Längentaler Weißer Kogel, 3217 m

Leichte, aber lange und an Wochenenden von Skitourengehern überlaufene Tour durch ein Tal, das sich ab der Hütte beträchtlich weitet, um einer Ansammlung von Moränen Platz zu bieten. Aussicht auf Stubaier und Ötztaler Alpen.
Exposition - Nord / Lawinengefahr: gering bis mäßig. (Autor: Christian Schneeweiß)
20 km
1020 m
4.00 h
Zustieg - Auf meist geräumtem Fahrweg gute 1,5 km talein und kurz hinter der Materialseilbahn zum Westfalenhaus rechts haltend ins von Westen herunterziehende Längental. Durch dieses auf dem Sommerweg an der linken Seite unterhalb der Schrofenflanke des Lisenser Fernerkogels (3298 m) anfangs mäßig steil, dann flach (Lawinengefahr von oben) unter die rechts oberhalb liegende Hütte und bei gut 2100 m ca. 150 Hm relativ steil Buckel und Mulden nutzend zu ihr hinauf (650 Hm, 2,5 Std). Aufstieg: Südwärts kurz auf einem Absatz queren, dann möglichst querend durch eine Art Mulde hinunter ins Längental und durch dieses südwärts mit geringer Steigung talein bis zu mehreren Moränenrücken. Zwischen dem mittleren und den beiden rechten Moränenrücken (zwischen diesen Skitour zum Seblaskogel) hindurch und im Talgrund gerade weiter. Ab ca. 2700 m betritt man bei zunehmender Steigung unmerklich den spaltenlosen Längentalferner, dem folgend man in einer Verflachung (ca. 2950 m) nach rechts (Westen) schwenkt. Leicht aufsteilend am rechten Rand des Gletschers in weiter Linksschleife zum Gipfel. Abstieg: Entlang der Aufstiegsroute.

Schneeschuhtour
Schneeschuhtouren Tirol

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour20 km
Höhenunterschied1020 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGries im Sellrain, Gebühren-Parkplatz in Lisens, 1634 m.
TourencharakterChristian & Christian haben wieder einmal Pech, scheint es. Beim Hüttenzustieg schneit es sich gehörig ein, sodass wir – jede Geländeunebenheit ausnutzend – den Hüttenhang nicht gerade elegant aufwärtsschleichen und dabei das schützende Westfalenhaus suchen. »Hier muss es doch sein!« befiehlt Christian, als wir auf einem Absatz stehen. Breitbeinig tapsen wir mit unseren Classics im Schneetreiben umher, bis ich seitlich einen hellen Schimmer entdecke - »Da ist die Hütte, wir waren zu weit.« Am nächsten Morgen lässt der strahlend-blaue Himmel eines Zwischenhochs unseren Motivationspegel in ungeahnte Höhen steigen, und beschwingt legen wir los, d.h. eiern den doch recht steilen Hang hinab in den Boden des Längentals. Dort winden wir uns den Skispuren folgend durch ein wahres Labyrinth von Moränen, die wie überdimensionale Raupen den Zugang zum Längentalferner bewachen. Christian II ist längst zu einem fernen Punkt geworden, fast alle Skitourengeher hat er hinter sich gelassen, als ich hinter dem vordersten zum Überholen ansetzen will. Aber der Abstand wird nicht kleiner, im Gegenteil: Was ein rechter Skitourengeher ist, kann sich doch von Schneeschuhgehern nicht überholen lassen, und tatsächlich: es gelingt ihm, während ich am Gipfel völlig gemolken und schweißgebadet ankomme.
Beste Jahreszeit
Kartentipp(alle mit Skirouten) - Alpenvereinskarte !:25 000, Blatt 31/2, »Stubaier Alpen-Sellrain«; Kompass-WK 1:50 000, Blatt 83, »Stubaier Alpen-Serleskamm«; Freytag & Berndt-WK 1:50 000, Blatt 241, »Innsbruck-Stubai-Sellrain-Brenner«.
VerkehrsanbindungAuto - Auf der Inntal-Autobahn A 12 bis Ausfahrt Zirl bzw. vom Zirler Berg auf der B 177 nach Zirl und über Kematen ins Sellraintal. Talein bis Gries, links ab Richtung Praxmar/Lisens, nach Serpentinenfolge links ab und talein bis Lisens. ÖV: Mit der Bahn bis Kematen, mit dem Bus durchs Sellraintal Richtung Kühtai nach Gries im Sellrain und weiter bis Praxmar. Über den Parkplatz und per Schneeschuh auf der Fortführung des Fahrwegs südwärts leicht abwärts querend ins Lisenser Tal und westlich der Melach in 0,5 Std. nach Lisens.
GastronomieWestfalenhaus (2273 m), DAV, bewirtet Mitte Februar bis Anfang Mai, 80 Schlafplätze, Winterraum mit 9 Plätzen, Tel. 0043/ (0)5236/ 267.
Unterkunft
Wie Einkehr.
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