Kaufberatung

Leicht und stabil: Der Trailrunning Rucksack

Den Trailrunning Rucksack gibt es in verschiedenen Ausführungen. Bei der Auswahl sind die individuellen Anforderungen des Sportlers das entscheidende Kriterium.

Trailrunner in den Bergen
Wir verraten, worauf es bei einem guten Trailrunning-Rucksack ankommt.© Sportpoint - stock.adobe.com

Wer eine herausfordernde Sportart im Gelände sucht, entdeckt oft das Trailrunning für sich. Die Ausrüstung sollte bei dieser Sportart aber den besonderen Herausforderungen entsprechen. So benötigen Sportler nicht nur spezielle Trailrunning-Schuhe. Beim Trailrunning sollte man auch auf einen leichten, aber belastbaren Rucksack mit variablen Stauraum setzen.

Trailrunning-Rucksack: Die wichtigsten Infos im Überblick

In diesem Ratgeber erklären wir dir

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Warum brauche ich einen Trailrunning-Rucksack?

Während beim normalen Laufen meist nur das Allernotwendigste dabei ist, gibt es beim Trailrunning deutlich mehr Gepäck, das verstaut werden muss. So sollte man unbedingt ausreichend zu Trinken dabeihaben. Doch auch für die persönliche Sicherheit auf Tour – insbesondere auf langen Touren oder in den Bergen – sind bestimmte Ausrüstungsgegenstände notwendig.

Wetterschutz, Wechselkleidung, ein Handy für Notfälle und ein Erste-Hilfe-Set: All das muss beim Trailrunning mit. Bestens verstaut sind die Ausrüstungsgegenstände in Trailrunning-Rucksäcken, die durch ihre spezielle Passform und ihr geringes Gewicht ideal an die Anforderungen beim Trailrunning angepasst sind.

Welche Arten von Trailrunning-Rucksäcken gibt es?

Trailrunning-Rucksäcke kommen in mehreren Ausführungen. Grundsätzlich wird zwischen den folgenden Arten unterschieden:

  • Laufweste
  • Klassischer Laufrucksack
  • Trinkrucksack
  • Laufgürtel

Zu den gängigsten Varianten von Trailrunning-Rucksäcken zählt die Laufweste. Hierbei handelt es sich um einen Trailrunning-Rucksack, der in seinem Erscheinungsbild an eine Weste erinnert. Eine Laufweste ist meist ergonomisch geformt, liegt eng am Körper an und verrutscht dadurch nicht, während sich das Gewicht gut am ganzen Körper verteilt. Clever platzierte Verstaumöglichkeiten ermöglichen zudem einen leichten Zugang zu Flüssigkeit und Proviant.

Mann mit Trailrunning-Weste in den Bergen
Moderne Trailrunning-Westen ähneln eher einem Kleidungsstück als einem Rucksack.© Alena Kovalenko - stock.adobe.com

Der Laufrucksack ist der Klassiker unter den Trailrunning-Rucksäcken. In seiner Form ähnelt er noch am ehesten den herkömmlichen Rucksäcken und bietet meist auch mehr Volumen als eine Weste. Dennoch liegt auch der Laufrucksack bereits sehr eng am Körper an und der Übergang zur Laufweste ist bei vielen Modellen fließend. Als vielseitiger Allrounder kann der Laufrucksack nicht nur fürs Trailrunning, sondern auch für Wanderungen oder schnelle Bergtouren, etwa beim Speed Hiking, eingesetzt werden.

Der Trinkrucksack ist ein Trailrunning-Rucksack, der mit einem Trinksystem ausgestattet ist. Dies ermöglicht es, Flüssigkeit aufzunehmen, ohne dass man den Rucksack abnehmen muss. Manche Trinkrucksäcke bieten nur Platz für das Trinksystem. Je nach Größe und Volumen des Rucksacks können Trinkrucksäcke aber auch zusätzliche Verstaumöglichkeiten bieten.

Der Laufgürtel ist insbesondere für kurze Lauf-Touren gedacht. Er bietet lediglich Platz für die allernotwendigsten Gegenstände, wie Schlüssel, Handy oder Geld. Bei manchen Modellen gibt es auch noch eine Trinkflaschenhalterung. Im Vergleich zu klassischen Trailrunning-Rucksäcken ist er aber deutlich leichter und auch komfortabler.

Welchen Trailrunning-Rucksack man wählt, hängt von den persönlichen Anforderungen und den Einsatzgebieten ab. Während sich der Laufgürtel beispielsweise insbesondere für kurze Lauftouren eignet, ist der klassische Trailrunning-Rucksack eher für die Anforderungen auf längeren Touren im Gebirge konzipiert.

