Zum Widdersberg, 2327 m

Aus der Axamer Lizum - auf die Kalkkögel Markierte Wege bzw. einfaches Weidegelände, teilweise Fahrwege (Autor: Siegfried Garnweidner)
3 km
925 m
3.00 h
Ins Lizumer Kar Vom großen Liftparkplatz auf der Asphaltstraße an den Seilbahnstationen und den Hotels vorüber, an der Abzweigung beim Lizumer Hof auf der rechten Variante weiter, schließlich an der modernen Bergkapelle und oberhalb des öden Wasserspeichers für die Schneekanonen vorbei. Nun zum Fahrweg hinauf oder links haltend auf der breiten Skipiste weiter. Auf der Höhe von 1710 m führt die Straße in einer ausholenden Rechtskehre an eine triste Geröllreiße heran. Dort nach links abzweigen und auf einer Trittspur links neben der Reiße steil den Hang hinauf. Auf etwa 1900 m Höhe dreht der Weg nach links und flacht spürbar ab. Nun auf markierter Route zwischen Schneiderspitze und Hörzingwand nach Süden hinauf und in weitem Rechtsbogen in das Lizumer Kar hinein. Zum Widdersberg Am Südostausläufer der Hörzingwand dem Wanderweg folgen und nur gering ansteigend an einigen Gräben und Mulden vorbei gegen Westen dahin, dann die markierte Route verlassen, um nach Nordwesten über einen freien Hang anzusteigen. Der Weg steigt deutlich an und man kommt in die Nähe des oberen Endes einer Lawinensprengbahn. Danach geht man an die steil abfallende Gratschneide heran und nach Westen zum behäbig ausgefallenen Gipfel, der von einem eigentümlichen Kunstwerk (statt einem Kreuz) geziert ist. Über den Widdersbergsattel zum Hoadlsattel Vom Gipfel weitgehend weglos im Wesentlichen nach Süden hinab und nach rund 65 Höhenmetern in den Widdersbergsattel, wo wieder eine markierte Route erreicht wird. Im Sattel links abdrehen und am Grat auf die schroffen Felswände an der Malgrubenspitze zu. Schon bald rechts abdrehen und zu einem weiten Schotterkar hinter der Malgrubenspitze hinab. Das Kar queren und über einen steilen Sonnenhang zu einer weiten, flachen Schafwiese hinauf und dem markierten Bergweg in den Hoadlsattel, 2264 m, folgen. Zurück in die Lizum Im Hoadlsattel nach rechts zum breiten Fahrweg abbiegen. In der Nähe dieser Straße durch die Lizumer Grube zur Aufstiegsroute zurück und auf ihr zum Ausgangspunkt. Man kann auch bis zum Widdersbergsattel zurückgehen und dort nach links auf einem langen Wiesenweg in die Lizumer Grube absteigen. Oder man folgt gleich der gesamten Aufstiegsroute, was landschaftlich am schönsten ist.

Dauer - ges. 3 Std. Axamer Lizum – Lizumer Kar 11/4 Std., Lizumer Kar – Widdersberg 3/4 Std., Widdersberg – Widdersbergsattel 1/4 Std., Widdersbergsattel – Hoadlsattel 3/4 Std., Hoadlsattel – Axamer Lizum 1 Std. Höhenunterschied: ?? 925 m Axamer Lizum – Lizumer Kar ? 500 m, Lizumer Kar – Widdersberg ? 265 m, Widdersberg – Widdersbergsattel ? 65 m, Widdersbergsattel – Hoadlsattel ? 160 m ? 160 m, Hoadlsattel – Axamer Lizum ? 700 m

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied925 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAxamer Lizum, 1564 m
TourencharakterDie Axamer Lizum ist ein Musterbeispiel dafür, wie Tiroler Alpenerschließer mit ausgesprochen wenig Sensibilität für die Bergnatur vorgegangen sind, nur um ganze Berggruppen dem Ski-Kommerz zu opfern. Mit Brachialgewalt wurden Pisten planiert, Wasserbecken für Skikanonen ausgehoben, gigantische Parkplätze gebaut, Seilbahnkabel gespannt, Straßen in die Berghänge geschoben und Bahngleise verlegt. Skifahrer sehen das meist nicht, denn der Schnee deckt vieles zu und nebenbei fehlt es den Pistenfreaks leider oft auch an Naturverbundenheit. Die Berge am Hoadl, wo die Naturvernichter schonungslos zugeschlagen haben, werden wir also meiden und das Gipfelrestaurant natürlich auch. Südlich dieser geschändeten Bergwelt, in den wilden Kalkkögeln, ist die Bergwelt für die Planierraupen zu schroff und für die »Brettlrutscher« normalerweise zu schwierig. Dort kommen im Winter nur ein paar Tourengeher hin, die dafür am Parkplatz mit Gebühren ausgenommen werden wie die Weihnachtsgänse. Oben in den Kalkkögeln ist die Welt noch einigermaßen in Ordnung, wenn man davon absieht, dass dank der Schafüberweidung die grünen Hänge kurz und klein gefressen sind und deshalb immer mehr erodieren.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte Freytag & Berndt, 1 - 50000, Blatt 241 (Innsbruck–Stubai–Sellrain– Brenner)
GastronomieIn der Axamer Lizum
Tipps
Hochtennspitze Mag man einen spannenderen Gipfel (statt dem behäbigen Widdersberg) besteigen, kann man aus dem Lizumer Kar direkt in den Widdersbergsattel und zur oben erwähnten Schafwiese ansteigen. Dort links abdrehen, weglos über die Wiese nach Süden hinauf und dann wieder zu einer markierten Route. Sie führt in felsige Bereiche hinein und verlässt oberhalb von steilen Abbrüchen den Grat nach rechts. Danach fällt sie etwas ab, führt um einen Felsenzacken herum und durch eine labile und erosionsgefährdete Hangflanke sehr steil hinauf. Schließlich erreicht sie eine Gratmulde. Von dort nach links die letzten Meter zum Gipfelkreuz auf der Hochtennspitze, 2549 m, hinauf. Für diese Variante braucht man ein gehöriges Maß an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (Absturzgefahr!).
Höchster Punkt
Widdersberg, 2327 m
Unterkunft
In der Axamer Lizum
Tourismusbüro
Tourismusverband Axams, Tel.: 0043/(0)5234/681780; Internet: www.tirol.at/axams
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