Seekarkreuz, 1601 m

Die im Aufstieg viel begangene Rundtour ist bis zur Lenggrieser Hütte nur anfangs schneeschuhfreundlich, aber fast immer zum Fußweg ausgetreten. Die lange Abstiegsroute dagegen wird im Winter selten, die Variante weder im Sommer noch im Winter begangen.
Exposition - West/Süd/Nordwest / Lawinengefahr: niedrig. (Autor: Christian Schneeweiß)
15 km
900 m
3.00 h
Auf der Straße 0,5 km südwärts nach Mühlbach, hier links ab Richtung Seekarkreuz und am Mühlbach südostwärts erst auf Fahrweg, dann Karrenweg und weglos hinauf zum abgekürzten, ausgetretenen Wanderweg. Auf diesem evtl. zu Fuß südwärts ansteigend in den Wald und einen Steilhang erst queren, dann links (ostwärts) hinauf zur Lenggrieser Hütte. Nun dem Rückenverlauf des von hier sichtbaren Seekarkreuzes folgend durch teils lichten Wald ansteigend auf einen freien Vorgipfel. Ein paar Meter nordostwärts hinunter und etwas links des zunehmend schmalen, sich aufsteilenden Kamms (südostseitig weit überhängende Wechten! auf Schneebretter achten) und einer Schrofenstelle ausweichend hinauf zum Gipfelkreuz. Abstieg - Nordostwärts dem Kammverlauf weiter folgend hinunter, gegenüber hinauf zum Brandkopf (1569 m) und kurz hinunter zum Einschnitt vor dem Spitzkamp. Links (nordwestwärts) nach einem Waldstück in breiter Schneise hinab zu einem querenden Karrenweg und durch Wald Richtung Nord abwärts zu einem Fahrweg queren (ca. 1320 m). Auf diesem nach Umrundung eines Rückens nordostwärts queren zum Hirschtalsattel (1224 m). Westwärts durch das Hirschbachtal abwärts zum Ausgangspunkt.

Schneeschuhtour, einsame Schneeschuhtouren

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied900 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortLenggries im Isartal.
AusgangspunktParkplatz rechts (südlich) des Hirschbachs, 705 m.
TourencharakterObwohl am ehesten zum Winterwandern geeignet, steigen nicht nur Skitourengeher, sondern auch Snowshoer auf tief in den Schnee getrampeltem Pfad zur auch im Winter bewirtschafteten Lenggrieser Hütte auf. Hier machen sie ausgiebig Jause, bevor sie die letzten gut 200 Höhenmeter zum Gipfel unter die Ski bzw. Schneeschuhe nehmen. Allerdings lässt sich der Kurztrip problemlos über den Brandkopf verlängern, um unterhalb der schattigen, felsdurchsetzten und lawinengefährdeten Kampen ins bisweilen geräumte Hirschbachtal zu queren und gemächlich zurückzumarschieren. Der Witz an der Verlängerung - Hier hält sich der Schnee besonders lang auf den Bäumen, und am Boden bleibt er pulvrig, bis die Schneekristalle an der Oberfläche Zentimetergröße erreichen. Die Abstiegsvariante über einen in Vergessenheit geratenen Hohlweg ist etwas für Abenteurer, die den Kick einer »wilden« Route suchen. Die rassige Snowboardvariante durch eine nirgendwo verzeichnete Schneise habe ich als Insidertipp von einem Einheimischen erfahren.
Beste Jahreszeit
KartentippBayer. Landesvermessungsamt 1 - 50 000, Blatt UK L 18, »Bad Tölz – Lenggries und Umgebung«; Alpen 1:40 000, Blatt 305, »Tölzer Land zwischen Isar und Loisach«; Kompass-WK 1:50 000 (mit Skirouten), Blatt 182, »Isarwinkel«.
VerkehrsanbindungAuto - Über Bad Tölz an Lenggries vorbei bis Ortsteil Anger bzw. vom Sylvensteinsee bis Anger. Links bzw. rechts ab und gerade über Schloss Hohenburg zum Beginn des Hirschbachtals. ÖV: Mit der Bayerischen Oberland-Bahn von München nach Lenggries und mit dem Bus zum Ortsteil Anger. Zu Fuß über Schloss Hohenburg hoch zum Ausgangspunkt.
GastronomieLenggrieser Hütte (1338 m), DAV, ganzjährig geöffnet außer Frühjahr und Spätherbst (Dienstag Ruhetag), 46 Schlafplätze, Tel. 08042/8680.
Höchster Punkt
Seekarkreuz, 1601 m
Unterkunft
Lenggrieser Hütte (1338 m), DAV, ganzjährig geöffnet außer Frühjahr und Spätherbst (Dienstag Ruhetag), 46 Schlafplätze, Tel. 08042/8680.
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