Zur Weißen Marter

Abwechslungsreiche Wanderung auf be- quemen Wegen, nur der Wiesenttalweg zwischen Doos und Behringersmühle ist bei feuchter Witterung streckenweise recht rutschig. (Autor: Tassilo Wengel)
12 km
95 m
3.00 h
Zwischen Behringersmühle und Weißer Marter.
Wo Ailsbach und Püttlach in die Wiesent münden, liegt Behringersmühle. Einen Ortskern gibt es nicht, vielmehr sind die Häuser dieses staatlich anerkannten Luftkurortes auf die Uferregion und die umliegenden Hänge verteilt. Der Ort ist beliebter Startpunkt für Kanutouren, die gegenüber vom Café Gruber beginnen, das direkt an der Wiesent liegt. Wir starten vom nahen Wanderparkplatz in Behringersmühle, der am Ortsausgang in Richtung Unterailsfeld liegt. Zunächst gehen wir die Straße in Richtung Unterailsfeld und biegen nach wenigen Metern in den links abzweigenden Weg. Hier finden wir bereits den Wegweiser »Schweigelberg, Weiße Marter, Moschendorf« (Markierung gelbes Kreuz). Auf ansteigendem Waldweg er-reichen wir nach etwa 20 Minuten das Forsthaus Schweigelberg, wo wir uns nach rechts wenden. Auf einem schönen Wiesenweg mit herrlichen Ausblicken über die Hügellandschaft geht es weiter nach Moschendorf. Wir wandern durch den Ort und setzen unsere Tour auf einem Wiesenweg fort (immer Markierung gelbes Kreuz). Die Stille und Schönheit der Landschaft kann man auf der Ruhebank unterwegs genießen. An einer Weggabelung folgen wir dem Wegweiser »Weiße Marter« und erreichen diesen wunderschönen Bildstock am Abzweig mit dem Wegweiser »Köttweinsdorf, Waischenfeld«.
Über den Maihof in das Wiesenttal.
Von der Weißen Marter an gilt die Markierung diagonal rot-weiß geteiltes Rechteck, das uns auf einem Feldweg zur Straße nach Köttweinsdorf bringt, wo wir links schwenkend in den Ort gehen. Am Ortsende sehen wir einen Hinweis zum Gasthaus Maihof, wo es sich an heißen Sommertagen im schattigen Bier- garten gut verschnaufen lässt. Nach der Rast halten wir uns am Parkplatz beim Gasthaus rechts. Es folgt ein breiter, leicht abwärts führender Weg. Nach etwa 500 Metern kommen wir zu einer Gabelung, halten uns rechts und folgen dem Weg immer leicht abwärts in das Wiesenttal, wo wir auf dem Wiesenttalwanderweg (Markierung gelber Querstrich) in Richtung Behringersmühle wandern. Der Weg führt an Doos vorbei (wer nach Doos möchte, überquert die Holzbrücke) und verläuft nun auf einem anfangs recht schmalen und bei feuchter Witterung rutschigen Weg oberhalb der Wiesent. Schließlich erreichen wir die Schottersmühle, ein Gasthaus mit Biergarten an der Wiesent. Unser Weg führt zunächst im schattigen Wald am Hang oberhalb der Wiesent, dann weiter über eine Wiese und erreicht Behringersmühle auf der Bayreuther Straße. Dort wenden wir uns nach links und gelangen zurück zum Ausgangspunkt. Von der Bayreuther Straße rechts erreicht man das direkt an der Wiesent ge- legene Café Gruber mit seiner Caféterrasse, auf der man in gemütlicher Runde Kaffee und Kuchen genießen kann.

Gehzeiten.
Behringersmühle – Moschendorf 3/4 Std. – Weiße Marter 1/2 Std. – Schottersmühle 11/2 Std. – zurück nach Behringersmühle 3/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied95 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortBehringersmühle
AusgangspunktBehringersmühle, Wanderparkplatz.
EndpunktBehringersmühle, Wanderparkplatz.
TourencharakterAuf der Höhe zwischen Wiesent- und Ailsbachtal führt ein alter Wallfahrtsweg an Köttweinsdorf vorbei in Richtung Süden. Dort kann man einen der schönsten Bildstöcke bestaunen, die es in der Fränkischen Schweiz gibt. Er ist als »Weiße Marter« berühmt geworden und besticht durch seine Größe.
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst – Hersbrucker Alb, Blatt Süd, Maßstab 1 - 50000.
VerkehrsanbindungAuto. Auf der Autobahn A 9 bis zur Anschlussstelle Pegnitz/Grafenwöhr, auf der B 2/B 470 in Richtung Forchheim über Gößweinstein nach Behringersmühle. Bahn. Bahnstation Ebermannstadt, weiter mit dem Bus nach Behringersmühle.
GastronomieBehringersmühle - Café Gruber, Tel. 09242/ 285 (von April bis Mitte Oktober geöffnet). Schottersmühle: Historischer Gasthof an der Wiesent mit Biergarten, Tel. 09196/272. Köttweinsdorf: Maihof, Tel. 09202/3530 oder 1732 (Di Ruhetag).
Tipps
Der Bildstock »Weiße Marter«. Die Weiße Marter ist wohl der berühmteste Bildstock in der Fränkischen Schweiz. Nicht nur wegen der imposanten Höhe von 4,40 Meter, sondern vor allem wegen ihrer aufwendigen Gestaltung. Auf einem hohen, reich durch Draperien und Rocaillen gegliederten Sockel ist über der Erdkugel die »Krönung Mariens durch die Hl. Dreifaltigkeit« dargestellt, die in Anlehnung an das Gößweinsteiner Gnadenbild geschaffen wurde. Dieses Kunstwerk aus hellem Sandstein ließ 1767 der Metzgermeister Otto Wich aus Kronach infolge eines Gelübdes errichten, nachdem er auf einer Wallfahrt nach der Genesung von schwerer Krankheit die beiden Türme der Basilika von Gößweinstein gesehen hatte.
Informationen
Maihof in Köttweinsdorf. Wer in der warmen Jahreszeit zum Maihof kommt, kann den Aufenthalt im Biergarten unter Obstbäumen genießen. Besonders reizvoll ist die Zeit von Ende April bis Mitte Mai, wenn die Obstbäume in voller Blüte stehen. Herzhafte Speisen und Erzeugnisse aus eigener Schlachtung laden zum Genießen ein.
Unterkunft
Behringersmühle - Hotel-Gasthof Frankengold, Tel. 09242/1505 (Do Ruhetag), www.behringersmühle.de; Gasthof Zur Behringersmühle mit Terrasse, Tel. 09294/ 205 (Di Ruhetag), www.gasthof-behringersmühle.de.
Tourismusbüro
Touristinformation Gößweinstein, Burgstr. 6, 91327 Gößweinstein, Tel. 09242/456 und 840, E-Mail: info@goessweinstein.de, www.goessweinstein.de.

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