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10 Tipps für deine Sicherheit bei Hochtouren

Das musst du wissen, damit du sicher Gipfeltouren mit Schnee, Eis und kombiniertem Gelände im Hochgebirge unternehmen kannst!

Ein Bergsteiger geht über einen Gletscher.
Damit du bei einem Spaltensturz gerettet werden kannst, solltest du nicht alleine oder unangeseilt über einen Gletscher gehen.© Alix von Melle

Für deine Sicherheit auf Hochtouren und damit du dich vor den alpinen Gefahren zu schützen weißt, hat der Deutsche Alpenverein zehn Empfehlungen für Hochtouren herausgegeben. Eingeordnet und erläutert werden dir diese von Alix von Melle, die derzeit erfolgreichste Höhenbergsteigerin Deutschlands und Mitglied im LOWA PRO Team. Die praktischen Grundlagen lernst Du in Fels- und Eiskursen, die nötige Erfahrung sammelst Du am besten Schritt für Schritt.

Passe deine Ausrüstung den Verhältnissen an 

Die Ausrüstung muss in jedem Fall auf das jeweilige Ziel ausgelegt und dabei gleichzeitig möglichst leicht sein. Um ein paar und gegebenenfalls gewichtige Dinge wird man bei einer Hochtour dennoch nicht Drumherum kommen. Ein Rucksack mit Regenschutz mit 35 bis 45 Liter Fassungsvermögen ist in den meisten Fällen die richtige Wahl.

Hier ein paar grundlegende und dennoch wichtige Tipps für deine Packliste:

Standard-Equipment:

  • Ausrüstung: Teleskopstöcke, Helm, Stirnlampe, Hüftgurt, ein imprägniertes Seil und steigeisenfeste Bergstiefel sind die Grundausrüstung, die du auf jeden Fall dabeihaben musst. Achte darauf, dass du Steigeisen mit Antistollplatte besorgst.
  • Kleidung: Packe am besten Funktionsunterwäsche sowie ein Wechselshirt, Funktionssocken, einen Pullover oder eine Fleecejacke, eine Tourenhose aus Softshell, eine wasserdichte Überhose, eine wasserdichte Hardshelljacke, eine Isolationsjacke (Primaloft oder Daune), leichte und warme Fingerhandschuhe, Gamaschen sowie Mütze, Stirnband und Halstuch ein.
  • Sonnenschutz: Vergiss bei aller Vorbereitung den Sonnenschutz nicht – sowohl eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, eine Kopfbedeckung als auch die Gletscherbrille sind für Hochtouren unabdingbar.
  • Verpflegung: Nimm dir am besten eine Trinkflasche mit ein bis drei Liter Wasser mit. Dazu auf jeden Fall Energieriegel sowie eine Brotzeit.
  • Übernachtungsutensilien: Wenn eine Übernachtung geplant ist, pack am besten auch einen Hüttenschlafsack, Waschzeug und Wechselbekleidung ein.

Hochtouren-Equipment:

  • Karabiner und Reepschnüre: Am besten mindestens drei Safelock-HMS-Schraubenkarabiner, zwei normale Karabiner, eine Bandschlinge mit 1,2 Meter sowie eine Bandschlinge mit 0,6 Meter, eine Prusik- bzw. Reepschnur mit sechs Millimeter Durchmesser (Länge ein Mal 1 Meter, zwei Mal 2,4 Meter) oder alternativ eine Seilklemme (Tibloc, Mini­Traxion, o.ä.) für Spaltenbergung dabei haben.
  • Sicherheit: Mit dabei sollten auch Eispickel, Eisschrauben (je nach Tour) sowie Expressen und mobile Sicherungsmittel sein.
  • Sonstiges: Bargeld, eine EC-Karte, deinen Alpenvereins-Ausweis (sofern vorhanden), einen Gebietsführer oder eine Tourenbeschreibung, eine Karte sowie einen Kompass, Höhenmesser sowie ein GPS-Gerät.
  • Erste-Hilfe: Habe für den Notfall ein Erste-Hilfe-Set mit Rettungsdecke, ein Biwaksack (je zwei Teilnehmer), ein voll geladenes Handy (und/oder eine gute Powerbank) und eine Stirnlampe ein. Achte außerdem darauf, dass du sämtliche Notfallnummern oder eine Notfallapp installiert hast.

Kenne deine Grenzen 

Früh am Morgen geht es über steile Pfade und lockeres Geröll – umgeben von Kälte und Dunkelheit und den Lichtkegeln der eigenen und der Stirnlampen der Mitstreiter. Vor dem Morgengrauen in absoluter Stille, eingerahmt von pechschwarzen Bergzacken, sieht man wie sich die Sonnenstrahlen ihren Weg bahnen und die Welt aus ihrem Winterschlaf erwacht.

