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Zeit zum Wandern
wandern

Wandern Allgäu: Wasserfallweg über Nesselwang

Anspruch:
mittel
Dauer:
02:00 Std.
Länge:
4 km
Aufstieg:
220 m
Abstieg:
220 m

An den bewaldeten Hängen der Alpspitze über Nesselwang verstecken sich einige Sehenswürdigkeiten. Der Weg führt uns vorbei an einem rauschenden Wasserfall und an der Ruine der kleinen Nesselburg zur Wallfahrtskirche Maria Trost. Entlang des Kreuzweges geht es hinab nach Nesselwang.

Beschreibung

Der Wegverlauf

Wir beginnen die Wanderung am oberen, östlichen Ende der Parkplätze an der Talstation der Alpspitzbahnen nahe dem Gasthof Sonnbichl. Hier finden wir einen breiten Alleeweg, der uns über die Wiesen zum Fuß der Alpspitz führt. Die sogenannte Wasserfallbrücke hilft uns über den Bach zu einer Weggabelung, an der wir uns rechts halten. Eine Hinweistafel informiert über die Nesselburg, die wir später besuchen. Vorerst folgen wir jedoch dem Bach, der bizarre Gesteinsschichten aus dem Untergrund modelliert hat, nach rechts.

Der Weg folgt dem harmlos plätschernden Bach, bis sich ganz unvermittelt vor uns ein steiler Kessel auftut. In mehreren Stufen rauscht der Bach im Hintergrund als eindrucksvoller Wasserfall über die Felswände. Den Steilhang rechts des Wasserfalls können wir mit Hilfe eines aufwendig angelegten hölzernen Treppenweges überwinden, der uns zur oberen Absturzkante führt und uns einen eindrucksvollen Tiefblick über die Kaskaden öffnet. Ein Holzsteg hilft uns nun über den Bach. Auf schmalem Steig und weiteren Stegen steigen wir durch die enge Felsschlucht vorbei an grün schimmernden Gumpen bergan. Der Weg wird flacher und führt uns zu einer Wegkreuzung.

Wir wählen den linken Steig, der uns am Rand der Schlucht, durch die wir gerade gewandert sind, in gleichbleibender Höhe zu einer weiteren Wegkreuzung bringt. Geht man auf dem schmalen Steig geradeaus, kann man direkt zum Ausgangspunkt zurück­wandern. Wir folgen jedoch dem Weglein, das rechts durch den Wald bergan führt. Nach kurzer Strecke zweigt links ein schmaler Steig zu den Resten der Nesselburg ab, die auf einem nahen Hügel aufragen. Der abgelegene, von zwei Bachtälern eingefasste Standort hielt für die mittelalterliche Besatzung so manche Beschwernisse bereit. 170 Hm über Nesselwang in steilem Gelände gelegen, war die Ende des 13. Jh. von den Herren von Rettenberg erbaute Burg schwer zu versorgen. Im Winter muss das Leben an dem feuchten Nordhang alles andere als angenehm gewesen sein.

Von der Burg geht es über einen bewaldeten Rücken mit tief eingeschnittenen Bachtälern auf wurzeligem Weg steil bergan. Bald erreichen wir die sanften Wiesen der Unter-Alpe, über die wir zur nahen Alphütte schlendern. Wir folgen dem breiten Alpweg nach links und wandern an einem Brunnen vorbei zu einer Wegkreuzung. Ein breiter Kiesweg leitet uns rechts aufwärts zu einer Querstraße, auf der wir links durch den Wald ohne weitere Mühen zur nahen Wallfahrtskirche Maria Trost (1:15 Std.) hinüber wandern. Von alten Bäumen beschattete Bänke laden an der barocken Kirche zu einer verdienten Rast ein.

Direkt gegenüber der Eingangstür zum Vorraum der Wallfahrtskirche finden wir die Fortsetzung unseres Weges, der durch den Wald abwärts führt. Wir halten uns nach kurzer Strecke links und wandern an den Stationen des 1842 erbauten Kreuzweges vorbei auf dem Wallfahrerweg bergab. Die einzelnen Stationen liegen teils am Weg, teils müssen wir kurze Abstecher unternehmen. Zwischen den beiden obersten Bildstöcken queren wir eine Wirtschaftstraße, und der recht steinige, steile Weg läuft bald rechts einer nahen Forststraße abwärts. Ein zweites Mal müssen wir eine Kiesstraße überqueren und finden rechts haltend einen Weg, der sich durch den steilen Waldhang nach links zu einem nahen Bachtal wendet. Nach einem Holzsteg halten wir uns rechts und treffen bald an der Wasserfallbrücke auf unseren Anstiegsweg. Wallfahrtskirche Maria Trost

Wir gehen rechts über den breiten Bach und auf dem bekannten Weg, über die Wiesen bis zur Teerstraße, die uns links zum Parkplatz der Talstation der Alpspitzbahnen (2:00 Std.) zurückbringt.

Wallfahrtskirche Maria Trost

Auf dem Rückweg von einer Pilgerreise in den Schweizer Marienwallfahrtsort Einsiedeln ließ sich der Salzburger Freiherr von Grimming mit einem von ihm mitgebrachten Marienbild hoch über Nesselwang in einer Einsiedelei nieder. Sie wurde dank des Gnadenbilds schnell ein beliebtes Wallfahrtsziel, und es entstand 1658 zum Schutz des Bildes eine erste Holzkapelle. Schon im folgenden Jahr wurde sie durch einen Steinbau ersetzt, der heute vermutlich den Chor der Kirche bildet, und als Unterkunft entstand das Klausnerhaus. Ab 1704 wurde schließlich das barocke Langhaus der Wallfahrtskirche erbaut, das ein großes Deckenfresko aus dem 18. Jh. schmückt. Sehenswert sind zudem die barocken Altäre und die historischen Votivbilder. Am Weg nach Nesselwang findet man die Stationen eines 1842 erbauten Kreuzwegs.

Ausgangspunkt

Der Parkplatz an der Talstation der Alpspitzbahnen am Ortsrand von Nesselwang. GPS-Startpunkt: 47.6179/10.4990

Wegbeschaffenheit

Schmale, aber gute Wanderwege durch die Schlucht. Steile Treppe am Wasserfall

Freud & Leid

Diese Tour verläuft auf teils schmalen, aber durchwegs ungefährlichen Wegen. Ein malerischer Wasserfall wird dank einer Holztreppe problemlos umgangen, und vorbei an einer bröckelnden Burgruine geht es zu den schattigen Rastplätzen an der Wallfahrtskirche. Der Abstieg führt an den Stationen eines ­historischen Kreuzwegs vorbei.

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Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.