Rofanspitze, 2259 m

Kurze, überwiegend leichte Tour mit Problempassagen am Beginn (Querungen mit Steilstufen) und am Ende (Gipfelaufbau). Diese und die wilde Umgebung sorgen für den alpinen Einschlag der ansonsten eher skandinavisch anmutenden Tour.
Exposition - Ost/West/Süd. / Lawinengefahr: niedrig bis mittel. (Autor: Christian Schneeweiß)
8 km
460 m
2.00 h
Auf der Piste nordwärts kurz hinab (links Talabfahrt, rechts Hügel und dahinter Beginn Winterwanderweg), kurz hinauf (rechts Hütte) und wieder hinab (kleiner Schlepplift). Im freien Gelände Nordquerung an einem mäßig steilen Osthang oberhalb einer flachen Senke zu einem Absatz unter einer steilen Karwanne. Ansteigende Ostquerung auf einer Rampe (»Grubastiege«), möglichst links haltend weiter und zum Schluss steil hinauf zu einem flachen Sattel. Am rechten Rand eines weiten Tals nordostwärts auf die hinten sichtbare Rofanspitze zu und rechts haltend hinauf in Richtung des Jochs zwischen dieser und der Grubalackenspitze (2169 m). Nun zwei Möglichkeiten - A) Über das Gruba-Joch (2102 m) und ostwärts unterhalb der Gipfelflanke über einen mäßig geneigten (evtl. Lawinengefahr von oben) und einen flachen Hang zum Tälchen zwischen Rofanspitze und Sagzahn (2228 m). Entweder links davon oder durch die mittlere Rinne kurz steil, dann mäßig steil das Tälchen hinauf und in Linksschleife zur Stempelstelle am Gipfel. B) (alpin): Die Schrofen am Beginn des Südwestrückens der Rofanspitze westseitig umgehen und über diesen, abschließend evtl. zu Fuß zum westlichen Vorgipfel. Zu Fuß über die Kammschneide etwas heikel (Nordseite Wechten, Südseite evtl. Lawinengefahr) kaum ansteigend ostwärts zum Hauptgipfel. Abstieg: Entlang der Aufstiegsroute.

Schneeschuhtour, Schneeschuhwanderungen

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied460 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktEben am Achensee. Bergstation der Rofanseilbahn, 1831 m.
TourencharakterNach Verlassen des Liftbereichs ist die verschachtelte, schütter mit Zirben bestandene Geländestufe hinter dem flachen Rundwanderweg für Winterwanderer eine Augenweide der besonderen Art. Irgendwie findet sich in der chaotischen Winterlandschaft immer ein Durchschlupf, bis man auf einem flachen Sattel steht. Das Panorama hat sich schlagartig geändert, wie bei einem Filmschnitt - Über eine weite, ebenmäßige Senke schweift der Blick zu einem fernen kecken Gipfelspitz, der namengebenden Rofanspitze (2259 m). Das Bild scheint aus Skandinavien hierher projiziert zu sein, wäre das weite Tal nicht eingerahmt vom breiten Rücken der Seekarlspitze zur Linken, den Wandstufen der Haidachstellwand zur Rechten und dem gegenüber aufragenden gelblichen Turm des Roßkopf-Südgipfels. Allerdings ist man auf dieser schönen und abwechslungsreichen Route auch an weniger guten Wochenenden selten allein unterwegs, und der Berg selbst ist nicht ganz so einfach zu besteigen wie im Sommer: Der scharfe Kamm zwischen nördlichem Wandabbruch und Südflanke lauert mit Wechten einerseits und möglichen Schneebrettern andererseits auf unerfahrene Schneeschuhwanderer, während die südseitige Umgehung hinter der Grubascharte durch Lawinen von oben gefährdet ist. Das Panorama am nordöstlichsten Eckpfeiler des Rofanstocks entschädigt aber für alle Mühen: Der Blick in die lotrechten Wände des Nordabbruchs lässt das Blut in den Adern gefrieren, der breite Rücken des Vorderen Sonnjochs gleicht einer Sprungschanze ins Inntal, hinter dem der Zillertaler Hauptkamm von der Reichenspitze bis zum Hochfeiler aufragt. Und unter den Füßen beginnt das ausgedehnte einsame Schneeschuh-Wanderparadies der Brandenberger Alpen – ideal für Liebhaber von Wald- und Forstwegs-Touren. Wer bis hierher sein Snowboard mitgeschleift hat, auf den wartet in schneereichen Wintern eine der längsten Abfahrten nördlich des Inns. Oben allerdings heißt es aufpassen: Die zu umfahrenden Abbrüche der Südabfahrt ins Tal zwischen Vorderem Sonnenwendjoch und Haidachstellwand sind bis zu 100 Meter hoch.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1 - 25 000, Blatt 6, »Rofan«; Kompass-WK 1:50 000 (mit Skirouten), Blatt 28, »Achensee-Rofan-Zillertal«.
VerkehrsanbindungAuto - Über den Achenpass bzw. aus dem Inntal bis Maurach. Hier hinauf zur Rofan-Seilbahn. ÖV: Mit der Bahn aus Richtung München bzw. Innsbruck bis Jenbach und mit der Schmalspurbahn hinauf nach Maurach.
GastronomieErfurter Hütte, 1831 m, bewirtschaftet Weihnachten bis Ostern und Christi Himmelfahrt bis Mitte Oktober, 76 Schlafplätze, kein Winterraum, Tel. 05243/55175.
Höchster Punkt
Rofanspitze, 2259 m
Unterkunft
Erfurter Hütte, 1831 m, bewirtschaftet Weihnachten bis Ostern und Christi Himmelfahrt bis Mitte Oktober, 76 Schlafplätze, kein Winterraum, Tel. 05243/55175.
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