So beeindruckend solche Erfahrungen – gerade für Anfänger – sind, auch während der Tour bedarf es höchste Konzentration und es müssen rationale Entscheidungen getroffen werden.

Rechtzeitiges Aufbrechen ist einer der wichtigen Punkte, der andere ist das Checken der Verhältnisse vor und während der Tour.

Der Klimawandel verändert auch Hochtouren: Gletscherrückgänge, das Schmelzen der Schnee- und Eisdecke (die sogenannte Ausaperung) und der Anstieg der Null-Grad-Grenze erhöhen die Steinschlag- und Spaltensturzgefahr.

Es ist sehr wichtig, das Gelände und das Wetter stets im Blick zu haben.

Unnötiges Risiko kann schnell sehr gefährlich werden, weshalb eine Anpassung der eigenen Route immer die bessere Wahl ist. Aus diesem Grund ist wichtig, den Umgang mit Karte, Höhenmesser, Kompass und GPS zu beherrschen.

Vor allem, da sich im weglosen Gelände, auf Gletschern und bei starkem Nebel die Orientierung schwierig gestalten kann. Im Zweifel kehrst du am besten rechtzeitig um.

Vier Bergsteiger bei einer Hochtour, im Hintergrund ist ein hoher Berg zu sehen.
Eine Hochtour ist ein eindrucksvolles Erlebnis, wenn du die richtige Ausrüstung hast und weißt, wie du diese auch anwendest.© Alix von Melle

Gesund und fit in die Berge 

Hochtouren führen in große Höhen und verlangen viel Ausdauer! Die intensiven Belastungsreize für Herz und Kreislauf sowie Muskeln und Gelenke setzen Gesundheit und eine realistische Selbsteinschätzung voraus. Vermeide Zeitdruck und wähle das Tempo so, dass niemand überfordert ist.

Ab rund 2.500 Metern benötigt der menschliche Organismus Zeit zur Anpassung. Idealerweise hast du bereits ein paar Tage vor deiner Tour mit der Eingewöhnung begonnen. Ansonsten sind ein langsamer Aufstieg und eine moderate Steigerung der Schlafhöhe dafür ausschlaggebend.

Übernachte am besten immer einige Hundert Höhenmeter unter deinem Tagesmaximum. Nimm dir genügend Zeit und denk auch daran, genug Wasser zu trinken. Sollten Symptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder Schwindel auftreten – typische Ausprägungen der Höhenkrankheit – solltest du wieder absteigen.

Bergführer sind hilfreiche Begleiter 

Karten, Führerliteratur, Internet und Experten informieren über Länge, Höhendifferenz, Schwierigkeit und die aktuellen Verhältnisse. Besondere Beachtung verdient der Wetterbericht, da Gewitter, Schnee, Wind und Kälte das Unfallrisiko stark erhöhen.

Um nicht in eine Sackgasse zu geraten, solltest du auch alternative Routen planen, die du im Zweifelsfall gehen kannst. Bist du noch nicht so erfahren, solltest du immer einen Bergführer mit in der Gruppe haben. Informiere dich vor der Tour über nationale Bergrettungs-Notrufnummern (Euro-Notruf 112).

"Von Alleingängen ist generell abzuraten. Können, Erfahrung, Motive und Gruppengröße bestimmen die Auswahl der Tour. Die ideale Gruppengröße beträgt zwei bis sechs Personen, eine gößere Seilschaft sind ein Risiko­faktor. Wichtig ist auch, dass du eine dir vertraute Person über die Route, das Ziel und die Rückkehr informierst."
- Alix von Melle

Ein Bergsteiger quert gesichert einen vergletscherten Steilhang.
Eine Seilschaft ist bei Hochtouren ein unerlässlicher Bestandteil.© Alix von Melle

Sicherheit geht vor 

Am Gletscher anseilen und im Absturzgelände sichern ist eine zentrale Devise während einer Hochtour. Felsgrate, Gletscher, Firn- und Eisflanken erfordern hohe Kompetenz in der Sicherungs- und Rettungstechnik.

Im Falle eines Spaltensturzes verhindert die Gletscherseilschaft den Absturz. Im Steilgelände ist besondere Vorsicht gefragt, da das gleichzeitige Gehen am Seil hier zur Mitreißgefahr führt.