Mann läuft mit Laufrucksack
Klassische Laufrucksäcke sind die Allrounder unter den Trialrunning-Rucksäcken.© Sportpoint - stock.adobe.com

Worauf muss ich beim Kauf eines Trailrunning-Rucksackes achten?

Es gibt mehrere Faktoren, die einen guten Trailrunning-Rucksack ausmachen und beim Kauf unbedingt berücksichtigt werden sollten. Dazu gehören:

  • Passform
  • Anordnung der Fächer
  • Atmungsaktivität
  • Gewicht
  • Volumen
  • Atmungsaktivität

Passform

Die Passform ist eines der wichtigsten Kriterien beim Rucksack-Kauf. Ein guter Trailrunning-Rucksack sollte immer eng am Körper anliegen und ein Maximum an Bewegungsfreiheit bieten. Bei einem hohen Tempo, schnellen Bewegungen und auch Sprüngen auf einem holprigen Gebirgspfad darf der Rucksack nicht hin- und herhüpfen. Denn das kann nicht nur unangenehm sein, sondern auch zu Verletzungen führen. Im besten Fall kann der Rucksack individuell eingestellt werden, um sich so ideal an die Körperform anzupassen.

Anordnung der Fächer

Beim Trailrunning müssen sämtliche mitgeführten Gegenstände – sei es die Trinkflasche, der Energieriegel oder die Stöcke – schnell erreichbar sein. Um das zu gewährleisten, benötigt es beim Trailrunning-Rucksack eine kluge Anordnung der Rucksackfächer. Im Idealfall muss man den Rucksack nicht einmal abnehmen, um zu den wichtigsten Gegenständen zu kommen. Bei Bedarf sollte es auch eigene Verstaumöglichkeiten für Stöcke und Wasserflaschen geben, die nicht nur einen leichten Zugang ermöglichen, sondern die Gegenstände auch unterwegs fixieren. 

Mann mit Trailrunning-Rucksack im Wald
Bei Bedarf hat ein Trailrunning-Rucksack Halterungen für Getränke und andere Gegenstände.© AYAimages - stock.adobe.com

Atmungsaktivität

Ein guter Trailrunning-Rucksack sollte dafür sorgen, dass die Luft am Rücken bestmöglich zirkulieren kann, um den Anstrengungen auf Tour gerecht zu werden und der Überhitzung des Körpers vorzubeugen. Ein Netzrücken am Trailrunning-Rucksack sorgt in den meisten Fällen für eine hohe Atmungsaktivität und erhöht auch den Komfort beim Trailrunning deutlich.

Volumen

Das Volumen eines Trailrunning-Rucksacks hängt von seinem Einsatzgebiet und den mitgeführten Gegenständen ab. Die Bandbreite reicht von 2 Litern bei Laufgürteln bis hin zu mehr als 20 Litern bei größeren Trailrunning-Rucksäcken. Wer länger unterwegs ist, sollte zweifellos auf ein höheres Volumen bei seinem Rucksack setzen. Nicht immer ist man aber mit der vollen Ausstattung unterwegs, deshalb sollte man insbesondere bei größeren Modellen auf ein gutes und leicht zu bedienendes Kompressionssystem achten, damit das Handling auf Tour nicht gefährdet ist.

Gewicht

Ein weiterer, wichtiger Faktor ist das Gewicht eines Trailrunning-Rucksacks. Natürlich hängt es von dem Einsatzgebiet und der damit einhergehenden Beladung ab, wie schwer ein Trailrunning-Rucksack auf Tour wirklich ist. Unabhängig davon sollte aber darauf geachtet werden, dass der Rucksack über ein möglichst geringes Eigengewicht verfügt. Je leichter, desto besser.

Unser Fazit

Je nach Einsatzgebiet gibt es andere Aspekte, auf die man bei Trailrunning-Rucksäcken besonderen Wert legen sollte. Bei langen Touren hat beispielsweise das Packvolumen mehr Bedeutung als auf Trailruns, bei denen die Geschwindigkeit im Vordergrund steht.

Dort sind es andere Faktoren – etwa der leichte Zugang zu Gegenständen oder die Atmungsaktivität, die zählen. Man sollte sich also genau im Klaren sein, wofür man den Trailrunning-Rucksack benötigt. Eine gute Passform wie auch ein geringes Gewicht sollten Trailrunning-Rucksäcke aber in allen Fällen haben.

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