Bruckmann CMYK quer
fahrrad

Fahrrad Bayern: Genusstour bei Raisting

Anspruch:
leicht
Dauer:
03:00 Std.
Länge:
38 km
Aufstieg:
100 m
Abstieg:
100 m

Die Laptop- und Lederhosentour. Immer wieder wird als schlagkräftiges Bild für das bekannte Bayern­-image vom Laptop mit Lederhose das barocke Wallfahrtskirchlein St. Johann gewählt, das von den gewaltigen Satellitenschüsseln der Erdfunkstelle Raisting überragt wird. Hier in Raisting starten wir unsere Runde durch die sanften Täler von Ammer und Rott. Ein Abstecher führt in die hübsche Altstadt von Weilheim mit ihren zahlreichen Cafés. Vorbei am magischen Eibenwald von Paterzell und an den Biergärten von Stillern und Raisting kehren wir zum Ausgangspunkt zurück.

Beschreibung

Von Raisting nach Weilheim  

Vom Bahnhof Raisting radeln wir links auf schmalem Weg an den Gleisen entlang über die nahe Eisenbahnbrücke zu einem Sträßchen. Auf ihm fahren wir nach links, wieder an den Gleisen entlang und nach kurzer Fahrt geradewegs auf eine Vorfahrtsstraße. Nach wenigen Metern halten wir uns an der Straßengabelung rechts und fahren am Badesee von Raisting vorbei zum weithin sichtbaren Radom. Wir folgen der Straße, die nach der letzten der riesigen Satellitenschüsseln deutlich schmaler wird. Vor der Wallfahrtskirche St. Johann knickt sie rechts zu einer Wegkreuzung, an der wir uns links halten. Nach einem Blick in das Kirchlein und einer kurzen Pause auf einer der herrlich aussichtsreichen Rastbänke lassen wir die Räder einen kurzen Berg hinabrollen. An der nächsten Kreuzung geht es auf dem Teersträßchen nach links und an der folgenden geradewegs auf einen Kiesweg, auf dem wir bis zur Bahnlinie fahren. Wir halten uns rechts und erreichen eine Kreuzung, von der wir links über die Ammer radeln. 200 Meter nach der Brücke folgen wir den Radwegweisern rechts auf den Ammerdamm. Nun bleiben wir immer auf dem östlichen Dammweg und erreichen nach 4,5 Kilometern die Ammerbrücke in Weilheim, unter der wir durchradeln. Nach weiteren 500 Metern erreichen wir eine Radlerbrücke, an der unser Weg später über den Fluss führt. Davor leisten wir uns aber noch einen Abstecher in die sehenswerte Altstadt von Weilheim. Wir biegen links in den schmalen Badeweg ein, queren eine Straße und radeln anschließend unter der Bahnlinie hindurch zur Schwaigerstraße. Wenige Meter fahren wir nach links und dann rechts auf der Kormannstraße zum Altstadtring, über den wir schräg rechts zum Theaterplatz radeln. Anseinem Ende geht es in die schmale Theatergasse. Wir folgen dem Lauf der alten Stadtmauer zur Pöltnerstraße, die uns links zum Kirchplatz führt.

Geradeaus schieben wir unsere Räder durch die Fußgängerzone an der Stadtkirche vorbei zum nahen Marienplatz, der guten Stube im Herzen der Altstadt von Weilheim.

Von Weilheim nach Paterzell  

Vom Marienplatz kehren wir nach einer Rast auf gleichem Weg zur Radlerbrücke zurück, auf der wir die Ammer überqueren. Jenseits folgen wir dem Dammweg nach links, radeln unter der Eisenbahnbrücke hindurch und wechseln nach einem Kilometer auf eine schmale Teerstraße, die uns geradewegs nach Oderding führt. An der ersten Kreuzung geht es rechts in die Unterdorfstraße und geradewegs zu einer Kreuzung außerhalb des Dorfes, die wir nach 400 Metern erreichen. Hier fahren wir nach links und auf einem geteerten Weg immer geradeaus, bis wir kurz vor Peißenberg einen Querweg erreichen. An dieser Stelle geht es nach rechts und am Fuß eines Wiesenhügels zum Ortsrand von Peißenberg. Wir treffen auf eine Vorfahrtsstraße, der wir rechts hinauf folgen. Nach dem harmlosen Anstieg lockt ein aussichtsreiches Bänkchen zu einer Rast, ehe wir unseren Weg fortsetzen. Die Straße knickt nach links und führt uns am Haltepunkt Peißenberg-Nord über die Bahnlinie zu einer Kreuzung. Wir biegen rechts auf die untergeordnete Straße, und radeln in leichtem Auf und Ab geradewegs durch eine bezaubernde Landschaft über einen Höhenrücken. Nach zweieinhalb Kilometern kommen wir durch den Weiler Kugelsbühl und fahren auf schmalem Sträßchen durch Wald und über Wiesen. Nach einer Abfahrt biegen wir kurz vor dem Segelfluggelände Paterzell rechts auf einen Kiesweg ein. Vor dem Zellsee radeln wir auf dem geteerten Quersträßchen links zu einer Wegkreuzung an der Moosmühle. Wir halten uns rechts und fahren auf einem Wirtschaftsweg sanft ansteigend zu einer weiteren Wegkreuzung. Links hinauf führt ein Abstecher zum GasthofEibenwald in Paterzell.

