösterei Laufenmühle« kann man live einen Röstvorgang erleben und Kaffee verkosten. Die Aufzählung der Attraktionen ist sicherlich nicht vollständig, denn es gibt immer wieder etwas Neues.

Weitere Infos unter: www.eins-und-alles.de.

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