Trittsicherheit und der richtige Schuh: Mehr Sicherheit

Stürze, als Folge von Ausrutschen oder Stolpern, sind die häufigste Unfallursachen – sowohl bei einer "normalen" Tour als auch bei einer Hochtour! Deshalb ist der Schlüssel zu mehr Sicherheit die Trittsicherheit jedes Teilnehmers.

Zu hohes Tempo oder Müdigkeit beinträchtigen deine Trittsicherheit und Konzentration stark negativ. Auch die eigene Unsicherheit sorgt für ein erhöhtes Unfallrisiko.

Mit genügend Flüssigkeit, Energie und ausreichend Pausen kannst du deine Leistungsfähigkeit und Konzentration aber über einen langen Zeitraum aufrechterhalten. Steigeisen und Pickel sind während einer Tour zwar gut für die eigene Sicherheit, aber deren Umgang erfordert ein intensives Training.

Außerdem brauchst du natürlich das passende Schuhwerk.

Bergsteiger auf einer Hochtour an einem Grat.
Für schwierige Bedinungen brauchst du einen guten Bergschuh.© Alix von Melle

Gewinne einen Lowa-Trekkingschuh deiner Wahl!

Bei Hochtouren, Bergsteigen und Wanderungen ist der richtige Schuh entscheidend! Zusammen mit dem bayerischen Hersteller Lowa verlosen wir einen Gutschein für den Lowa-Shop! Hier kannst du dir frei deinen Wunsch-Trekkingschuh aussuchen! Fülle dazu einfach dieses Formular aus:

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Genieße und respektiere die Natur 

Im Hochgebirge hast Du die absolute Freiheit, Dich in einer einzigartigen Umwelt zu bewegen.

"Du kannst diese Freiheit in vollen Zügen genießen, solltest dabei aber immer die hochsensible Hochgebirgsnatur respektieren. Hinterlasse also bitte keinen Müll, vermeide unnötigen Lärm, lass‘ Pflanzen in Ruhe und halte Dich an die Regelungen für Schutzgebiete. Auch hoch oben in den Bergen triffst Du auf Wildtiere. Achte darauf, sie nicht zu erschrecken und ihren Lebensraum nicht zu beeinträchtigen."
- Alix von Melle

Touren-Tipps für Hochtouren-Einsteiger

  • Similaun (3.606m): Der Similaun gehört zu den begehrtesten Hochtouren in den Ötztaler Alpen. Gletschererfahrung vorausgesetzt, hält er bei passenden Bedingungen keine ausgesetzten Stellen oder Kletterpassagen bereit.
  • Großvenediger (3.657 m): Eine technisch einfache Hochtour über einen spaltenreichen Gletscher auf den höchsten Gipfel der Venediger-Gruppe. Einzig der Gipfelgrat, der vom Vorgipfel einige Meter zum Gipfelkreuz führt, kann je nach Bedingungen schmal und exponiert sein.
  • Strahlhorn (4.190m): Das Strahlhorn gehört zu den einfacheren Viertausendern im Wallis. Als Stützpunkt ist die Britanniahütte optimal gelegen und von Saas Fee aus zu erreichen.

Auf den Spuren von Abenteuern und Bergmenschen

Eintauchen in eine Welt, in der Berggipfel majestätisch in den Himmel ragen, die Natur sich in all ihren Facetten zeigt und Menschen von ihren ganz persönlichen Bergmomenten erzählen – genau dieses Hörvergnügen bietet der neue Outdoor-Podcast von LOWA.

Alix von Melle und Luis Stitzinger gehören seit Jahren zu den aktivsten deutschen Expeditionsbergsteigerpaaren. Alix ist die derzeit erfolgreichste Höhenbergsteigerin Deutschlands. Luis zählt mit seinen Skibefahrungen an sieben Achttausendern zu den erfolgreichsten Big Mountain Skiers der Szene.

Jedes Jahr sind sie zusammen an den Bergen der Welt unterwegs. Beide waren bereits Gast im LOWA-Podcast Bergmomente. Darin berichten die beiden Profi-Alpinisten von der Schönheit des Sports aber auch von schwierigen Momenten, die sich in ihr Gedächtnis eingebrannt haben.

Darüber hinaus geben sie Tipps, worauf es wirklich bei einer Partnerschaft am Berg ankommt – wann es wichtig ist, miteinander zu reden und wann man auch einfach einmal schweigen darf.

Alle Folgen des Podcasts gibt es bei den gängigen Podcast-Anbietern oder auf www.lowa.com

Alix von Melle Thaneller
Das Bergsteiger-Ehepaar Alix von Melle und Luis Stitzinger ist auf den Gipfeln dieser Welt zu Hause - auf dem Thaneller finden sie die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und Kraft zu tanken.© Christoffer Leitner