Von Paterzell nach Raisting  

Wir folgen aber den Radwegweisern Richtung Wessobrunn nach rechts. Nach kurzer Fahrt kann man von der Forststraße aus den Eibenwald von Paterzell erkunden. Wir wählen aber den Hauptweg, der uns zum Ufer des Zellsees hinabführt. Nach einem kurzen, steilen Anstieg treffen wir hinter dem Zellsee-Hof auf eine Straße. Nun geht es kurz nach rechts und vor der Kreuzung links zu einer Unterführung, die unter der Landstraße hindurchführt. Auf der anderen Seite fahren wir auf dem Radweg kurz nach links und dann rechts in eine schmale Nebenstraße. Nach einer Schranke radeln wir auf der schmalen Straße durch das idyllische Tal der Rott. Rechts schlängelt sich der Fluss durch den Talgrund, und Bissspuren weisen auf einen fleißigen Biber hin. Wir erreichen eine Wegkreuzung, an der wir rechts dem nun auf kurzer Strecke unbefestigten Sträßchen durch das Tal folgen. Bald setzt wieder Teerbelag ein und kurz darauf erreichen wir den malerischen Weiler Stillern. Hier hat sich der Biergarten am Biohof der Familie Grenzebach zu einem beliebten Radlertreffpunkt entwickelt. Auf jetzt wieder öffentlicher Straße geht es durch das Tal zurück ins nicht mehr allzu weit entfernte Raisting. Wir radeln vorbei am Gasthof Post geradewegs durch das Dorf und überqueren neben der Pfarrkirche die Hauptstraße. Auf dem Kirchenweg geht es am Rathaus vorbei zur Bahnlinie. Rechts erreicht man nach wenigen Metern den Bahnhof Raisting.

Sehens- und Wissenswertes  

Mit 2300 Bäumen, die verstreut in einem 90 Hektar großen Wald wachsen, bietet der Wald von Paterzell einen der größten Eibenbestände in Deutschland. Schon 1913 wurde der Eibenwald als Naturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt, und seit 1939 ist er als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Heute kann man den Wald mit seinen teilweise jahrhundertealten Eiben, denen magische Kräfte zugeschrieben werden, auf einem Eibenlehrpfad erkunden.

Ausgangspunkt

Bahnhof Raisting

Endpunkt

Bahnhof Raisting

Route

Raisting - Weilheim (12,5 km) - Paterzell (28 km) - Raisting (38 km)

Raisting und die Erdfunkstelle

Raisting geht, wie archäologische Funde vermuten lassen, möglicherweise auf die römische Straßenstation Urusa zurück, die an der Kreuzung zweier römischer Fernstraßen lag. Die Pfarrkirche ist dank ihrer hübschen Rokoko-Ausstattung einen Besuch wert. Was das Dorf jedoch weithin bekannt macht, ist die Erdfunkstelle, die weltweit größte ihrer Art. Mit ihren enormen Satellitenschüsseln, die einen Spiegeldurchmesser von bis zu 32 Metern aufweisen, bietet sie einen eigenwilligen Kontrast zur urbayerischen Landschaft ringsum. Als erste Anlage wurde in den 1960er-Jahren das sogenannte Radom erbaut. Aus Schutz vor Umwelteinflüssen wurde die Schüssel mit einer riesigen, durch Überdruck in Form gehaltenen Kugelhülle umgeben, die einen Durchmesser von fast 50 Metern hat. Im heute stillgelegten Radom, das unter Denkmalschutz steht, ist ein kleines Technikmuseum untergebracht, geöffnet von Juni bis Oktober am 1. und 3. Samstag des Monats 14–1Uhr, Gruppenführungen auch nach Anmeldung, www.radom-raisting.de.

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