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Bergwandern
klettersteig

Klettersteig Berchtesgadener Land: König Watzmann als Tagestour

Anspruch:
schwer
Dauer:
10:00 Std.
Länge:
18 km
Aufstieg:
1950 m
Abstieg:
1950 m

Zum Wahrzeichen der Berchtesgadener Alpen. Da das Watzmannhaus an Wochenenden meist hoffnungslos überlaufen ist, ist es ideal, das Hocheck als Tagestour anzugehen. Die dafür nötige sehr gute Kondition hat man sich auf den bisherigen Powertouren aber bestimmt erworben!

Beschreibung

Am gebührenpflichtigen Parkplatz an der Wimbachbrücke folgt man kurz der Straße und zweigt dann (Schild »Watzmannhaus«) nach links ab (Weg Nr. 441), um eine Holzbrücke zu überqueren. Hinter dieser geht es gleich wieder nach rechts und auf einem breiten Fußweg steiler bergan. Der Weg stößt auf eine breite Forststraße, der man ein Stück nach rechts folgt, um sie in einer Linkskurve (beschildert) wieder nach rechts zu verlassen. Der weiterhin recht breite Weg führt nun in immer derselben Steigung und in ein paar Kehren hoch, wobei er zwei ehemalige Kahlschlagflächen quert, die aber Talblicke freigeben. Der Weg wird flacher und erreicht die freien Wiesen der Stubenalm, die erste der am Weg liegenden Einkehrmöglichkeiten.

Eine Abzweigung nach Schönau wird ignoriert. Man wandert geradeaus wieder in den Wald hinein. Bei einer Gabelung hält man sich weiter geradeaus, der Weg wird flacher und passiert die Materialseilbahn der Hütte. An einer Gabelung geht man links und wandert sogleich über die freien Wiesen der Mitterkaseralm, die ebenfalls in der Sommersaison bewirtet ist. Wieder im Wald, endet an einer interessanten Waldklimastation des Nationalparks Berchtesgaden der breite Weg und man steigt nun auf einem zunehmend steiniger werdenden Bergpfad steiler empor. Nach einem eher lichten Waldstück erreicht man die freie Wiese der Falzalm und folgt an der dortigen Gabelung rechts dem Schild »Watzmannhaus«. Zuletzt geht es durch Latschen- und Felsgelände auf dem gut angelegten Steig (teilweise Holzstufen) zum 1928 Meter hohen Watzmannhaus hinauf, wo es sich natürlich anbietet, eine Stärkungspause einzulegen.

Für den Gipfelanstieg steigt man vom Watzmannhaus zunächst noch in angenehmer Steigung nach Südwesten bergan, dann zunehmend steiler die zuerst noch breite Nordflanke hinauf. In einigen Serpentinen geht es durch schrofiges Gelände weiter empor. An einem steilen Aufschwung erleichtern erste Drahtseile den Aufstieg. Dahinter geht es nun westlich des Kammverlaufs auf einer Steigspur weiter und zuletzt über eine leichte Felspassage zum Gipfel des Hochecks, das mit seinen 2651 Metern Meereshöhe den niedrigsten der drei Watzmanngipfel darstellt.

Der Mittelgipfel und die Südspitze des Watzmanns sind allerdings nur 60 Meter höher. Diese lange Gratüberschreitung aber an einem Tag zu wagen, kommt nur für extrem konditionsstarke Bergsteiger infrage. Am Hocheck befindet sich übrigens eine kleine Holzhütte, die Unterschlupf bei Gewitter bietet. Allerdings sollte man diese lange Bergtour nur bei ganz stabilem Bergwetter unternehmen.

Der Abstieg zur Wimbachbrücke erfolgt auf dem gleichen Weg, wobei man die Qual der Wahl hat, auf welcher Einkehrmöglichkeit man auf diese große Tour anstoßen will. Wohl bekomms!

Touren-Charakter

Sehr lange, aber bis zum Watzmannhaus technisch leichte Bergtour. Am Gipfelanstieg sind gute Trittsicherheit und auch etwas Schwindelfreiheit erforderlich.

Ausgangspunkt

Bushaltestelle bzw. Parkplatz an der Wimbachbrücke (700 m)

Endpunkt

Bushaltestelle bzw. Parkplatz an der Wimbachbrücke (700 m)

Ausrüstung

Normale Bergwanderausrüstung

Einkehr

Watzmannhaus (DAV, 1930 m), von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet, Tel. 08652/964222,www.watzmannhaus.de

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