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Radtouren - Langschläfer
fahrrad

Fahrrad Berlin: Berliner Mauerweg

Anspruch:
mittel
Dauer:
01:30 Std.
Länge:
16 km
Aufstieg:
99 m
Abstieg:
93 m

Vom Ostbahnhof zur Wollankstraße. Der 160 km lange Berliner Mauerweg ist ein Klassiker unter den Radtouren in Berlin. Er erinnert an die einstige Teilung der Stadt, man kann Spuren der Grenzanlagen, Erinnerungsorte und Sehenswürdigkeiten erkunden. Dieser Streckenabschnitt führt durch die Innenstadt.

Beschreibung

Ausgangspunkt ist der Ostbahnhof. Über die Schillingbrücke geht es auf den Bethaniendamm, vorbei an der St.-Thomas-Kirche und dem Künstlerhaus Bethanien. Letzteres beherbergt das schöne Café »3 Schwestern« mit Innenhof. Dort befindet sich auch das Freiluftkino Kreuzberg – in toller Atmosphäre kann man hier Filme zumeist in der Originalversion sehen.

Es geht weiter zum Engelbecken, welches Teil des ehemaligen Luisenstädtischen Kanals war. Dieser hat von 1852 bis zum Bau der Mauer die Spree mit dem Landwehrkanal verbunden. Heute ist nur noch das Engelbecken mit Wasser befüllt, der Rest wurde seit der Wende zu Grünflächen und Parks umgebaut. Am Engelbecken befindet sich ein schönes Café zum Entspannen direkt am Wasser.

Vor dem Engelbecken nach links schwenken. Die doppelte Kopfsteinpflasterreihe bietet eine gute Orientierung zur Weiterfahrt Richtung Heinrich-Heine-Straße. An der Ecke Sebastianstraße erinnert eine Tafel an den ehemaligen »Übergang für Bundesbürger«.

Weiter entlang der Radweg- Beschilderung »Berliner Mauerweg« geht es dann über die Sebastian-, Alexandrinen-, Stallschreiber- und Kommandantenstraße zur Axel-Springer-Straße mit den gleichnamigen Verlagsgebäuden.

Hier dann gleich die nächste rechts auf die Zimmerstraße wechseln. Es geht zum »Übergang Friedrichstraße für Ausländer« – besser bekannt als Checkpoint Charlie, der berühmteste Grenzübergang Berlins. Viele Touristen tummeln sich hier. Souvenirläden, Cafés, Grenzhäuschen, Mauermuseum – alles, was das Touristenherz höher schlagen lässt. Im Café des Mauermuseums kann man wunderbar das Treiben beobachten.

Man radelt weiter geradeaus zur Topographie des Terrors samt Mauerresten sowie dem Martin-Gropius-Bau. Letzteres ist eines meiner Lieblingsmuseen von Berlin mit wechselnden internationalen Ausstellungen. Wer eine Pause einlegen möchte, dem sei das frei zugängliche Museumscafé Gropius empfohlen.

Über die Stresemannstraße gelangt man zum Postdamer Platz – das moderne Berlin. Weiter geradeaus befindet sich auf der rechten Seite das Holocaust-Mahnmal. Kurz dahinter gelangt man auch schon zum Brandenburger Tor, dem wohl berühmtesten Symbol der Wiedervereinigung.

Man radelt weiter vorbei am Bundestag und dem Paul-Löbe-Haus über die Kronprinzenbrücke. Dahinter gleich links entlang der Spree. Die nächste rechts schwenken zum Alexanderufer und weiter geradeaus entlang des Spandauer Schifffahrtskanals zum Invalidenfriedhof.

Die DDR-Regierung wollte hier die Distanz zu Preußen demonstrieren und ließ nach 1945 zunächst Gräber räumen und das Gelände später durch die Mauer teilen. Nach der Wende wurden einige Gräber und Grabplatten erneuert, einige Tafeln erzählen von der Geschichte des Friedhofes.

Weiter geradeaus, mit einem kleinen Schlenker über die Boyenstraße, geht es zur Liesenstraße. Hier befindet sich der Französische Friedhof mit dem Grab von Theodor Fontane. Seine Grabstätte wäre durch die Berliner Mauer beinahe zerstört worden.

Unter der S-Bahn-Brücke durch, dann rechts in die Gartenstraße. Weiter geradeaus und an der Bernauer Straße nach links schwenken zur Gedenkstätte Berliner Mauer. Hier lohnt es sich, vom Fahrrad abzusteigen und den Weg bis zur Brunnenstraße zu laufen.

Es geht weiter die Bernauer Straße entlang bis zur Schwedter Straße. Hier führt die Tour links in den Mauerpark. Ab da geht es eigentlich fast nur noch geradeaus. An der Dolomitenstraße links halten und dahinter gleich rechts abbiegen zum Bahnhof Wollankstraße.

Touren-Charakter

Geschichtsreiche Fahrradtour zu den Resten der deutsch-deutschen Teilung in Berlin. Durch die zweireihige Kopfsteinpflasterlinie fällt die Orientierung sehr leicht.

Ausgangspunkt

S-Bahnhof Ostbahnhof

Endpunkt

S-Bahnhof Wollankstraße

Museumscafé Gropius

Der Martin-Gropius-Bau besticht nicht nur durch sehr gut Ausstellungen, sondern beherbergt auch noch ein wunderbares Museumscafé. Das Café besticht durch hohe Decken und opulente Kronleuchter. Neben einer Standardkarte gibt es auch immer eine Saisonkarte passend zur aktuellen Hauptausstellung.

Mauerpark

Die Sonntags-Karaoke im Mauerpark von Joe Hatchiban ist eine Berliner Institution. Zwar kein Geheimtipp mehr, aber dennoch ein Erlebnis, wenn sich hier jeden Sonntag mehr als tausend Menschen zum Karaoke einfinden. Daneben treffen sich hier Berliner und Touristen gleichermaßen zum Flohmarkt, Grillen oder Fußballspielen.

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Bitte beachten!

Für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben kann trotz größtmöglicher redaktioneller Sorgfalt keine Haftung übernommen werden. Insbesondere bei GPS Daten können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden.
Sicher unterwegs: Ein glücklicher und erfolgreicher Tag in der Natur setzt nicht nur die richtige Vorbereitung, sondern auch auch verantwortungsbewusstes Handeln auf Tour voraus. Das solltet ihr bei der Tourenplanung immer beachten.