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Wandern Alpenregion Tegernsee-Schliersee: Vogelsang und Kleiner Traithen

Anspruch:
mittel
Dauer:
03:00 Std.
Länge:
4 km
Aufstieg:
450 m
Abstieg:
450 m

Klettereinlage am Gipfelfinale. Einen richtigen Adrenalinkick verdient man sich heute auf dieser Bergtour. Kurz vorm Gipfel mit der schönen Aussicht erwartet uns eine kleine Kraxelei. Doch keine Angst, mit etwas Trittsicherheit ist sie gut zu schaffen und macht auch Spaß!

Beschreibung

Unser Aufstieg hinauf zum ersten Gipfel, dem Vogelsang, beginnt gleich hinter dem großen Berggasthof Walleralm. Der Almweg führt aufwärts zu einem Skilifthäuschen und der Start­rampe für die Gleitschirmflieger. Mit schönem Blick über den Speichersee wendet er sich nach links und führt nun steiler zum nächsten Lifthäuschen hinauf. Hier endet der breite Weg. Entlang der Almwiesen geht es jetzt auf dem Bergpfad mit der rot-weißen Markierung nach rechts.

Am Ende der Almwiese haben wir bereits die kleinen Felsen erreicht, die, durch ein Gipfelkreuz gekrönt, den Vogelsang markieren. Vom Kreuz, das 1968 von der Belegschaft des Bayrischzeller Schwebelifts errichtet worden ist, hat man einen traumhaften Blick über das Talbecken von Bay­rischzell auf den Wendelstein.

Die Sitzplätze um den Gipfel sind rar. So folgen wir einfach weiter dem Bergpfad, der im leichten Auf und Ab die Hangkante entlangführt. Bereits von diesem Weg genießen wir immer wieder die schönen Aussichten, abwechselnd nach links über den Almboden der Rosengasse oder nach rechts über das Leitzachtal mit dem Wendelstein und Seebergkopf. Übrigens finden sich auch hier immer wieder kleine Rastplätze. Diejenigen unter uns, die sich nicht auf den Kleinen Traithen wagen, können sich auf diesen Logenplätzen die Wartezeit verkürzen. Schließlich erreichen wir den Fuß des Kleinen Traithen, sein Gipfelkreuz ist deutlich zu sehen.

Ein bisschen wundert man sich, wie man da je hinaufkommen soll – aber die fleißigen Wegebauer des Alpenvereins haben den Aufstiegsweg so geschickt durch die Latschen gelegt, dass man leicht im Zickzack aufwärtssteigen kann. So stoßen wir an keinerlei abfallende Stellen, die bei manch einem Schwindel auslösen könnten. Nur drei steilere Felsstufen verlangen Konzentration und Trittsicherheit. Dafür setzen wir die Hände ein und hangeln uns über die Felsstufen nach oben. Dieses kleine Abenteuer macht richtig Spaß! Wer kleinere Kinder dabeihat, sollte diese an eine Reepschnur nehmen und erst voraussteigen. Und erst wenn man selbst wieder einen sicheren Stand hat, dürfen die Kinder nachkraxeln.

Ein wenig aus der Puste, aber mit etwas Adre­nalin im Blut erreichen wir schließlich den Gipfel. Jetzt heißt es verschnaufen und die Rundumsicht genießen! Ein Rastplatzerl findet sich bestimmt.

Wer noch Lust und Zeit hat, kann für einige Minuten dem Weg weiterfolgen und bis zur Fellalm am Traithenjoch ca. 100 Höhenmeter absteigen. Da der Rückweg auf dem Hinweg verläuft, wissen wir, wann es Zeit wird umzudrehen.

Touren-Charakter

Bis zum Vogelsang eher ein Spaziergang. Der zweite Teil ist aber eine echte Bergtour auf schmalen Pfaden, und der letzte Anstieg führt steil durch Latschen. An einigen felsigen Stufen gibt es eine kleine Kletterei. Man braucht seine Hände. Als Hilfe gibt es Drahtseile und eiserne Stufen. Die Stellen sind überschaubar (Vorsicht bei Nässe!).

Ausgangspunkt

Berggasthof Walleralm am Oberen Sudelfeld

Endpunkt

Berggasthof Walleralm am Oberen Sudelfeld

Einkehr

Unterwegs keine, erst am Schluss beste Möglichkeit in der Walleralm (mit Parkplätzen vor dem Gasthaus; wer diese benutzt, sollte im Gegenzug hier einkehren) oder der Speckstube.

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