JBerg-Verlag
Wanderbuch
wandern

Wandern Alpenregion Tegernsee-Schliersee: Auf den Hirschberg

Anspruch:
mittel
Dauer:
05:00 Std.
Länge:
13 km
Aufstieg:
920 m
Abstieg:
920 m

Gipfelziel für (fast) das ganze Jahr. Der Hirschberg ist ein »Berg für alle Fälle«, ein lohnendes Ziel für jede Jahreszeit, auch im Winter, dann mit Tourenskiern oder mit dem Schlitten. Im Sommer hat man die Wahl zwischen zwei Anstiegen, beide markiert, der eine eher gemütlich, der andere mit knackiger 300-Meter-Rampe.

Beschreibung

Wir entscheiden uns für den Steilanstieg von Point herauf, starten gleich am großen Skiparkplatz. Das hat den Vorteil, dass man rasch an Höhe gewinnt. Wer allerdings spät losgeht, wird im Sommer kräftig gegrillt. Ein wenig ins Schwitzen geraten wir auch, doch das gehört zum Bergsteigen. An der Gründ mündet die Spur in eine breite Sandstraße. Ein paar Meter weiter gabelt sich die Piste (schattige Rastbank). Hier ist der rechte Weg auch der richtige. Er führt bei moderater Steigung in den teilweise bewaldeten Graben unter dem Rauheck, dann über ein paar Schleifen hinauf zu der schön gelegenen Rauheckalm (1480m). Wenig oberhalb der Hütten, am grasigen Kamm, gibt’s den ersten freien Blick nach Norden, auf den Tegernsee. Das liebe Vieh interessiert sich mehr fürs saftige Grün. Frisches Gras statt abgestandene Silage aus Dinoeiern – da muss die Milli ja viel besser schmecken …

Der Weiterweg steigt – nach rechts umbiegend – weiter an. Eine Schrift appelliert an alle »Vernunftbegabten«, hier nicht direkt über den Hang zur Ostkuppe des Hirschberges anzusteigen (Erosionsgefahr). Wir halten uns daran, klar. Am Kamm muss man sich entscheiden: Panorama oder Einkehr. Bei schönem Wetter geht’s natürlich weiter zum Gipfel, die Brotzeit samt einer Halben schmeckt hinterher ja genauso gut. Das große Kreuz fest im Blick, steigt man kurz an zum First des Hirschbergs, der, immerhin rund 500 Meter lang, genau westöstlich ausgerichtet ist. Die deutliche Spur leitet flach hinüber zum finalen Minianstieg, und wenige Minuten später stehen Mann/Frau oben.

Vom Gipfel aus hat man nicht nur viele Berge im Blick, sondern auch das Hirschberghaus (1511m), das sich an eine Geländemulde unter dem Kratzer schmiegt: Einkehr mit Aussicht. Nach der ausgiebigen Rast wandern wir auf dem Sommerweg, der in ein paar Kehren über den steilen, teilweise verstrauchten Nordrücken verläuft, hinab zur Hirschlacke, wo Biker ihren Drahtesel und Rodler im Winter ihr Kufengefährt deponieren. Wanderer kürzen beim weiteren Abstieg die weiten Schleifen der Sandstraße auf dem markierten alten Almweg ab. Die Holzpointalm bleibt rechts abseits; bei den obersten Häusern von Leiten verlassen wir den Wald. Auf Asphalt geht’s am Bergfuß rechts zurück zum Parkplatz bei Point.

Touren-Charakter

Ein Wanderklassiker der Tegernseer Gegend mit Einkehrmöglichkeit in Gipfelnähe. Die Wegbeschaffenheit variiert zwischen bequemer Forstpiste und sehr steiler Pfadspur. Vom Hirschberg tolles Panorama.

Ausgangspunkt

Skiparkplatz bei Point

Endpunkt

Skiparkplatz bei Point

Naturkäserei am Tegernsee

An der Straße vom Tegernsee nach Kreuth liegt die 2010 eröffnete Käserei. Hier kann man nicht nur feinen Käse (21 Sorten) und Joghurt aus eigener Produktion kaufen, im Brotzeitstüberl mit Terrasse gibt’s leckere Kleinigkeiten, auch Kaffee und Kuchen (Montag, Donnerstag bis Samstag Führungen, Tel. 08022/188352-0, www.naturkaeserei.de).

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Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.