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fahrrad

Fahrrad Chiemsee-Alpenland: Von Burghausen nach Tittmoning

Anspruch:
mittel
Dauer:
04:00 Std.
Länge:
32 km
Aufstieg:
360 m
Abstieg:
360 m

Zwei Burgen und ein Fluss. Auf dieser Rundtour besichtigen wir zwei Städte, jeweils bekrönt von einer Burg, und ein altes Kloster. Zunächst geht es über das abwechslungsreiche Hügelland zu zwei Badeseen, bevor wir durch die wilde Flusslandschaft der Salzach ganz bequem und flach zurückradeln.

Das kleine Dorf Törring ist die Wiege des großen Grafengeschlechts der Törrings, die man u. a. vom Törringpalais in München oder der  Brauerei kennt. fahrrad, mittel
Das kleine Dorf Törring ist die Wiege des großen Grafengeschlechts der Törrings, die man u. a. vom Törringpalais in München oder der Brauerei kennt.© Wilfried Bahnmüller, Lisa Bahnmüller
Beschreibung

Ein Ort namens Kay 

Vom Stadtplatz in Tittmoning fahren wir durch das Laufener Tor im Süden und biegen wenige Meter danach in die Traunsteiner Straße ein. Nach 250 Metern geht es links in den Zwieselweg, der auch als Bienenlehrpfad ausgezeichnet ist. Wir sind nun auf der Trasse der ehemaligen Stichbahn Wiesmühl–Tittmoning unterwegs, die allerdings bereits 1969 eingestellt wurde. Wir stoßen T-förmig auf eine Fahrstraße und radeln nach rechts den flachen Berg hinauf. Rechts passieren wir den Hof Enichham mit seinem prächtigen Bundwerk. Ein Stück weiter müssen wir aufpassen. An einem Feldkreuz halten wir uns links und fahren an einem Wildgatter vorbei auf einer schmalen Straße direkt auf die Pfarrkirche St. Martin von Kay zu. Der etwas seltsam klingende Name stammt von der alten Bezeichnung für »Gehege« ab, ein umzäuntes Gebiet, in dem man Wild züchtete. Es hieß früher »Gahai« oder »Gehaey«.

Nach St. Coloman 

In Kay fahren wir über die Waginger Straße zur Autostraße und erreichen auf dem Radweg neben ihr Wiesmühl. Die erste Straße links ist die Bahnhofstraße. Sie führt uns am Bahnhof vorbei, von dem aus die alte Stichbahn nach Tittmoning abging, und dann weiter an der Bahn entlang zu einer Querstraße. Unter der Bahn hindurch geht es weiter nach Inzing, wo wir links nach Törring abbiegen. In Törring nehmen wir die erste Straße rechts, die Schmiedbergstraße, und biegen an ihrem Ende links in die Graf-Törring-Straße ein, die uns zum Dorfplatz bringt. Hier in Törring stand einst eine Burg, aus der das bayerische Grafengeschlecht der Törring stammt. Vom Dorfplatz mit seinem kleinen Weiher wählen wir die Seestraße, die uns bergauf dann flach über Felder zu der kleinen, einzeln stehenden Kirche bringt, deren Spitzturm wir schon von Weitem erblicken. Die Kirche erreichen wir über die Querstraße, auf die wir zufahren. Das ist St. Coloman mit seinem gotischen Flügelaltar, den man aber nur durch ein kleines Guckfenster von der Westseite mehr erahnen als sehen kann. Aber der Besuch lohnt sich trotzdem, denn die Kirche steht direkt an der Hangkante zum Tachinger See und erlaubt daher einen ungehinderten Blick auf das Panorama der Berge. Links schaut der Hochstaufen zu uns herüber, dann folgen die Chiemgauer Berge vor den Loferer Steinbergen und schließlich endet das Panorama mit Hochgern und Hochfelln. Ein gut beschriftetes Panoramabild hilft bei der Orientierung.Durch die Salzachauen 

Nach der Rast radeln wir ein Stück des Weges zurück, fahren dann aber an der Abzweigung nach Törring geradeaus. Über Langwied und Gierling geht es bergab, unter der Bahn hindurch und nun immer geradeaus nach Fridolfing hinein. Der kleine Ort bietet sich für eine Pause an. Rund um den kleinen Stadtplatz sitzt man sehr gemütlich. Außerdem treffen wir auf die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die heute als bedeutendes Beispiel der neuromanischen Baukunst der Zeit um 1900 zählt. Am südlichen Ende des Platzes geht es dann für uns nach links weiter, zunächst auf der Hadrianstraße und dann beim Gasthof Unterwirt rechts in die Laufener Straße. An der T-Kreuzung wenden wir uns nach links, die Straße bringt uns zur belebten B 20, die wir dankenswerterweise durch eine Unterführung queren können. Jetzt sind wir am Fridolfiner Baggersee mit seinem Erholungsgelände, im Sommer ein guter Platz für einen Sprung ins kühle Nass. Ansonsten bleiben wir der Fahrtrichtung treu und radeln durch den Bauernhof von Oberau. Kurz danach kommen wir zum Auwald und zum großen Hochwasserdamm, der dem Fluss bei Hochwasser genug Platz bietet. Wir überqueren den Damm schräg nach links und fahren dann in spitzem Winkel etwas zurück. Hier schickt uns ein Wegweiser wieder in den Auwald und damit direkt zur Salzach. Ein breiter, aber nicht geteerter Weg lässt uns flussabwärts rollen. Der Auwald links ist eine echte Wildnis. Dichtes Gestrüpp verhindert jedes Eindringen, immer wieder sind umgestürzte Bäume sichtbar, die langsam verrotten. Ein Paradies für die Tierwelt, denn für sie ist sowohl reichlich Nahrung vorhanden als auch Platz für Unterschlupf und Brut. Das wissen auch die Biber, deren Baumfällarbeiten wir allenthalben sehen können. Schon in Tittmoning fahren wir an einem Altwasserarm vorbei, überqueren ihn auf einer Brücke und erreichen die Autobrücke nach Österreich. Links radeln wir den kleinen Gerberberg hinauf und schon sind wir wieder am Stadtplatz von Tittmoning, wo wir den Tag gemütlich in einem der zahlreichen Cafés beenden können.

Touren-Charakter

Schöne Rundtour auf Nebenstraßen oder Radwegen, aber auch auf ungeteerten Wegen und Pfaden. Kurze Stellen des Salzach-Uferwegs sind nach starkem Regen in schlechtem Zustand. Bei Hochwasser wird der Salzachdamm regelmäßig überspült, dann ist die Radtour nicht möglich. Vorher bei der Tourist-Info erfragen

Ausgangspunkt

Burghausen, Stadtplatz

Endpunkt

Burghausen, Stadtplatz

Information

E-Bike Ladestation Fridolfing: Steinbergers Naschmarkt

Tittmonig

Für einen Altstadtspaziergang sollte man sich noch etwas Zeit nehmen. Allein der prunkvolle, fast 300Meter lange Stadtplatz mit dem historischen Rathaus und den vielen bunten Fassaden ist einen Besuch wert. In seiner Größe und Form ist er seit der Stadtgründung 1234 unverändert. Auch die Stadtmauer ist in weiten Teilen noch gut erhalten. Über allem thront die geschichtsträchtige Burg, in der sich heute ein Gerbereimuseum und das Heimatmuseum Rupertiwinkel befinden. Daneben zieht es Naturliebhaber in den Ponlachgraben. Der Graben grenzt an die Burg und Stadtmauer und ist wildromantisch schön mit seinen Quellen, dem Bach und der Wallfahrtskirche Maria Ponlach.

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Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.