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Waldpfade
wandern

Wandern um Stuttgart: Vom Eisenbachhain zum Waldsee

Anspruch:
leicht
Dauer:
02:30 Std.
Länge:
8.7 km
Aufstieg:
120 m
Abstieg:
120 m

Im Naturpark Schönbuch findet man einige als Bannwald ausgewiesene Gebiete. Zu den urigsten gehört der Eisenbachhain, an dem wir vorbeiwandern zu einem stillen Waldsee, der im Sommer durch zahlreiche Seerosen erfreut. Weitere Höhepunkte sind die historische Linden­allee und die uralte Burgereiche, einer der mächtigsten Baum-Methusalems des Schönbuchs.

Beschreibung

Zur alten Rindenhütte  

Vom Parkplatz Stadtreitereiche folgen wir dem durch eine Schranke abgegrenzten Weg in den Wald. Bald erreichen wir eine Lichtung. An ihrem Anfang steht rechts ein Mammutbaum. Am Ende der Lichtung stehen wir vor dem  Bannwaldgebiet Eisenbachhain, das durch eine Tafel erklärt ist. Hier biegen wir links ab. Nun sehen wir nicht nur rechts des Wegs urige Bäume mit zum Teil bizarren Formen, sondern auch links einen Waldbestand mit Birken. Diese Baumart vermittelt durch die helle Farbe der Stämme immer einen fröhlichen Eindruck. Bald erreichen wir die  Rindenhütte. Sie hat ihren Namen wahrscheinlich daher, dass sie einst – wie bei Schutzhütten für Waldarbeiter üblich – mit Rindenstücken gedeckt war.

Seerosen und Lindenblüten  

Hier biegen wir rechts ab. Nun geht es im leichten Auf und Ab weiter. Nach einiger Zeit überqueren wir in einer Rechtskurve den  Reichenbach und folgen nun dem Wanderzeichen rotes Hufeisen auf dem Hofmeisterweg, der uns zur  Lichtung Jägersitz bringt, wo wir auch eine Grillstelle finden. An der Verzweigung halten wir uns rechts und wandern geradeaus weiter bis zu einem stillen Waldsee. In dem idyllischen Gewässer blühen ab dem Sommer bis in den Herbst hinein zahlreiche Seerosen.

Wir wandern noch geradeaus weiter bis zu einem querenden Weg. Dort halten wir uns rechts und biegen dann gleich noch einmal rechts ab in die historische kerzengerade Lindenallee mit über 200 Jahre alten Bäumen. Sie mündet in die Schweizerstraße und war einst eine stark frequentierte Verbindungsstraße zwischen Einsiedel und Schloss Solitude (bei Stuttgart). Ihr folgen wir ebenfalls nach rechts. Vorbei an den restlichen Linden wandern wir bis zur rechts abgehenden Dachsbühlstraße. Dieser folgen wir, halten uns aber etwas später links in den Birkenweg.

Burgereiche und Eisenbachhain  

Nun geht es nach Norden weiter. Wir ignorieren mehrere links abzweigende Wege und den in einer Rechtskurve von links einmündenden Weg, bis kurz nach diesem am Waldabteilungsschild »Staatswald Distr. 1 Abt. 23 Binsenweg« ein Radwegschild in einen links abgehenden Weg weist. Dieser bringt uns zur  Burgereiche. Hier biegen wir rechts ab und erreichen bald wieder das Bannwaldgebiet Eisenbachhain mit dem uns schon bekannten Eingangsschild. Wir wandern geradeaus weiter und sind kurz danach auch schon wieder zurück an unserem Ausgangspunkt.

Touren-Charakter

Rundwanderung vorbei an einem der urigsten Bannwaldgebiete im Naturpark Schönbuch. Der Weg verläuft ohne großen Höhenunterschied auf festen Forstwegen.

Ausgangspunkt

Dettenhausen, Parkplatz Stadt­reitereiche (510m). GPS: 48.590710, 9.114309

Endpunkt

Dettenhausen, Parkplatz Stadt­reitereiche (510 m). GPS: 48.590710, 9.114309

Eisenbachhain

Entstanden aus einem alten Hutewald, in dem Rinder und Schweine weideten, hat der Eisenbachhain ein urwaldartiges Erscheinungsbild mit bis zu 300 Jahre alten Eichen, bis zu 200 Jahre alten Buchen und über 100 Jahre alten Birken sowie einigen Hainbuchen. Der Name erinnert an den ersten Vorstand des früheren Forstamts Bebenhausen, Forstmeister Eisenbach, der hier für seinen Sohn, den am 31.09.1914 in Frankreich gefallenen Forstamtmann und Oberleutnant Hans Eisenbach, einen Gedenkstein setzen ließ.

Mammutbaum

Diese Baumart wird auch Wellingtonie genannt oder amerikanischer Gebirgsmammutbaum (). Sie wurde erst 1850 von dem Engländer Lobb in der Sierra Nevada (Kalifornien) entdeckt. Dies erregte ein derartiges Aufsehen, dass der Baum von den Engländern nach ihrem Nationalheiligen »Wellingtonia«, von den Amerikanern »Washingtonia« benannt wurde. Die ersten Bäume kamen 1853 nach Europa; in Württemberg ließ König WilhelmI. Samen in den Kalthäusern der Wilhelma aussäen. Die Topfpflänzchen wurden 1865 an die Staatswaldungen im Land verteilt, um zu erproben, ob dieser Baum, der schnell wächst und große Holzmengen liefert, auch in unseren Wäldern heimisch wird. Allerdings sind im kalten Winter 1879/80 die meisten der Bäumchen erfroren.

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Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.